Ein erster Eindruck vom LG Q6

Wir durften heute direkt nach der Bekanntgabe, das noch kommende LG Q6 mit FullVision-Display in die Hand nehmen. Hier ein erster Eindruck vom Gerät.

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Olli hat euch ja die Pressemitteilung mit den Spezifikationen und der Auffächerung in drei Modellvarianten bereits ins Postfach gelegt, daher werde ich hier nur auf ein paar spezifische Geschichten eingehen. Hier erstmal das Designvideo:

Kommen wir also zum naheliegenden Aspekt – dem FullVision-Display. Das FullVision-Display ist beim LG Q6 5,5 Zoll in der Diagonale und durch den minimalen Rand drumherum in einem Gehäuse, das bisher eher typisch für ein 5-Zoll-Smartphone war. Das Display selbst kommt erstmals mit FullHD+ Auflösung (2160 x 1080, 442 ppi, 18:9). Das sind 240 Pixel mehr in der Vertikalen, als bei FullHD. Dieses IPS LCD wird, wie beim LG G6, von Gorilla Glass 3 geschützt.

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Das LG Q6 ist auf der Front ebenso flach gebaut wie das LG G6. Das Display überzeugt und sieht sogar bei sonnigem Berliner Wetter (ja, das hatten wir heute zeitweise) noch gut aus. Es ist nicht dennoch nicht so leuchtstark wie kostspieligere Geräte. Im Vergleich zum LG G6 mit 80% Body-to-Screen-Verhältnis nimmt das Display beim LG Q6 77% der Fläche ein und es ist minimal kleiner (5,5, statt 5,7 Zoll). Die Auflösung ist natürlich geringer und HDR wird nicht unterstützt.

Verzichten muss man beim LG Q6 auch auf eine Dualkamera und einen Fingerabdrucksensor, dafür soll der Preis auch deutlich unter dem LG G6 liegen, aber leider konnte der uns noch nicht mitgeteilt werden. Der Preis hängt sicher auch davon ab, welche Geschmacksrichtung des LG Q6  am Ende (im August) nach Deutschland kommt und von den Händlern angefragt wird. LG hat kein eigenes Onlinegeschäft, wie z.B. Honor und ist daher in gewisser Weise auf die Rückmeldung der Vertriebspartner angewiesen. Ähnlich sieht es mit den Farben aus. Wenn wir uns hier mal wieder aufregen, dass die eine oder andere Farbvariante nicht offiziell am deutschen Markt zu haben ist, liegt das aller Wahrscheinlichkeit nach eher an den konservativen Vorstellungen der großen Retailer, als an LG selbst. Vorgaben aus Südkorea gibt es natürlich auch noch.

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Die Rückseite des LG Q6 besteht aus Kunststoff und nicht aus Gorilla Glass 5, trotzdem erlangt das LG Q6 immerhin die IP52-Zertifizierung und überlebt auch die Tests für Militärstandards wie das LG G6. Es fühlt sich, dank der Abrundungen zu den Kanten trotzdem gut an. Mir gefiel insbesondere die grau-blaue Farbgebung „Ice Platinum“, die es auch beim LG G6 gibt. Weiterhin wird es eine schwarze und eine goldene Variante geben. Die Kamera steht nicht ab und hat 13 Megapixel mit einer okayen, aber nicht megatollen, Blendenöffnung von f/2.2. Wie Fotos von dem Smartphone am Ende aussehen, müssen wir in einem ordentlichen Test nachreichen.

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Das herausgestellte Feature für die Zielgruppe (junge Leute) ist die Frontkamera mit ihrem 100° Weitwinkelobjektiv. Das ist jetzt auch keine neue Erfindung, aber ein nettes Feature um ohne Selfiestick einfach mehr aufs Bild zu bekommen. Vom 18:9-Bildschirm profitieren beide Kameras, denn die App ist im Grunde vom LG G6 herübergekommen und eignet sich insbesondere für quadratische Fotografie. Während man in der oberen Hälfte das Livebild im „Sucher“ hat, sieht man darunter das zuletzt Geschossene.

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Der Rahmen ist sogar stabiler als beim LG G6, denn es kommt hier eine sog. 7000er Aluminiumlegierung (vs. 6000er beim G6) zum Einsatz. Das Gerät ist ausschließlich als Single-SIM-Smartphone geplant und auf dem breiten Kartenträger hat noch eine microSD Platz, mit der man den Speicher um maximal 2 TB (zumindest theoretisch, da solche Karten noch nicht existieren) erweitern kann. Beim Lade- und Datenanschluss muss man, wie bei allen Unter-Top-Kategorie-Geräten, zum althergebrachten Mikro-USB-Kabel greifen und eine Schnellladetechnik ist scheinbar auch nicht an Bord.

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Beim Funk hat es Bluetooth 4.2 und NFC für die nahen Geschichten, 4G LTE Cat.6 beim Mobilfunk, aber leider nur WLAN 802.11b/g/n, was also bedeutet, es kann ausschließlich das ältere 2,4-GHz-Band-WLAN. Das seit Ende 2016 von Qualcomm erhältliche System on a Chip (SoC) – der Snapdragon 435 (MSM8940) – beherbergt einen Achtkern-Prozessor mit 1,4 GHz und kann theoretisch QuickCharge 3.0, wenn der Hersteller (in diesem Fall LG) die entsprechenden Akkus verbaut. Die Leistung des LG Q6 ist also wohl vergleichbar mit der vom Lenovo K6 oder Moto G5, in denen ein Snapdragon 430 mit gleicher CPU steckt. Der Akku mit seinen 3.000 mAh sollte bei der Größe und den Hardwarekomponenten über den Tag halten.

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Das Problem was hier jetzt für LG entsteht, ist dass sowohl das Lenovo K6, als auch das Moto G5 (UVP 191 Euro) inzwischen um die 180 Euro zu haben sind und ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit dem LG Q6 um die 200 Euro UVP ansetzen wird. Die Vorgenannten haben sicherlich nicht diesen tollen Bildschirm, weniger Speicher und evtl. ist auch das LG-Kamerasystem besser, aber sie haben beide einen Fingerabdrucksensor und sind Dual-SIM-fähig. Ich werde erstaunt sein, wenn es am Ende 249 Euro sind, rechne aber eher mit 299 Euro. Will LG jedoch ernsthaft mehr als 300 Euro für das noch unveröffentlichte Smartphone – egal wie Premium der Anstrich ist – wird es schwierig. Zumal dann auch von oben das derzeitige Flaggschiff LG G6 langsam heruntergesegelt kommt. Während die Ketten wie MediaMarkt noch an 549 Euro für das Smartphone festhalten, gibt es das bei Amazon nämlich schon für unter 440 Euro.

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Wer sein Smartphone gerne mit einer Hand bedienen möchte, aber trotzdem einen möglichst großen Bildschirm wünscht, der kann sich ja dann spätestens zur IFA 2017 das LG Q6 mal ansehen. Es fühlt sich wirklich gut in der Hand an und hat definitiv eine 1A Verarbeitungsqualität, die ich z.B. beim Lenovo K6 vermisst habe. Da wackelt keine Taste, da gibt es keinen unansehnlichen Spalt an einer Naht. Es wird auch wieder eine Trucktour für das LG Q6 geben, damit es möglichst viele potentielle Kunden in die Hand nehmen können.

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weiterführender Link: LG-Produktseite

Folgt mir 🙂

Michael S.

Bloggt über Technik und kritisiert andernorts Filme. Versucht das Wesentliche vom Unsinn zu trennen und ist passionierter Burgerfotograf.
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