Die Telekom und MyWallet ab 2013 auch in Deutschland

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Das mobile Bezahlen ist eine der letzten Hürden zur vollkommenen Durchlässigkeit des digitalen Marktes. Hier lassen sich nicht nur Synergieeffekte für Provider herausholen, sondern ebenso umfangreiche Daten für jeden anderen Zweck nutzbar machen. Allen voran die großen Kreditkartenherausgeber, Visa und MasterCard, arbeiten mit Hochdruck an der Verknüpfung sicherer Zahlsysteme, die speziell für Smartphones konzipiert werden. Gedacht als digitale Brieftasche, sind hier für beide Seiten nicht zu verkennende Vorteile ersichtlich.

Immer währende Verfügbarkeit

Smartphones sind die Erfindung der letzten Jahre, die den Telekommunikationsmarkt regelrecht auf den Kopf gestellt haben. Viele Anbieter haben zusehends weniger herkömmliche Handys im Angebot, sodass die flächendeckende Verbreitung zwangsläufig voranschreitet und alle gesellschaftlichen Bereiche erreicht. Mobile Datenflatrates erlauben zudem die Nutzung immer aufwendigerer Mobile-Applikationen, wo immer man sich auch gerade aufhält. So gibt es bereits für wenig Geld, aber auch komplett kostenlos und damit werbefinanziert, Flatrates für jeden Anwenderkreis – beispielsweise die clevere Handy Internet-Flat von Netzclub, die je nach Tarif werbefinanziert wird und hohe Freikontingente bei High-Speed-Internet ermöglicht.

Immer mehr Akzeptanzstellen für Mobile Payment

Wie also soll das funktionieren, dass man einerseits schnell, zugleich aber auch sicher Zahlungen über das Smartphone abwickelt? Der springende Punkt liegt in der Zahlabwicklung selbst, die mittels NFC (Near Field Communication) sicher und kompakt an den Händler mit allen Details übermittelt wird. Die Daten werden dabei zuvor vom Kunden über das Scannen eines Strichcodes in die App geladen und nach Kontrolle freigegeben.

In Polen wurde bereits der Betrieb angekündigt – hier werden die Funktionen von Bank- und Kreditkarten verbunden und im Mobiltelefon integriert. Zur Nutzung bedarf es eines Kontos bei T-Mobile sowie bei der kontoführenden Bank, der Polbank. Durch immer weitere Kooperationen erhofft man sich ein flächendeckendes Netzwerk, um allen Nutzergruppen den Zugang zu ermöglichen. Aber die Funktionalität geht noch weiter, denn darüber hinaus sollen Rabattmarken bezogen, gespeichert und eingelöst werden können.

Eine erste Sicherheitsmaßnahme stellt sodann auch das Festlegen eines Tageslimits dar, welches per SMS bestätigt werden muss. Polen eignet sich dafür aus dem Grund, da bereits ein Fünftel aller Akzeptanzstellen von MasterCard (dem bisherigen Partner) mit NFC-Technik ausgestattet wurden. Zudem werden alte Geräte nur noch mit neuer Technik ausgetauscht und damit umgerüstet, sodass sich diese Zahl laufend erhöht. Es wird interessant sein zu verfolgen, in welchem Tempo der Ausbau einer notwendigen Infrastruktur hier in Deutschland vorangetrieben wird – denn eines steht fest: Wer hier Vorreiter ist, hat später die Zügel in der Hand und bestimmt die Konditionen für Händler.

Bildquelle: ubuntu smartphone os von sidduz, CC-BY

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