Dyson v6 Total Clean im Test – Handlich & Leistungsfähig

Dyson sollte allen Menschen ein Begriff sein, die sich in der Vergangenheit mit der Auswahl des passenden Staubsaugers beschäftigt haben. Die Dinger gibt es in allen erdenklichen Größen und Formen und Hersteller findet man auch wie Sand am Meer. Dyson möchte in diesem Segment die Referenz sein, hat aber auch mit den deutschen Konkurrenten Siemens, Miele und Rowenta zu kämpfen, die natürlich auch in der Lage sind gescheite Staubsauger zu bauen. In einem Bereich ist der Hersteller aus dem Vereinigten Königreich aber nach wie vor ungeschlagen und zwar wenn es um beutelloses Staubsaugen geht. Heute möchte ich euch ein weiteres Mitglied aus dieser Familie vorstellen – den Dyson v6 Total Clean!

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Lieferumfang

Der Dyson v6 Total Clean kommt schon mit diversen Zubehör zu euch nach Hause. Zu dem Gerät selbst gehören zwei verschiedene Elektorbürsten: eine Version mit Softwalze für Böden jeglicher Art und eine Bürste speziell für Teppich. Weiterhin gehören ein Ladegerät, eine Wandhalter, eine Fugendüse und eine Kombi-Zubhördüse ebenfalls zum Lieferumfang. All das ist übersichtlich und in Einzelteile zerlegt im Karton platziert.

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Technische Daten

Der Dyson v6 Total Clean gehört zur neuen kabellosen Staubsaugergeneration und misst 25 x 121 x 21 Zentimeter. Das Gerät ist mit 2,7 Kilogramm noch im Rahmen des in der Hand verträglichen Gewichts und schafft bei maximaler Saugstufe eine Leistung von 100AW. Die Saugleistung auf der kleinsten Stufe beträgt mit 28AW gerade einmal ein Drittel des maximal Möglichen. In den Behälter des v6 Total Clean passen 0,4 Liter aufgenommener Staub und Dreck.

Inbetriebnahme des Dyson v6 Total Clean

Die Inbetriebnahme des Gerätes ist denkbar einfach und kann kaum falsch gemacht werden. Sobald ihr das Gerät ausgepackt habt, sollte es zuerst einmal an den Strom gehangen werden. Eine  blaue LED sagt euch, ob das Gerät geladen wird oder bereits voll ist. Sobald der Ladeprozess abgeschlossen ist, liegt es an euch wie ihr den Sauger verwenden wollt. Möchtet ihr normal den Boden absaugen, dann benötigt ihr das Verlängerungsrohr. Wollt ihr aber die Autositze von Staub, Krümeln etc. reinigen, dann empfiehlt sich eine Düse direkt am Gerät. Je nachdem welchen Anwendungsbereich ihr also gerade durchspielen wollt, müsst ihr den Staubsauger entsprechend ausstatten. Durch die Klicktechnik an den Einzelteilen erledigt sich ein Umstecken aber im Handumdrehen.

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Übrigens: Über die mitgelieferte Wandhalterung und das Einfädeln des Ladekabels in dieselbe, könnt ihr das Gerät ganz bequem an einem Platz eurer Wahl verstauen. Somit ist es immer griffbereit!

Meine Erfahrungen

Was soll dieser Winzling schon können? Diese Frage tauchte noch beim Auspacken des Dyson v6 Total Clean in meinem Kopf auf. Ich konnte es also nicht erwarten das Gerät auf Herz und Nieren zu testen. Der Test des Dyson DC52 ergab damals, dass es sich bei Dyson Geräten lohnt zwei Mal hinzuschauen und das entsprechende Gerät zu kaufen. Unser Haushalt besteht aus zwei Erwachsenen, einem zwei-jährigen Kind und zwei Stubentigern. Die Katzenbesitzer und Eltern von kleinen Kindern wissen, welcher Dreck da innerhalb von ein, zwei Tagen anfallen kann. Vor allem in den Bereichen, wo gegessen wird 🙂 Bevor man also zu dem großen, klobigen und für den kurzen Einsatz wirklich unhandlichen Staubsauger greift, sollte nun der kleine Akkusauger die Arbeit verrichten – mit überraschendem Ergebnis! Spoileralarm ^^

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Je nachdem für welchen Ort ihr euch beim Platzieren der Wandhalterung entschieden habt, ist der Sauger mehr oder weniger schnell einsatzbereit. Von der Wand nehmen und fertig. Schade ist übrigens, dass Dyson die Wandhalterung nicht direkt mit Ladekontakten ausgestattet hat. Man muss beim Installieren das Kabel durch die Halterung ziehen und dann so fixieren, dass der Total Clean beim Aufhängen anfängt zu Laden. Wäre schön gewesen, ist aber kein Kriterium, was den Sauger unhandlich macht oder das Laden behindern würde. Habt ihr das Teil nun aus der Halterung gelöst geht es auch schon los. Ihr habt die Möglichkeit zwei verschiedene Bürsten einzusetzen: die Bürste mit Softwalze oder die Bürste für Teppiche. Zuerst möchte ich mich über die Softwalze auslassen.

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Dabei handelt es sich um eine Walze, die mit weichen Nylonfasern ausgestattet ist. Dazwischen befinden sich aber auch zwei Reihen Carbonfasern. Was tut sie und wozu brauch man sie? In normaler Saugkopf würde nichts anderes tun als den Dreck vom Boden zu saugen. Wenn es sich aber um Material handelt, was leicht am Boden haftet, kann es dazu kommen, dass Staub liegen bleibt. Das kann euch mit dieser Walze nicht passieren, DENN: Die rotierende Bewegung der Walze sorgt dafür, dass der Dreck vom Boden abgehoben wird und direkt in den Sog bewegt wird. Die Carbonfasern sorgen mit ihrem höheren Widerstand dafür, dass auch gröberer Dreck kein Problem darstellt. Da die Fasern auch etwas länger sind, wird selbst sehr grober Schmutzt wie Trockenfutter für Katzen, größere Kiesel etc. locker aufgenommen. Ihr saugt also nicht nur, ihr wischt auch noch. Besonders auf Laminat oder anderen Hartböden ist das eine reine Freude. Egal um welchen losen Schmutz es sich handelt, der Total Clean nimmt ihn zuverlässig vom Boden und hinterlasst keine Rückstände. Aber auch auf Teppich könnt ihr diese Walze einsetzen. Sollte es sich aber um einen hochflorigen Teppich handeln empfiehlt sich die Teppichbürste.

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Diese kommt mit gröberen und längeren Carbonfasern um die Ecke und durchpflügt den Teppich sozusagen. Dadurch werden selbst lange und schwere Teppichfasern angehoben und der Dreck dazwischen wird entfernt. Eine feine Sache, denn auch das funktioniert tadellos und absolut zuverlässig. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass man im Prinzip zwei Modi zur Verfügung hat: die normale Saugstufe und einen Turbomodus für maximale Saugkraft. Die Lautstärke auf der normalen Stufe ist absolut erträglich und die Saugleistung ist ebenfalls ausreichend. In den seltensten Fällen habe ich während meines Ausprobierens den Max-Modus in Anspruch genommen und wenn, dann nur auf dem hochflorigen Teppich bei uns im Wohnzimmer. In der höchsten Stufe ist der v6 Total Clean auch entsprechend Laut, nimmt es aber auch mit sehr hartnäckigem Schmutz auf. Brauch man aber fast nie! Eine sehr feine Sache ist übrigens auch die Gelenkigkeit des Bürstenkopfes. Ich könnt die Bürste ohne komplizierte Handgriffe um scharfe Kurven bewegen oder auch im rechten Winkel an Kanten entlang saugen! Dadurch kommt man selbst in sehr verwinkelte Ecken ohne große Umwege. Beim Test ist mir aber leider ein klitzekleiner Kritikpunkt aufgefallen: Das Saugrohr ist mit einem matten roten Lack beschichtet. Leider verkratzt dieser sehr schnell, wenn man zum Beispiel kurz die Wand berührt. Das ist etwas unerfreulich, da die Kratzer auf dem dunklen Rot natürlich sehr gut zu sehen sind. Ich möchte es nur erwähnen, ist aber nicht weiter schlimm. Man will schließlich keinen Schönheitswettbewerb mit einem Staubsauger gewinnen.

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Kommen wir zur Akkuleistung. In den meisten Fällen habe ich den Dyson v6 Total Clean dazu benutzt so viel damit zu saugen wie geht, denn die Reinigungsleistung durch die Softwalze ist wirklich hervorragend. Da bei uns in der Wohnung hauptsächlich Laminat verlegt ist, ist das umso vorteilhafter. In den meisten Fällen bin ich immer zwischen 15 und 20 Minuten mit dem Gerät unterwegs gewesen. Dabei habe ich in den meisten Fällen für ca. ein bis zwei Minuten den Max-Modus benutzt. Je nachdem wie viel Fläche ihr in eurer Wohnung habt, kann man gut und gerne auch mal mehrere Zimmer oder die ganze Wohnung damit reinigen. Wenn man dagegen öfter die maximale Stufe benutzt, geht dem v6 Total Clean natürlich auch eher das Saft aus! Das Laden dauert dann bis zu drei Stunden. Es wäre wünschenswert, wenn Dyson hier in den nächsten Generationen entweder eine Art QuickCharge verbaut oder ein System mit Wechselakkus anbietet. Bei längerem Saugen damit, fällt dann auch das Gewicht etwas auf. Nach knapp 20 Minuten merkt der Unterarm dann doch, dass es sich nicht um ein 50g Gerät handelt. Der Anwendungskomfort ist jedoch sehr gut!

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In meinem Test des DC52 hatte ich das Entleeren des Staubbehälters bemängelt. Auch das ist hier sehr gut gelöst. Der kleine rote Knopf am Behälter wird betätigt und schon fällt der Dreck in den Mülleimer. Das Knäuel aus Tierhaaren sich dennoch festsetzen kann man leider nicht vermeiden. Diese lassen sich aufgrund des kleinen Behälters jedoch sehr gut entfernen!

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Fazit zum Dyson v6 Total Clean

Ich hoffe ich konnte euch in den eben gelesenen Zeilen einen guten Überblick über den Dyson v6 Total Clean geben! Ich war während des Tests mit dem kleinen Kerl rundum zufrieden. Bis auf ein paar kleiner Kritikpunkte oder Vorschläge wie dem wechselbaren Akku, den Ladekontakten in der Wandhalterung oder dem Lack des Saugrohrs gibt es nichts zu beanstanden. Gerade für kleinere Haushalte ist der v6 Total Clean eine echte Alternative zu einem großen klobigen Staubsauger, da er sehr wenig Platz weg nimmt, schnell einsatzbereit ist und in den 20 Minuten viel gesaugt werden kann. Gerade das neue Walzensystem sorgt für eine sehr gute Bodenreinigung und steht einem normalen Sauger in nichts nach. Von mir gibt es dafür eine klare Kaufempfehlung. Die mitgelieferten kleineren Düsen runden das Bild ab und decken so ziemlich jedes Szenario ab. Leider ist das Gerät mit aktuell 439€ Dyson-typisch nicht sehr billig. Man bekommt hier aber sehr viel für sein Geld und gerade im kabellosen Segment wird man hier kaum ebenbürtige Gegner finden!

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Vielen Dank für die Bereitstellung des Testgerätes!

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Folgt mir ^^

Olli

Ist beruflich im SAP Geschäft tätig, seit 2015 nach langer Pause aber wieder in der Blogosphäre unterwegs. Hat eine attestierte „Technik-Macke“ mit einer Vorliebe für Apple-Produkte.
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Ist beruflich im SAP Geschäft tätig, seit 2015 nach langer Pause aber wieder in der Blogosphäre unterwegs. Hat eine attestierte „Technik-Macke“ mit einer Vorliebe für Apple-Produkte.

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