E-Mail war gestern – Postbox ist heute

Eingangsbild E-Mail war gestern - Postbox ist heute Technologie Wer glaubt, die Ära der Desktop E-Mail-Anwendungen ist vorbei, der kennt Postbox noch nicht. Es basiert auf Thunderbird, beziehungsweise der Mozilla-Technologie. Diese Software geht aber einen deutlichen Schritt weiter. Denn Postbox bietet eine völlig neue Ordnerstruktur und die Möglichkeit direkt auf seinen Social-Network-Plattformen zu posten.

Es unterstützt also mit einem seiner Features das geheime Twitter-Suchtpotential. Doch dazu später mehr. Einmal entdeckt, installierte ich schnell die Postbox als Test auf meinem Rechner. Das geht wie bei fast jeder Software spielend leicht. Dann kam die Einrichtung des E-Mail-Accounts. Gleich zu Beginn erleichtert ein Startbildschirm mit der Übersicht einiger E-Mail-Anbieter das Anlegen des persönlichen Accounts. Wenn der eigene Anbieter fehlt, kann “Other Email Account” gewählt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit ein RSS und News Konto oder eine Newsgroup zu eröffnen. Wenn der eigene Anbieter dabei ist, passiert eigentlich alles wie von Zauberhand und man muss nur noch das Passwort eingeben. Wenn nicht, sollten zumindest alle Zugangsdaten zur Hand sein, wie Posteingangs- und Ausgangsserver. Was man auf keinen Fall machen sollte: Einen Anbieter anklicken, obwohl man sich nicht sicher ist, ob man dort einen Account hat. In dem Fall irrt man etwas verzweifelt durch das Menü. Unter > Tools > Account Settings können aber alle Einstellungen auch manuell durchgeführt werden. Geschafft!

Installation1 E-Mail war gestern - Postbox ist heute Technologie

Das E-Mail-Konto ist eingerichtet und es begrüßt einen die Oberfläche. Die besticht nicht gerade durch ein ungewöhnliches Design, eher im Gegenteil. Die Oberfläche ist schlicht und klar strukturiert gehalten. Genauso kennt man es von anderen E-Mail-Diensten. Bevor ich zum Highlight dieses E-Mail-Clienten komme, schiebe ich kurz noch ein paar Fakten dazwischen. Man kann mit der Postbox natürlich E-Mails schreiben, verschicken und empfangen. Vorgegeben sind ein paar Topics wie All, Important, Work, Home, Personal und Later. Unter diesen beliebig ergänzbaren Topics können die E-Mails gespeichert werden. Öffnen lassen sich mehrere E-Mails in einzelnen Tabs, sodass man schnell zwischen den E-Mails wechseln kann. Praktisch ist auch die Funktion, mit der man E-Mails einen “To-Do”-Button gibt. Einfach To-Do-Zeichen anklicken und die E-Mail ist markiert. Das erinnert daran, dass hier noch etwas zu erledigen ist. Die Funktion lässt sich durch einen schnellen Klick deaktivieren, was etwas nachteilig ist. Denn das passiert schnell aus versehen und weg ist die Erinnerung.

Zu_1-Kopie1 E-Mail war gestern - Postbox ist heute Technologie

Dann gibt es noch zwei Spezialitäten von dieser Desktop E-Mail Anwendung. Die erste Besonderheit besteht darin, dass die Suchfunktion sehr erweitert wurde. Man kann auch nach Bildern und Textinhalten in E-Mails suchen. Denn Postbox speichert die E-Mails nicht nur nach Datum und Titel, sondern indexiert die Mails nach dem gesamten Inhalten und ihren Anhängen. Die zweite Besonderheit zeigt sich in der Visitenkarte, die dem E-Mail-Kopf anhängt.  Das dortige Profil aktualisiert sich via Facebook oder Twitter – ganz im Sinne der Social-Network-Plattformen.

E-MailundTo-do E-Mail war gestern - Postbox ist heute Technologie

Ja, und bei den Social-Network-Plattformen wären wir auch bei dem eigentlichen Clou von diesem E-Mail-Client: Man kann Twitter-, Friendfeed-, oder Facebooknachrichten direkt über diese Oberfläche schicken. Dafür wählt man einfach in der Menüleiste das Megaphon aus und wählt danach entweder Facebook, Twitter oder Friendfeed. Es öffnet sich ein Fenster in dem direkt gepostet werden kann. Nach der Passwortabfrage geht die Nachricht beim jeweiligen Dienst online. Dieses Feature macht die Postbox zu etwas ganz Besonderem und hebt sie von anderen ab. Über dieses Menü kann man eben schnell seine Nachricht posten, ist immer auf dem aktuellsten Stand der Senderprofile und das sogar nebenbei auf der Arbeit.

Twitter-und-Co E-Mail war gestern - Postbox ist heute Technologie

Alle Features habe ich hier sicher nicht aufgezählt. Denn man kann natürlich auch Notizen machen, archivieren, Ansichten wechseln und so weiter.  Im Blog von Postbox erfahrt ihr auch eine Menge. Wer aber ein heimlicher Arbeitstwitterer ist, dem sei die Postbox dringend empfohlen.  Postbox kann für 30 Tage kostenlos für Windows oder Mac downgeloaded werden. Wenn man es dauerhaft nutzen möchte, dann fallen 39,95 Dollar an.  Das finde ich zum Social-Networken ganz schön teuer. Als letzten kleinen Tipp noch ein Link zu Caschy. Die erzählt wie man Postbox zu einer portablen Version umwandelt. So, nun wünsche ich euch viel Spaß beim Testen.

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12 Jahre zuvor

naja im prinzip ist es ja nur ne e-mail software 😉

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