D8-Konferenz: Steve Jobs spricht über Flash, Foxconn, iPhone und Google

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Auf der vom Wall Street Journal ausgerichteten All Things Digital – Konferenz sprach Apple Boss Steve Jobs mit Kara Swisher und Walt Mossberg. Dabei kamen einige interessante Aussagen über im Augenblick heiß diskutierte Themen heraus.

Jobs zu Adobe Flash und HTML5

Jobs fasst die Problematik zwischen Adobe und Apple nicht als eine Art Krieg zwischen Konzernen oder Webstandards auf. Apple gehe es lediglich darum, seine relativ begrenzten Ressourcen sinnvoll und kalkuliert einzusetzen. Die Abkehr von Flash sei keine philosophische oder Sympathieentscheidung sondern rein technischer Natur gewesen. Adobe Flash sei auf dem Absteigen den Ast und HTML5 der Standard mit Zukunft. Vor Jahren entschied Apple sich gegen Diskettenlaufwerke und serielle Schnittstellen, dafür aber für USB. Als Apple diesen Weg einschlug, habe man den Konzern für Verrückt gehalten.

Hier ein Zitat aus dem Interview:

“Apple is a company that doesn’t have the most resources of everybody in the world. The way we have succeeded is by choosing which horses to ride very carefully.” He said that in the drive to make truly great products as opposed to merely OK ones, sometimes you can’t tackle absolutely everything; “we didn’t start off to have a war with Flash. We just made a technical decision.”

Zum Urpsrung des iPhones und der Geschichte mit Gizmodo

Der Beginn des iPhone begann mit der Idee, ein Tablet mit einem Glas-Display und Multitouch-Steuerung zu bauen, so Jobs. Er gab den Auftrag und ein halbes Jahr später brachten die Entwickler ein großartiges Display, das an das User-Interface-Team  weitergereicht wurde. Die Steuerung war so gut, dass Jobs die Idee kam doch besser ein Smartphone zu bauen. So wurde der Plan des Tablets beiseite gelegt – 2007 kam dann das erste iPhone auf den Markt

Hier im Originalton:

“I’ll tell you a secret. It began with the tablet. I had this idea about having a glass display, a multitouch display you could type on with your fingers. I asked our people about it. And six months later, they came back with this amazing display. And I gave it to one of our really brilliant UI guys. He got scrolling working and some other things, and I thought, ‘my God, we can build a phone with this!’ So we put the tablet aside, and we went to work on the iPhone.”


Dass Gizomodo an das iPhone gelangte. Lag in der erster Linie daran, dass man Smartphones nicht nur im Labor entwickeln kann.  Es wurde in einer Bar gefunden oder sogar gestohlen – so klar ist die Story anscheinend immer noch nicht (bzw. Jobs hält sich da wohl eher bedeckt). Der „Finder“ bot das iPhone 4G Gizmodo für 5.000 Dollar an. Der Blogger/Journalist der das Gerät an sich nahm und vorstellte hat nun eine Klage am Hals.

“And the police showed up and took this guy’s computers…and the DA is investigating it…and I don’t know where it well end up.”

Über die Suizide bei Foxconn

Jobs stellte zuerst einmal klar, dass Foxconn kein Sweatshop sei. Die Angestellten haben Restaurants und Swimming-Pools. Um die Suizide kümmert sich Apple mit Nachdruck. Jobs erläuterte, dass die mittlerweile 15 Selbstmorde weit unter dem US-amerikanischen Durchschnitt lägen. Dennoch nehme man die Fälle sehr ernst. Apple habe eigene Leute zu Foxconn geschickt, um die Fälle zu untersuchen.

Im OT:

“Foxconn is not a sweatshop,” he adds. “They’ve got restaurants and swimming pools….For a factory, it’s a pretty nice factory.”

Jobs notes that the recent suicides at Foxconn, which number 15 at last count, I think, are still below the national average in the U.S. “But this is very troubling to us,” he says. “So we send over our own people and some outside folks as well, to look into the issue.”

Jobs über einen Plattform-Krieg

Jobs hat sich noch nie in einem Plattform-Krieg gesehen. Weder in der Vergangenheit mit Microsoft, noch im Augenblick mit Google. Jobs ergänzte, dass Apple vielleicht genau aus diesem Grund verloren hätten. Ziel für Apple war grundsätzlich gute Produkte zu bauen.

„We don’t see ourselves in a platform war. We never saw ourselves in a platform war with Microsoft, either… Maybe that’s why we lost. But we never thought of ourselves in a platform war; we just wanted to make good products.“

Kara Swisher fragt, ob Apple Google vom iPhone entfernen will. Jobs antwortet, darauf dass dies nicht geschehen wird. Apple hat die Suchmaschine Siri sei nicht wegen Suche, sondern wegen der AU gekauft.

Auf die direkte Frage, ob Apple Google vom iPad oder iPhone entfernen würde, antwortet Jobs mit einem „Nein“. Apple habe Siri wegen der AI gekauft, nicht wegen der Suchfunktionalität.

„We’re not going into search.“

Apples App-Store Politik

Auch die Fragen nach Apples Politik bezüglich der Ablehnung vieler Apps, die „pornographische“ oder politische Inhalte etc. enthalten, kam auf. Jobs antwortete darauf, dass Apple mit der Unterstützung von HTML5 eine offene Plattform anbiete. Zusätzlich aber auch eine betreute in Form vom iPhone OS bereitstellt. Das iPhone OS hat seine Regeln, die immer wieder angepasst werden. Er gibt aber zu, dass auch Fehler gemacht werden.

Bottom line is, yes, we sometimes make mistakes…but we correct them….We are doing the best we can, changing the rules when it makes sense. What happens sometimes is that some people lie, we find it, and reject it, and they run to the press, and get their 15 minutes of fame and hope it will get us to change our minds. We take it on the chin, and we move on.”

Das Interview mit Steve Jobs ist eine nettes Vorgeplänkel auf das große Apple-Event, das ab Montag in San Francisco stattfindet. Dann werden wir sehen, ob das iPhone der vierten Generation wirklich so aussieht wie die vielen geleakten Geräte. Zudem werden bestimmt noch einige andere Neuheiten auf uns losgelassen.

P.S.: Mehr Videos des Interviews gibt es übrigens bei AllThingsD. Leo vom fscklog hat unter anderem aus dem Interview ein paar weitere Themen wir das TV-Geschäft und iAds aufgrgriffen.

[via AllThingsD]

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