Die Hälfte aller User im Internet nutzt legale Angebote um Musik zu beziehen: Streaming-Angebote wachsen

Laut einer aktuellen Bitkom-Studie beziehen die Hälfte aller Internetnutzer ihre Musik legal aus dem Internet. Dazu gehören nicht nur Bezahlangebote sondern auch kostenlose Streaming- und Videodienste. Bezahlte Streamingdienste wie zum Beispiel Spotify liegen bei 3 Prozent. Hier gibt es Wachstumspotential.

In Deutschland gibt es einen Markt, der wachsen könnte. Der Markt der Streamingdienste, die ihr Angebot gegen Bezahlung bereitstellen ist noch klein. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass Streamingportalen in Deutschland das Leben von GEMA und Co. sehr schwer gemacht wird. Was die Leute stattdessen machen ist auch klar, denn wenn die Hälfte der Internetnutzer ihre Musik legal bezieht, macht es die andere Hälfte nicht. Hier hat die Industrie verschlafen alternative und legale Bezugsquellen dann anzubieten, als der Bedarf war. Wenn ein Bedarf nicht gedeckt wird, entstehen illegale Angebote, die schnellen Zulauf finden, weil besser funktionieren als die legalen Alternativen.

Es gibt aber auch Hoffnung für die deutschen Nutzer. Der Markt der legalen Angebote steigt. Sowohl die kostenlosen als auch die kostenpflichtigen Anbieter können nach und nah Fuß fassen. Das Bewusstsein der Nutzer, legale Dienste in Anspruch zu nehmen steigt genauso. Wenn jetzt auch noch die GEMA und die Verwerter einen Schritt auf die Nutzer zugehen würden, dann könnte es in einigen Jahren noch besser für die legalen Angebote aussehen.

Wir haben auch bereits Angebote getestet: Aupeo-Onlineradio, Wimp Streaming Radio

– Quelle: bitkom | Foto: Some rights reserved by mseckington –

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9 Jahre zuvor

Statt Kriminalisierung Kompromissbildung. Ich bin es leid, dass die Nutzer an den Pranger gestellt werden, weil die teuer finanzierten Entwicklungsabteilungen der Musikindustrie den Trick mit der Werbefinanzierung noch nicht verstanden haben. Ich höre auch oft Online Radio mit verschiedenen Apps. Da stört mich allerdings, dass unterwegs (beispielsweise Zug) die Verbindung des Internets die Datenmenge nicht bringen kann. Dann muss man auf gekaufte Musik zurückgreifen.

9 Jahre zuvor

Die Hälfte aller User im Internet nutzt legale Angebote um Musik zu beziehen: Streaming-Angebote wachsen https://t.co/qnCD2Vi7

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