Test: Dyson Pure Cool Link – Luftreiniger mit App-Steuerung

Mit dem Dyson Pure Cool Link kommt ein Luftreiniger auf den Markt, der sich dank W-Lan-Anbindung komfortabel per Smartphone-App steuern lässt. Zudem liefert er Daten zur Luftqualität in Echtzeit. Wir haben uns den smarten Luftreiniger von Dyson genauer angeschaut.

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„Wozu braucht man überhaupt einen Luftreiniger?“ – mit dieser Frage bin ich in den vergangenen Wochen häufiger konfrontiert worden, sobald jemand den Dyson Pure Cool Link in unserem Wohnzimmer entdeckt hatte. Eine pauschale Antwort gibt es nicht. „Brauchen“ ist meiner Meinung nach in diesem Zusammenhang ohnehin die falsche Kategorie. Einen Luftreiniger „braucht“ man, wenn man im Peking, Delhi oder irgendeiner anderen asiatischen Millionen-Metropole lebt. Menschen, die sich dagegen in Deutschland einen Luftreiniger anschaffen, möchten im Regelfall ihr persönliches Wohlbefinden steigern.

Dyson Pure Cool Link: Allergiker können aufatmen

Das Herzstück des Dyson Pure Cool Link Luftreinigers ist eine hocheffiziente Kombination aus HEPA- und Aktivkohlefilter, die 99,95 Prozent aller Partikel bis zu einer Größe von 0,1 Mikron, also einem Tausendstel Millimeter, aus der Luft entfernt. Der Dyson Pure Cool Link filtert so nicht nur Pollen, Schimmelpilzsporen und Feinstaub, sondern auch Gerüche, gasförmige Schadstoffe, Tabakrauch und sogar Allergene und Bakterien zuverlässig aus der Luft.

Soweit so gut. Ich würde mal sagen, wer Schimmelpilzsporen in den eigenen vier Wänden hat, sollte lieber etwas dagegen unternehmen und nicht auf einen Luftreiniger vertrauen. Tabakrauch? Wer seine Wohnung vollqualmt, den dürften die Partikel in der Luft wohl am allerwenigsten stören.

Interessant wird es dagegen bei Pollen und beim Feinstaub, vor allem wenn man Allergiker ist. Als Kind hatte ich jedes Jahr Heuschnupfen – die tollen Birken! In meiner Jugend verschwand die lästige Allergie dann fast komplett. Doch jetzt befindet sich eine Birke direkt vor unserer Balkontür und ab und an beginnt es wieder leicht in der Nase und in den Augen zu jucken.

Seit wir allerdings den Dyson Pure Cool Link im Wohnzimmer stehen haben, läuft die Nase gefühlt weniger. Die Luft wirkt insgesamt frischer und kühler, auch wenn man mal nicht gelüftet hat. Das ist natürlich rein subjektiv, da ich die Luftqualität nicht unter Laborbedingungen messen kann. Meiner Meinung nach lohnt sich die Anschaffung eines Luftreiniger für Allergiker durchaus, bleibt nur die Frage, was den Dyson Pure Link aus der Masse hervorhebt und den Preis von 579 Euro (UVP) rechtfertigt.

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Dyson-Luftreiniger: schick und effizient

Mit dem Pure Cool Link-Luftreiniger verhält es sich wie mit allen Dyson-Produkten: man bezahlt für die Kombination aus Leistung, Design und Innovation.

Man muss einfach nur mal den Suchbegriff „Luftreiniger“ in die Google Bilder-Suche eingeben, um zu sehen, wie scheußlich die meisten gängigen Luftreiniger aussehen. Die will man sich eigentlich nicht gut sichtbar ins Wohnzimmer stellen. Beim Dyson Pure Cool Link ist das anders. Er wirkt modern, elegant und unaufdringlich – und fügt sich so nahtlos in jeden Raum ein. Freilich gilt aber auch hier: Design ist Geschmacksache.

Kommen wir zur Leistung. Dyson beschreibt die Funktionsweise des Pure Cool Link wie folgt:

  • Durch einen energieeffizienten Gleichstrommotor ohne verschleißanfällige Kohlebürsten wird die Luft über ein Ventilatorrad im Standfuß des Geräts angesaugt.
  • Die Luft durchströmt den patentierten 360° HEPA-Filter aus Glasfasern und wird dabeigereinigt. Der HEPA-Filter besteht aus feinen Borosilikat-Glasfasern und hat im ausgebreiteten Zustand eine Fläche von 1,1 Quadratmeter. Für eine effiziente Filtration von Schwebstoffen ist der Filter mehr als 200 Mal gefaltet und fängt so selbst winzige Partikel bis zur Größe von 0,1 Mikrometer ab.
  • Eine zweite Filterschicht aus Aktivkohlegranulat filtert Gerüche und gasförmige Schadstoffe, wie z. B. Farbdämpfe, aus der Luft und schließt sie ein.
  • Die gereinigte Luft wird mittels Air Multiplier Technologie effizient, gleichmäßig und leise im Raum verteilt.

Meine subjektive Meinung zur Reinigung der Luft habe ich oben bereits kundgetan. Dem möchte ich an dieser Stelle nur noch hinzufügen, dass der Pure Cool Link tatsächlich sehr geräuscharm arbeitet. Bis zur einer Lüftergeschwindigkeit von 5 (von 10) nimmt man den Dyson-Luftreiniger tagsüber nicht wahr – und eine höhere Stufe wird zumindest bei uns selten erreicht, außer man ist mit dem Staubsauger zugange.

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Dyson Link-App für mehr Komfort

Kommen wir zum eigentlichen Highlight von Dysons neuem Luftreiniger: der App-Steuerung. Bei der ersten Inbetriebnahme lädt man sich die Dyson Link-App auf’s Smartphone und verbindet den Dyson Pure Cool Link so in wenigen Schritten mit dem heimischen W-Lan-Netzwerk. Das war’s auch schon.

Ab sofort misst der Luftreiniger die Luftqualität permanent und zeichnet alles auf. Die Daten kann man über die App einsehen. Dort kann man dann auch Zeitpläne festlegen, nach denen der Pure Cool Link arbeiten soll, die Lüftergeschwindigkeit regulieren, zwischen „rotierend“ und „statisch“ wählen, oder den noch geräuschärmeren Nachtmodus aktivieren.

Und dann wäre da noch der Auto-Modus, in dem wir unseren Dyson-Luftreiniger betreiben. Integrierte Sensoren ermitteln – wie bereits oben erwähnt – die Luftqualität im Innenraum. Gibt man in der App darüber hinaus den Standort des Geräts frei, liefert ein externer Dienst zusätzlich Daten zur Außenluftqualität. Daraus errechnet der Dyson Pure Cool Link dann die optimale Reinigungsdauer beziehungsweise Lüftergeschwindigkeit und schaltet sich bei Bedarf ein (und natürlich auch wieder aus). Man muss sich somit um nichts kümmern.

Übrigens: der Dyson Pure Cool Link lässt sich natürlich auch über eine klassische Fernbedienung steuern, die ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist.

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Luftreiniger für höchste Ansprüche

Man muss sich nichts vormachen: bei Amazon liegen die meisten Luftreiniger irgendwo zwischen 50 und 200 Euro. Ob die etwas taugen oder nicht, sei mal dahingestellt. Dennoch macht das deutlich, dass der Dyson Pure Cool Link sich mit seinen knapp 600 Euro an eine ganz bestimmte Zielgruppe richtet: Menschen, die viel Wert auf Design, Leistung und zeitgemäße Funktionen legen, zugleich aber auch bereit sind, dafür Geld auszugeben.

Mit dem Dyson Pure Cool Link bekommt man einen innovativen Luftreiniger, der die Lebensqualität von Allergikern deutlich erhöht. Dank des eleganten, modernen Designs kann man das Gerät auch gut sichtbar im Wohnzimmer aufstellen. Im Gegensatz zu vielen anderen Produkten ist die Integration von W-Lan und App-Steuerung sinnvoll umgesetzt und bietet dem Nutzer einen echten Mehrwert. Ob einem das so viel Geld wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Veröffentlicht von

Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

17 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Dyson Pure Cool Link Luftreiniger – stohl.de

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  3. Hallo,
    was werden bei der Installation der App für Daten abgegriffen, ich habe gehört, das die App sehr viele unnötige Daten sammelt bzw. auf unnötige Daten auf dem Smartphone zugreifen möchte. Können Sie hierzu etwas schreiben?

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  5. Ich habe mir den auch zugelegt. Das Killer-Kriterium war für mich der geräuscharme Betrieb im Schlafzimmer. Durch den Nachtmodus hat man bloss einen kleinen, gedimmten Mond in der Anzeige, was den Schlaf überhaupt nicht stört. Ausserdem lasse ich den auf Stufe 1 im Sommer nachts laufen und man hört praktisch nix! Wirklich super. Auch noch ein Stück leiser als der AM06. Darum habe ich den gewählt.

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  7. Ich habe Probleme das Teil mit meinem w- Lan zu verbinden. Auch die mehr als inkompentente Hotline könnte nicht helfen. Hat jemand eine Idee?

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  10. Hallo liebes Stereopoly-Team,

    ich finde eure Website echt super gelungen. Die eigenen Bilder des Dyson Pure Cool Link Tests sowie auch die genauen Beschreibungen. Ihr habt mega viel Content und auch einen gewissen Trust. Ich vertraue euch echt und finde eure Seite ist absolut spitze!
    Danke für die hilfreichen Informationen, damit kann ich meine Seite dann auch ein bisschen noch aufpeppen 😉

    LG David

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  13. Das ist ja Alles schön und gut, aber was mir auffällt, unter den Leistungsdaten wird alles Mögliche angegeben aber die Verbrauchsdaten (Leistungsaufnahme, etc.) werden nirgendwo erwähnt. Selbst bei Dyson findet man hierzu keine Angaben, schade

  14. Pingback: Dyson stellt drei Produkte für 2019 vor | STEREOPOLY

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