Test: Bluetune Solo – ein günstiger Bluetooth-Lautsprecher mit gutem Klang

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Bluetooth-Lautsprecher. Die ausgelagerte Alternative zu den in unseren Gerätschaften eingebauten Quäkern, soll vor allem drei Dinge können: kabellos lange durchhalten, besser klingen und sich überallhin mitnehmen lassen. Während die Standard-Adressen wie Solemate und Jambox mit 120-150 € zu Buche schlagen, hat Divoom nun schon in zweiter Iteration ein Gerät für um die 40 € (je nach Farbvariante und Anbieter) im Sortiment – den Bluetune Solo.

Zunächst, und ihr kennt das, die Werbung:

Der Bluetune Solo kann also problemlos via Bluetooth oder 3,5 mm Klinke mit fähigem Abspielgerät verbunden werden. Sollte es sich dabei um ein Telefon handeln, kann der Lautsprecher durch Druck auf die Allzwecktaste auch Gespräche als Freisprecheinrichtung entgegennehmen, was das Vorgängermodell noch nicht konnte. Selbige Taste pausiert sonst das laufende Musikstück. Die kabellose Verbindung hält über maximal 10 m hinweg.

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Leider hat Divoom im Vergleich zum Vorgänger für die Simplizität etwas Komfortabilität eingetauscht. Mir fehlen ganz entscheidend die Lautstärkeregler am Bluetune Solo selbst, die der Bluetune-1 noch hatte. Außerdem war die Lösung, das „Notfall-Klinkenkabel“ – für Verbindungen zu Geräten ohne Bluetooth-Konnektivität – in die Basis zu integrieren außerordentlich geschickt (beim Solemate ist das nicht anders), die man für ein kombiniertes Lade- und Audiokabel aufgegeben hat. So hat man zwar nur immer ein Kabel, aber der unbenutzte Stecker bammelt rum und das Kabel an sich muss ja einzeln mitgeführt werden.

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Im Vergleich zur ‚großen‘ Konkurrenz haben die Bluetunes aber noch ein eventuell entscheidendes Merkmal, dass sie vom Einheitsbrei abhebt. Ähnlich wie gute Kopfhörer besitzen sie nämlich noch einen separaten Audio-Ausgang, wodurch sie jeden anderen Lautsprecher zum Empfänger von Bluetooth-Streams machen oder in Kette mit Ihresgleichen eine Daisy-Chain bilden können.

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Der Ton ist für das kleine Paket wirklich erstaunlich gut und der eingebaute 500-mAh-Akku hält auch tatsächlich ca. 4 Stunden am Stück kabellos durch. Was mich aber vor allem nachts extrem stört, sind die vier(!) blauen LEDs, die aus unerfindlichen Gründen auch völlig stillos ständig leuchten müssen. Das lässt die wunderschön designte und portable Einheit irgendwie unnötig billig wirken. Desweiteren hätte dem Anschalt-Ton etwas mehr Gelassenheit nicht geschadet und auch eine Abschaltautomatik, wenn nach X Minuten kein Signal mehr kommt, wäre gerade zum Einschlafen sinnvoll.

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Ich höre selbst sehr viel gesprochene Inhalte (Podcasts) gerade zum Einschlafen und während der Klang für die Wiedergabe von Stimmaufzeichnungen okay ist und ich der entsprechenden App auch sagen kann, sie soll nach X Minuten aufhören zu streamen, läuft der Bluetune Solo weiter und vergeudet leider seine Akkuladung.

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Müsste ich mich jetzt für einen Bluetooth-Lautsprecher in dem Preissegment entscheiden, würde ich tatsächlich zum Vorgängermodell Bluetune-1 geifen, dass immer noch auch um die 40 € zu haben ist. Natürlich kann ich nichts zu dessen Klangqualität im Vergleich zum Bluetune Solo sagen, aber die selbe Funktionalität scheint mir da besser umgesetzt, wenn man auf die Freisprechfunktion verzichten kann. Ihre sogenannte X-BASS-Technologie soll aus dem Lautsprecher nochmal mehr Bass herausholen, als es beim Bluetune-1 der Fall war. Die Materialqualität kommt jetzt natürlich nicht an die wesentlich teureren Geräte heran, wird aber durch die Wahl einer leichten Gummierung der Farbflächen aufgewertet.

Die Daten:

  • Bluetooth 2.1+EDR mit A2DP Stereo
  • Lautsprecher: 4 Watt mit 50 mm Membrandurchmesser –  der Ton kommt „oben“ aus dem Bluetune Solo
  • Ausgangsspektrum: 60 – 20000 Hz
  • Akku: 500 mAh mit max. 8h Laufzeit (Freisprechen/Kabelbetrieb) und min. 2h30min Ladedauer
  • Gewicht: 230 g
  • kombinierter Lade- und Audio-Eingang (microUSB)
  • Audio-Ausgang (3,5 mm Klinke)
  • Kombikabel Audio/USB liegt bei
  • drei blaue LEDs und eine rote in der Basis, eine Blaue in der Multifunktionstaste(!)

Quelle: Divoom Europe

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Bloggt über Technik und kritisiert andernorts Filme. Versucht das Wesentliche vom Unsinn zu trennen und ist passionierter Burgerfotograf.

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