Die Apple vs Adobe Fehde spitzt sich zu: Flash bei den Apps ausgeschlossen

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Apple wird heute die Lizenzvereinbarung mit seinen iPhone-Entwicklern überarbeiten. Herauskommen wird ein effektives Verbot des Flash to iPhone Converters. Steve Jobs und sein Unternehmen macht dieses Jahr damit klar, dass sie nicht viel von Adobe Flash halten. So wurde schon beim iPad darauf medienwirksam verzichtet. Stattdessen fördert  man lieber HTML5 bei jeder Gelegenheit.

Für eine gewisse Zeitspanne hatte Adobe ein Mittel zur Hand, um das Apple Verbot für Flash für das iPhone und das iPad Tablet zu umgehen: Mit dem Adobe Creative Suite 5 Flash Converter war es Entwicklern möglich, Anwendungen in Flash zu bauen und sie im Anschluss daran in das iPhone zu portieren. Die Änderung im „iPhone Developer Program License Agreement“, die im Rahmen der Veröffentlichung des iPhone OS SDK veröffentlicht wird, bringt einige Änderungen mit sich. Der ursprüngliche Abschnitt von Absatz 3.3.1 enthielt lediglich einen Satz. Jetzt hat dieser mehrere hinzugewonnen:

“Applications may only use Documented APIs in the manner prescribed by Apple and must not use or call any private APIs. Applications must be originally written in Objective-C, C, C++, or JavaScript as executed by the iPhone OS WebKit engine, and only code written in C, C++, and Objective-C may compile and directly link against the Documented APIs (e.g., Applications that link to Documented APIs through an intermediary translation or compatibility layer or tool are prohibited).”

Nach Daring Fireball  bedeutet dies mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit, dass die Cross-Compiler nunmehr verboten sind. Entweder man baut daher jetzt seine iPhone Apps in den von Apple genehmigten Programmiersprachen oder man darf zusehen wie der Anwendung zukünftig der Zugang zum Apple App Store verweigert wird. Wenn man die Geschichte der Apple vs. Adobe Auseinandersetzung betrachtet, so es ziemlich wahrscheinlich, dass diese Änderung in den Lizenzvereinbarungen einen direkten Angriff auf Adobe darstellen soll. Schließlich wirbt man mit dem Suite CS5 Programm prominent für das iPhone Feature. Die Entscheidung ist aber nicht nur für Flash schwer verdaulich. Sie stellt auch ein schweren Rückschlag für alle Entwickler dar, die Flash als Rückgrat ihrer iPhones verwendeten. Sie können so gut wie sicher wieder von vorne beginnen.

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[…] HTML5 Funktionalität erwähnt. Allerdings wendet man sich von Flash immer weiter ab, wie Oliver in einem separaten Artikel ausführt. Weder von Apples eigenen Kartenservice Palcebase noch von Tethering wurde […]

12 Jahre zuvor

Ich bin ja auch kein großer Fan von Flash, aber trotzdem ist dies ein weiteres Beispiel dafür, wie sie versuchen vorzuschreiben, was ich auf meinem Gerät laufen lassen darf und was nicht.

[…] vor den Kopf gestoßen, obwohl das Adobe-Programm auf fast allen Computern verwendet wird. Apple veröffentlichte kürzlich neue Regeln, die App-Entwickler dazu zwingt, direkt für das iPhone-Betriebssystem zu […]

McMaster
12 Jahre zuvor

Kann es denn sein, dass Apple absehbar plant Adobe zu kaufen und bis dahin noch den Preis etwas drücken will? Wenn Apple dann plötzlich nach dem Kauf Flash auf seinen Geräten zulässt ist alles in Butter und Apple hat ein ordentliches Monopol.

[…] und setzt auf HTML5. Doch unter Mac OS X sieht die Sache anders aus. Offenbar begrenzt sich die Fehde zwischen Apple und Adobe tatsächlich nur auf das iPhone […]

Apple lockert App-Richtlinien at justapps.de
12 Jahre zuvor

[…] Einzug halten. Apple hatte den Gebrauch von Tools von Drittanbietern zur Entwicklung von Apple-Apps im April verboten. Es herrscht aber noch Unsicherheit darüber, was die geänderten Richtlinien tatsächlich […]

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