Die Zukunft der internetfähigen Fernseher

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Ein Internetzugang gehört zu jedem neuen Flachbildfernseher mittlerweile zum guten Ton. Aber nicht nur das – auch möglichst viele Apps sollen zur Verfügung stehen und bugfrei funktionieren. Sony hat nun eine Studie veröffentlicht, die sich mit der Zukunft des Internets auf dem Fernseher auseinandersetzt.

Wie wollen User zukünftig ihren Fernseher nutzen wenn es um die Internetfähigkeit der Fernseher geht? Befragt wurden 1000 Menschen zwischen 16 und 64 Jahren. Auf dem ersten Platz landeten Mediatheken der öffentlich, rechtlichen Sender, bei denen Sendungen bis zu sieben Tage nach der Ersttausstrahlung im TV online geschaut werden können. Eine große Chance für die Öffentlich-Rechtlichen, nicht nur an Bedeutung zurückzugewinnen, sondern auch die Möglichkeit ein ganz neues Publikum anzusprechen.

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Auf dem zweiten Platz findet sich Youtube. Der Internetvideodienst aus dem Hause Google erfreut sich größter Beliebtheit.  Die Menschen möchten ihre Lieblingsvideos, die sie bereits vom PC oder Smartphone kennen, auch auf ihrem Fernseher schauen. Darauf folgen „Video on Demand“-Dienste. Das sind die sogenannten Online-Videotheken, bei denen man sich für einen relativ geringen Betrag einen Film leihen kann, um diesen dann für einen bestimmten Zeitraum ansehen zu können. Auch hier sehe ich wieder großes Potential für die Filmindustrie. Die Menschen sind willens und bereit für gute Filme in einer guten Qualität zu zahlen. Man muss ihnen aber auch die Möglichkeit dazu geben. Je einfacher und plattformunabhängiger ein Angebot ist, umso besser.

skype Die Zukunft der internetfähigen Fernseher  Technology Weiter hinten landen die klassischen Einsatzgebiete des Internets wie zB die Informationsbeschaffung oder das Chatten via Skype. Das liegt daran, dass unsere bisherigen internetfähigen Endgeräte wie Notebooks und Mobiltelefone, sich einfach viel besser hierzu eignen. Ich hatte für einige Wochen einen Samsung Smart-TV zum Testen hier und kann sagen, dass es immer ein kleiner Akt war, bis der Fernseher entweder eine App startete oder den Internetbrowser öffnete, um ihn für die Nutzung des Internets bereitzustellen. In der Zeit hat man vermutlich sogar den Desktop-PC eher hochgefahren.

Ganz davon abgesehen, dass eine Eingabe von Text über die Fernbedienung trotz t9 eher mühsam war. Mit der Smartphone-App konnte man dies noch ein wenig verbessern, da man dort die Tastatur des Mobiltelefons zur Texteingabe verwenden konnte. Das Problem an der Sache war jedoch, dass nicht alle Apps des Fernsehers die Steuerung über das Smartphone akzeptierten und unterstützten. So war zum Beispiel die YouTube App so schlecht programmiert, dass ich durchschnittlich 5 Minuten brauchte, um eine Suche nach einem Video zu starten. Eine Zeitspanne, die man in unseren Zeiten nicht für eine einfache Videosuche aufbringen möchte. Abhilfe könnte hier Google TV schaffen. Dort entwickelt ein großes Unternehmen mit entsprechender Erfahrung und Kundenorientierung ein Smart-TV-System. Aber ob sich Google-TV hier durchsetzen wird steht noch in den Sternen.

Was sagt uns diese Studie nun aber genauer? Die Fernseher werden zu mehr als nur dem reinen Konsumieren von vorgegebenen Inhalten eingesetzt. Die Menschen, die sich einen internetfähigen Fernseher anschaffen, wollen ihr TV Programm selbst bestimmen und Inhalte dann schauen, wenn sie es wollen und nicht wenn es gesendet wird. Der Fernseher wird aber dennoch nicht den PC ablösen, wie es mutige Stimmen immer mal wieder behaupteten. Dazu sind die heutigen PCs zu gut und die derzeitig erhältlichen internetfähige Fernseher zu schlecht.

Eine interessante Studie im Auftrag von Sony ist da also entstanden. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr einen internetfähigen Fernseher? Wenn ja, von welcher Firma und wie intensiv nutzt ihr diesen? Wenn nein, gibt es einen bestimmten Grund wieso nicht?

– via: Caschys Blog

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