Die Linke hat’s geschafft: Wikipedia nicht mehr erreichbar!

Tja, was machen wir nun? Unser aller Wikipedia ist nicht mehr erreichbar und das scheint auch erstmal so zu bleiben. Das zumindest war das Ziel von einem gewissen Herrn Lutz Eberhard Heilmann, irgendein Mitglied des Bundestages von irgendeiner Partei »Die Linke«. Gemeint ist die Domain www.wikipedia.de, die mit einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Lübeck vom 13. November 2008, nicht mehr auf die Stamm-Domain de.wikipedia.org weiterleitet. Wer ab sofort auf wikipedia.de surft, trifft auf eine unschön gestaltete Homepage mit genau dieser Information.

wikipediade Die Linke hat's geschafft: Wikipedia nicht mehr erreichbar! Web

Bis auf Weiteres muss das Angebot auf wikipedia.de in seiner bisherigen Form daher eingestellt werden. Der Wikimedia Deutschland e.V. wird gegen den Beschluss Widerspruch einlegen.

Darum findet der Lutzi das Wikipedia doof:

Im freien Wissensportal de.wikipedia.org wird der Linke (* 7. September 1966 in Zittau) im ersten Satz seiner Beschreibung als der »erste ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR, der in den Bundestag eingezogen ist«, eingeführt. Hiermit hat der gebürtige Ostdeutsche ein schier unfassbar großes Problem. Und darum ist er zu seinem Anwalt gerannt.

Warum der Lutzi nichts erreicht hat:

Liest man sich folgende Stellungnahme der Wikimedia Deutschland e.V. auf der stillgelegten Domain durch, wirkt dies schon fast hämisch. Ich sage: »Ha Ha!« und die Wikimedia sagt:

»Der Wikimedia Deutschland e.V. ist nicht Anbieter der unter de.wikipedia.org zugänglich gemachten „Wikipedia“ und hat auch keinen Einfluss auf die in der Online-Enzyklopädie abrufbaren Inhalte. Der Wikimedia Deutschland e.V. ist vielmehr ein gemeinnütziger Verein zur Förderung Freien Wissens, der lediglich über die Anwendung der Wikipedia aufklärt. Betreiber der Enzyklopädie ist die in der Anbieterkennzeichnung der Enzyklopädie genannte Wikimedia Foundation, eine in Florida, Vereinigte Staaten, inkorporierte Stiftung mit Sitz in San Francisco.«

Was sagt uns das alles? Erstens: Wer ab sofort seinem Wissen frönen möchte, besucht einfach de.wikipedia.org. Zweitens: »Die Linke« hat mit einer unsinnigen Demonstration mal wieder nichts erreicht.

PS: Der Wikimedia Deutschland e.V. wird gegen den Beschluss Widerspruch einlegen.

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ist das ein Bewerbungspost für die Politikseite der Bild-Zeitung ?
    Es war ein MdB der Linken, der Wikipedia sperren lassen wollte…damit hat der Rest der Linken nichts zu tun. Dafür wäre immernoch ein Parteibeschluss notwendig…

    Aber wenn man Parteien heutzutage nach einzelnen Mitgliedern bewerten soll…dann schreib doch gleich mal einen Artikel dazu, dass die SPD ihrer Konkurrenz mit nächtlichen Droh- und Beleidigungsanrufen terrorisiert, siehe Johannes Kahrs aus Hamburg. (Hab ich übrigens von Wikipedia….also doch noch erreichbar. Eine Überschrift: 2 Fehler, das dürfte für die Bewerbung auf die Seite 2 schon reichen)

    Axel, bleib bei deinem Web 2.0 🙂

  2. obwohl hinfällig…

    auch wen dieser „herr lutz sonstwer“ ANSCHEINEND EIN STASI-SPITZEL WAR…

    du kannst doch nicht ernsthaft die parteien nach EINEM mitglied beurteilen…

    denn dann:

    SPD => stalker
    CDU => korrupte kriegstreiber
    FDP => ausbeuter
    grüne => korrumpierte heuchler und steinewerfer
    linke => alles stasi- spitzel

    was machen wir denn nun ?

    pauschalverurteilungen sind immer schiesse, das zeigt die geschichte…

    auch wenn dieser ominöse „opa lutz“ sich anscheinend vor seiner verantwortung drückt…

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