Facebook-CEO Zuckerberg rät sensible Daten auf privat zu stellen

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Der erst 26-Jährige Facebook-CEO Mark Zuckerberg kam gestern auf einer Konferenz mit All Things D ziemlich ins Schwitzen. Neben einem Facebook-Kaputzenpulli bekam man einen Facebook-Chef zu sehen, der den Fragen immer wieder auswich.

Schweiß tropfte von seinem Gesicht, als es darum ging, die heftigen Reaktion der Netz-und Medienwelt auf die jüngsten Veränderungen bei den Einstellungen zur Privatsphäre bei dem beliebtesten sozialen Netzwerk zu kommentieren. Zudem wich er den Fragen danach aus, wie sehr ihn der ganze Rummel persönlich berührt habe. Eine Entschuldigung war ihm aber auch zu entlocken. So habe er mit 18, 19 Jahren viele dumme Dinge getan, die ihm mittlerweile wirklich leid tun. “Eine Menge Zeug ist auf dem Weg dorthin passiert” war dahingegen seine Antwort auf Facebooks Geschichte, die in einem Wohnheim an der Harvard University seinen Anfang nahm und jetzt in Silicon Valley spielt und 500 Millionen Nutzern betrifft.

Das Interview war also mit jeder Menge Ironie angereichert. Für den CEO einer Online-Plattform, die ihre Nutzer dazu animiert, persönliche Informationen möglichst bereitwillig mit jedermann zu teilen, sieht Zuckerberg das für seine Person ganz anders. Er verspürte nämlich offensichtlich keine große Lust persönliches vor einigen der großen Machern aus der Technik-Industrie auszubreiten. Zudem wirkt er unangenehm davon berührt, wenn man ihn an die weniger schöne Momente aus seiner Facebook-Vergangenheit erinnerte.

Der junge Facebook Chef konnte sich aber der Sympathien sicher sein, als er von zwei erfahrene Journalisten befragt wurde. Dies war aber wohl er seinem jugendlichen und schüchternem Auftreten geschuldet. Seine zumeist ausweichende Antworten bezüglich der Privatsphäre und des Umsatz-Modells bei Facebook waren hingegen irritierend. Von der Idee, die Grundeinstellung bei Facebook auf privat zu stellen, schien er zudem auch nicht angetan. Er geht darüber hinaus davon aus, dass die aktuelle Datenschutzdebatte mit den neuen Änderungen bald enden und in Vergessenheit geraten wird. Bei Facebooks Datenschutzpolitik sei es zu Missverständnissen gekommen. Dann wird Zuckerberg auch mal konkret indem er rät, das “sensible Zeug nur mit seinen wirklichen Freunden” zu teilen.

Demnächst kommt ein Buch mit dem Titel „The Facebook-Effect” auf dem Markt, das viele Märchen von den frühen Tagen der Plattform behandeln wird. Unabhängig davon ist ein wenig schmeichelhafter Film in Produktion. Ich bin gespannt. Es wird jedenfalls auch in Zukunft einiges von Facebook zu berichten geben…

via: marketwatch.com, Video: AllThingsD; Bild: flickr/Franco Bouly

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YuccaTree Post + » Kann Zuckerberg morgen das angeschlagene Facebook-Image retten?
11 Jahre zuvor

[…] Jahr konnte man nämlich beobachten wie Zuckerberg auf der D8 Konferenz unter den Fragen mächtig ins Schwitzen geriet. Wenn sich Zuckerberg daher zu einem exklusiven, nationalen TV-Interview bereit erklärt, kann man […]

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