Der neue Audi TT & TTS: Infotainment-System und virtuelles Cockpit ausprobiert

Audi-TT-2014-580x320 Der neue Audi TT & TTS: Infotainment-System und virtuelles Cockpit ausprobiert Technologie

Im Rahmen einer Workshop-Veranstaltung hat Audi nach Ingolstadt eingeladen, um den neuen Audi TT ausgiebig der Presse vorzustellen. Besonderes Highlight ist beim neuen Audi TT das neue On Board System. Erstmals setzt man auf ein TFT Display als virtuelles Cockpit.  Das Bedienkonzept erscheint simpel. Als Sportwagen soll sich die Bedienung auf den Fahrer fokussieren. Die zwei größten Neuerungen sind das neue MMI-Bediensystem und das Audi Virtual Cockpit. Beide System arbeiten in Kombination miteinander. Wie das neue Infotainment-System von Audi genau funktioniert und welche Eindrücke ich aus dem Workshop gewonnen habe, folgt nun in diesem Beitrag.

Zu Beginn noch einige Worte zum Auto selbst: Bereits auf dem Auto-Salon in Genf hat Audi die neue Generation des TT und des TTS offiziell vorgestellt. Seit 1998 wird der Audi TT produziert und ist seit jeher für seinen Sportwagen-Charakter bekannt. Audi setzt mit der dritten Generation diesen Trend fort. Beim Exterieur hat sich nicht allzu viel verändert, sodass man von einer Evolution sprechen kann. Dynamische Facetten und die typische Linienführung des Ur-TT sind noch heute präsent. Ein Hingucker sind die neuen Scheinwerfer, die mit der neuen Matrix LED-Technologie ausgestattet sind. Die Rückleuchten passen sich an die Frontscheinwerfer an und als weitere Neuerung verbindet eine dritte Bremsleuchte, als flacher Streifen ausgeführt, die beiden Rückleuchten. Die klassische kreisrunde Tankklappe ist ebenfalls mit an Bord und öffnet sich durch Tippen.

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Auch beim Interieur lässt sich viel Positives berichten. Von oben gesehen, ähnelt die Konsole der Tragfläche eines Flugzeugs. Passend dazu sind zentral runde Luftdüsen, in den die Bedieneinheiten direkt integriert sind. Der neue Audi TT bleibt weiterhin ein 2+2-sitziges Fahrzeug und bietet trotz Sportwagen-Charakters viel Alltagsnutzen.

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Lüftungsdüsen

 

„Der Audi TT steht als Sinnbild für eine authentische Designikone und eine Fahrmaschine mit Top-Performance“, erklärt Prof. Dr. Ulrich Hackenberg, Vorstand für Technische Entwicklung der AUDI AG. „Mit der neuen Generation machen wir die Technik für den Fahrer noch besser erlebbar – so wie er es von einem echten Sportwagen erwartet.“

Audi Virtual Cockpit

Wie eingehend erwähnt, handelt es sich bei Audis neuem Virtual Cockpit um ein digitales Kombiinstrument mit viel-seitigen Grafiken und Darstellungen. Verbaut ist ein 12,3 Zoll großes TFT-Display mit einer Auflösung von 1.440 x 540 Pixeln, das sich auf zwei Ebenen umschalten lässt. Die klassische Ansicht zeigt das Tachometer und den Drehzahlmesser. Im so genannten „Infotainment“-Modus wird dem Fahrer unter anderem die Navigationskarte angezeigt. Nicht zu vergessen, ist auch eine dritte Ansicht, die nur den Drehzahlmesser anzeigt. Damit der Fahrer vollen Zugriff auf das System hat, verfügt der neue Audi TT über ein Multifunktionslenkrad. Unter anderem ermöglicht die „View“-Taste am Multifunktionslenkrad das angesprochene Wechseln zwischen den Ansichten.

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Die Erde auf einen Blick

 

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Google Maps

 

 

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Umschalten zwischen Medien

Doch nicht alle Elemente werden auf dem Display angezeigt. Am unteren Rand der Virtual Cockpit Hardware befinden sich feste Anzeigen für Außentemperatur, Uhrzeit und den Kilometerstand sowie Warn- und Hinweissymbole. LEDs informieren über die Temperatur des Kühlmittels und den Kraftstoffstand. Im Übrigen halten die Komponenten Hunderte Temperaturzyklen von -50 bis +105 Grad Celsius aus, sodass man keine Furcht vor Ausfällen haben muss.

Damit die Grafiken alle ordentlich laufen, kommt Nvidias Tegra 30-Chip aus der Tegra 3-Serie zum Einsatz. Damit gilt Audi als erster Hersteller, der auf die Prozessor-Power von Nvidia setzt. Dank der Rechenleistung können so 60 Frames pro Sekunde ermöglicht werden, damit beispielsweise die Nadel des Drehzahlmessers flüssig und hochpräzise läuft.

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TFT-Display des Virtual Cockpit

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Audi MMI

Neu ist auch das MMI-Terminal mit insgesamt sechs physischen Tasten. Dank des Touchpads auf der Oberseite des Dreh-/Drück-Stellers kann man als Fahrer in Listen und Karten scrollen, zoomen und Zeichen eingeben. Die Menüstruktur kommt einem sehr vertraut vor, da sie sich an die von Smartphones orientiert und eine freie Textsuche ermöglicht. Das Audi Connect System ergänzt im Übrigen die MMI Navigation plus. So lässt sich auch beim Audi TT eine schnelle Verbindung mit dem Internet, dank LTE, einrichten. Der integrierte WLAN-Hotspot rundet das Gesamtpaket ab. So werden auch Mitfahrer mit einem Internet-Zugang versorgt. Der Navigations-Dienst ermöglicht weiterhin die Nutzung von Google Earth-Bildern und Google Street View. Zu guter letzt ermöglicht die Audi Phone Box ein komfortables Koppeln eines Handys ans Auto. 

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MMI-Bedienung

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Persönlicher Eindruck

Der erste Eindruck vom neuen Audi TT war recht positiv. Leider gab es keine Möglichkeit, den neuen TT im Fahrbetrieb zu testen. Stationär bot sich allerdings die Gelegenheit das Virtual Cockpit näher unter die Lupe zu nehmen. Wichtiges Augenmerk ist dabei natürlich die Bedienung gewesen. Und genau in diesem Bereich kann der neue Audi TT punkten. Hochwertig, aufgeräumt und keine Taste bzw. kein Element zu viel. Das Konzept ist gut durchdacht und versucht dem Fahrer die bestmögliche Bedienung zu ermöglichen. Beispielsweise befindet sich die Bedienung der Klimaanlage direkt in den Luftausströmern.

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Direkt hinter dem Lenkrad ist das Virtual Cockpit, das nicht wie bei anderen Systemen zentral verbaut ist. Eigentlich war ich demgegenüber skeptisch. Aber nicht nur der Fahrer hat den Blick auf die Karte und den Rest hat, sondern auch der Beifahrer hat einen guten Blick auf das Virtual Cockpit. Außerdem erweist sich die Bedienung als sehr einfach und ohne große Schwierigkeiten lässt sich nach Zielen suchen. Das “Switchen” zwischen den Ansichten ist kinderleicht und auch die Eingabe durch den Touch-sensitiven Dreh-Drück-Steller funktioniert einwandfrei. Die Grafiken werden flüssig dargestellt und auch die Menüstruktur ist recht übersichtlich gestaltet.Insgesamt hinterlässt das Virtual Cockpit des Audi TT einen wirklich positiven Eindruck. Das Virtual Cockpit von Audi ist ein wirklich gut durchdachtes Konzept und bietet eine grandiose Bedienung, die viele Dinge für den Fahrer einfacher macht.

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Antriebsstrang des Audi TT Quattro

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Interieur, aufgeräumt und hochwertig

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Blickfeld des Beifahrers

Hier noch das Video zur Vorstellung des Audi TT in Genf:

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[…] zwischen dem Audi Entwicklungslabor im Silicon Valley und Apple. Wir konnten uns zuletzt beim Audi TT Workshop in Ingolstadt einen Eindruck von Audis Infotainment-System machen. Mit Carplay und Android Auto […]

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