Egardia Alarmanlage Testbericht

In den letzten Monaten hatte ich die Chance eine Alarmanlage aus dem Hause Egardia ausführlich zu testen. Der Schutz des Zuhauses wird ja immer wichtiger in der heutigen Zeit und speziell wenn man tagsüber auf Arbeit ist oder sich um Urlaub befindet, möchte wohl jeder, dass das Haus oder die Wohnung ein sicherer Ort ist. Egardia sorgt mit der Egardia Alarmanlage genau dafür. Sorgenfrei die eigenen Vier Wände verlassen können und sofort Bescheid bekommen, wenn sich jemand unberechtigt Zutritt verschafft.

Die Egardia Alarmanlage stellt dafür eine Alarmanlage mit Tür- und Fenstersensoren sowie Bewegungsmeldern und Kameras bereit und unterstützt mit einem Alarmservice, durch den der Kunde sofort via Anruf, SMS oder E-Mail informiert wird, wenn die Sensoren anschlagen. Aber der Reihe nach…

Lieferumfang

Mir wurde aus dem Hause Egardia ein umfangreiches Testpaket mit den wichtigsten Komponenten zusammengestellt. Es bestand aus der Egardia Alarmanlage mit der Zentrale, 2 Funkmeldern für Türen oder Fenster, einem Bewegungsmelder sowie einer Fernbedienung.

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Dazu gab es noch zwei zusätzliche Funkmelder und eine Fernbedienung für den Schlüsselbund um die Alarmanlage von außen aktivieren und deaktivieren zu können.IMG_20160211_130201-772x579 Egardia Alarmanlage Testbericht Featured Reviews Technology Testberichte IMG_20160211_130301-772x579 Egardia Alarmanlage Testbericht Featured Reviews Technology Testberichte IMG_20160211_130342-772x579 Egardia Alarmanlage Testbericht Featured Reviews Technology Testberichte

Alle Komponenten waren sorgsam verpackt und auch Batterien sowie Befestigungsmaterialien in Form von klebbarem Klettband oder Schrauben sind im Lieferumfang enthalten. Ich konnte also auspacken und los legen.

Installation und Einrichtung

Die Funkmelder habe ich nun wie in der Anleitung beschrieben an Fenstern und Türen angebracht und dabei die Variante mit klebbarem Klettband bevorzugt, weil ich ungern in meine Fenster und Türen bohren wollte. Das kann aber jeder für sich entscheiden. Angebracht waren die Komponenten sehr fix. An der Rückseite der Funkmelder musste nur ein dünnes Plastikplättchen heraus gezogen werden, schon waren die Batterien darin am Kontakt und damit aktiv.

Alles was es zu tun gab rund um Installation und Einrichtung war detailliert und gut in den beiliegenden Anleitungen beschrieben und ging fix von der Hand. Die Basisstation musste via Netzwerkkabel mit dem vorhandenen DSL- oder LTE-Router verbunden werden, damit die Verbindung zum Internet hergestellt wird. Zudem galt es noch die Egardia App aus dem Google Play Store herunterzuladen.

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Um die Egardia Alarmanlage zu aktivieren, ist es dann noch nötig, sich inklusive Angabe der Bankverbindung bei Egardia zu registrieren. Was es mit der Bankverbindung auf sich hat, dazu später mehr.

Installation und Einrichtung waren nach knapp 15 Minuten abgeschlossen. Das bekommen auch nicht so Technik-Affine ohne Probleme hin, denke ich. Ich kann also ein absolut positives Zwischenfazit hinsichtlich Aufbau und Aktivierung der Egardia Alarmanlage ziehen.

Bedienung der Egardia Alarmanlage im Alltag

Mit den von Egardia zur Verfügung gestellten Komponenten habe ich meine Haustür, die Nebeneingangstür sowie die Terrassentür und das Küchenfenster abgesichert. Der Bewegungsmelder überwacht den Flur, somit ist unbemerktes und unbefugtes Betreten meiner Vier-Wände nahezu unmöglich. Der Gedanke eine aktive Alarmanlage zu haben ist definitiv ein Gefühl von gesteigerter Sicherheit. Wenn tagsüber keiner im Haus ist und jemand einbricht, ist das zwar schlimm, aber noch verkraftbar. Schlimmer finde ich ein nächtliches Eindringen, während Eltern und Kinder im Obergeschoss schlafen. Dieses Szenario ist dank der Egardia Alarmanlage Geschichte, denn durch den Schrillen Signalton werden Einbrecher garantiert das Weite suchen.

Mit der Fernbedienung konnte mittels Eingabe eines eigens festgelegten Codes die Alarmanlage aktiviert und deaktiviert werden. Diese hatte ich auf meinem Nachttisch liegen und konnte die Egardia Alarmanlage so bequem vor dem Einschlafen aktivieren und morgens deaktivieren. Die Fernbedienung für den Schlüsselbund war sehr praktisch wenn ich das Haus verlassen habe, denn der Schlüsselbund ist in dem Fall ja quasi immer am Mann oder der Frau.

Die Reichweite der Fernbedienung erscheint auch ausreichend groß, denn egal wo ich auf meinem Grundstück unterwegs war, das System hat auf Aktivierung und Deaktivierung immer zuverlässig reagiert.

Die Meisten werden die Egardia Alarmanlage aber wohl mittels der Egardia-App auf dem Smartphone bedienen. Nach dem Anmelden an der App stehen folgende Menüpunkte zur Verfügung:

Der erste Menüpunkt nennt sich Alarm:

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Hier besteht die Möglichkeit die Egardia Alarmanlage an- und auszuschalten. Dazu werden im unteren Teil des Bildschirms auch die letzten Alarmmeldungen angezeigt.

Zweiter Menüpunkt ist Meldungen:

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Wie der Name schon vermuten lässt, listet die App dort alle Meldungen nach Datum und Uhrzeit sortiert auf. Was ich dort nicht gefunden habe, ist eine Möglichkeit, veraltete und nicht mehr notwendige Alarmmeldungen zu löschen, aber das ist für korrektes Logging eventuell auch ein gewünschtes Systemverhalten.

Der dritte Menüpunkt ist Kamera. In meinem Testpaket war leider keine Kamera dabei, daher spekuliere ich mal: Dort kann sich der Nutzer vermutlich die Aufnahmen einer an das System angeschlossenen Kamera anschauen.

Unter dem Menüpunkt Komfort fand ich einen Verweis auf einen „Pfiffigen Stecker“ inklusive einer Erklärung.

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Es geht dabei quasi um einen Funkstecker, der mit in das System eingebunden werden kann und womit beispielsweise Licht gesteuert wird, um bei Abwesenheit nach außen hin suggerieren zu können, dass jemand zu Hause ist. Laut Homepage von Egardia gibt es zudem noch Thermostate für die Heizung, die dann auch mit dem System via App gesteuert werden können. Außerdem noch smarte Rauchmelder, Kohlenmonoxidmelder, Wassermelder und Glasbruchmelder. In Summe alles was das smarte Herz begehrt und zur Sicherheit des Zuhauses beiträgt. Zugegebenermaßen finde ich die Bezeichnung „Komfort“ in Verbindung mit den weiteren Komponenten nicht besonders sprechend. Ich würde den Menüpunkt schlicht „Komponenten“ nennen. Aber das ist natürlich immer Geschmacks- und Betrachtungssache.

Der letzte verfügbare Menüpunkt ist Kontakte.

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Hier werden alle Kontakte hinterlegt, die benachrichtigt werden sollen, wenn die Egardia Alarmanlage anschlägt. Es ist also möglich mehr als den Anmeldenutzer über mögliche Einbrüche etc. informieren zu lassen.

Die App startet generell sehr fix auf meinem Sony Xperia Z3 Compact, da gibt es nichts zu meckern. Vom Design her könnte Sie für meinen Geschmack aber etwas moderner sein.

Egardia bietet mit der Alarmanlage einen Sicherheitsdienst an, der momentan 8,95 Euro im Monat kostet. Hierbei sind rund um die Uhr Funktionskontrollen, Anrufe, SMS und E-Mails im Alarmfall sowie die Nutzung der Egardia-App von jedem Punkt der Erde aus möglich (Internetempfang vorausgesetzt, versteht sich). Wem das nicht genügt, der kann für weitere 4 Euro monatlich den Videosicherheitsdienst mit Echtzeitbildern dazu buchen.

Der Videosicherheitsdienst macht es der Polizei bei der Fahndung sicher etwas einfacher, wenn die Tunichtgute live und in Farbe aufgenommen werden. Für mich aber weniger interessant, weil meine Nachbarn 20 Meter entfernt wohnen und schnell vor Ort sein können oder unsere Freunde und Helfer in Uniform herbeirufen können, falls es Auffälligkeiten gibt. Für ländlichere Regionen aber mit Sicherheit eine Empfehlung.

Es ist natürlich auch möglich, die Egardia Alarmanlage ohne monatliche Gebühr zu betreiben, dann allerdings nur durch Aktivieren und Deaktivieren mittels Fernbedienung. Der Alarm wird auch in diesem Zustand zuverlässig ausgelöst, aber Smarthome-Komponenten und Überwachung per App sind nicht verfügbar. Details dazu findet ihr unter https://www.egardia.com/de/sicherheitsdienst

Ich habe natürlich ausführlich getestet, ob der Alarm auch immer wie erwartet auslöst und ich entsprechend zeitnah eine Rückmeldung vom System bekomme und kann sagen, dass ich sehr erstaunt war über die extrem schnelle Reaktion des Systems. Nur wenige Sekunden nach Öffnen einer Tür oder Öffnen eines Fensters ohne Abschaltung der Anlage, bekam ich einen Anruf von Egardia auf der in der App hinterlegten Telefonnummer. Ich musste dann immer zurück melden, dass es kein Einbruch war, erst dann gab das System Ruhe. Diese Funktion fand ich auch sehr sinnvoll, denn in der heutigen Zeit drückt man am Telefon ja manchmal schnell einen Anruf o.ä. weg, weil man anderweitig beschäftigt ist. Ein unerlaubtes Eindringen „übersieht“ man dank dieser also Funktion eher nicht.

Die Sirene in der Zentrale ist ausreichend laut um Einbrecher zum Umkehren zu bewegen oder die Aufmerksamkeit der Nachbarschaft auf sich zu ziehen. Ich denke die Bösewichte nehmen da fix die Beine in die Hand. Ich selbst habe das ein oder andere Mal stramm gestanden, als ich nach der Arbeit heim kam und vergessen hatte, das System zu deaktivieren. Definitiv ein guter Schreckmoment.

Fazit zur Egardia Alarmanlage

Wo viel Licht ist, ist auch ein klein Wenig Schatten. Ein paar kleine Potentiale habe ich natürlich auch entdeckt, wo Egardia meiner Meinung nach noch nachbessern könnte:

Was mir definitiv fehlt ist ein Widget. Klar startet die App relativ schnell, aber ein Widget, wo nur die Funktionalitäten „An“ und „Aus“ zur Verfügung stünden, würde die Bedienung noch schneller machen im Alltag.

Praktisch wäre auch eine Übersicht in der App, die mir sagt, dass alle Kontakte und Komponenten funktionsbereit sind und keine Probleme machen. Momentan muss man sich eher darauf verlassen, dass das so ist, aber es wäre schon nützlich, wenn der Nutzer sich davon auch selbst überzeugen könnte.

Bei Nutzung der App fiel mir zudem auf, dass diese nicht mit dem „Zurück-Pfeil“, also der vom Smartphone vorgegebenen Taste links unten umgehen kann. Normalerweise würde man erwarten zum vorherigen Menüpunkt zurück zu springen, jedoch fliegt man quasi aus der App raus zurück auf den Anmeldebildschirm.

Letzter Punkt, den ich aber eher durch Zufall festgestellt habe: Die App wird nicht richtig dargestellt, wenn man das Telefon quer hält.

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Die ersten beiden Punkte sind natürlich „nice to have“, aber sicher mal ein Gedanke, um das Produkt noch weiter zu verfeinern. Die letzten beiden Punkte hingegen sind in meinen Augen kleine Software-Verbesserungen, die Egardia vermutlich auch recht unkompliziert umsetzen könnte.

In Erinnerung bleiben mir aber ganz klar die positiven Eindrücke rund um schnelle und einfache Installation sowie den zuverlässigen Dienst, den die Egardia Alarmanlage im Alltag verrichtet. Jeglicher Testalarm wurde zuverlässig ausgelöst, was ein gutes Gefühl der Sicherheit hinterlässt. In Summe ein gutes Sicherheitssystem, welches mit 294,90 Euro für das Starterset schon einige Wünsche rund um die Sicherheit erfüllt, vor allem auch wenn man bedenkt, dass professionelle Alarmsysteme bekanntlich bedeutend teurer sind.

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Ich danke in diesem Zusammenhang Egardia für das umfangreiche Testpaket, welches ich in Ruhe und ausführlich konnte. Bei Fragen rund um die Egardia Alarmanlage, einfach einen Kommentar hinterlassen. Ich antworte dann umgehend.

via: Egardia

 

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