Facebook Places: Startschuss für ortsbasierten Dienst

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Die Spatzen zwitscherten es schon seit längerem von den Dächern: Facebook steigt in das Geschäft mit den ortsbasierten Diensten ein. Gestern fiel nun der Startschuss für Facebook Places in den USA. Es ist in der neuen Version der iPhone App enthalten und steht unter touch.facebook.com zur Verfügung.

Zunächst wird Places in den kommenden Tagen nach und nach in den USA verfügbar sein. In der deutschen Version nennt es sich „Orte“, ist aber noch nicht freigeschaltet. Kurz gesagt funktioniert es so: Nach dem Aufruf von Places klickt man einen Check In-Button an. Aus einer Liste von Orten in der Nähe wählt man denjenigen aus, wo man sich gerade befindet. Ist der Ort noch nicht vorhanden, legt man ihn selbst an.

Der Check-In wird als News an die Freunde geschickt. Anschließend zeigt Facebook an, wer sich gerade an dem Ort aufhält, wer in der Vergangenheit bereits dort war, und wo sich die Freunde gerade befinden. Außerdem kann man Freunde, die mit einem unterwegs sind, taggen und ebenfalls an diesem Ort einchecken. Das Taggen funktioniert ganz ähnlich wie bei Fotos, und genauso kann beziehungsweise muss man ungewollte Tags selbst wieder entfernen.

So ein Dienst berührt natürlich das Thema Privatsphäre und Datenschutz, das Facebook in den letzten Monaten viel negative Presse eingebracht hat. Deshalb betont Facebook in seinem Blog, dass jeder Places-Nutzer selbst entscheide, ob nur Freunde oder alle Nutzer sehen, wo er sich aufhält. Auch das Einchecken von Freunden kann man abschalten. Allerdings scheint eine andere Funktion standardmäßig aktiviert zu sein. Wenn jemand seine Daten an Dritte weiterleitet, die sie nutzen, kann er standardmäßig auch die Check-Ins seiner Freunde weitergeben. Es sei denn, diese schalten die Option explizit aus. Ziel von Facebook ist selbstverständlich auch, mit Places eine weitere Plattform für lukrative Werbung zu schaffen, indem beispielsweise Geschäfte oder Restaurants in Places vertreten sind.

Nun gibt es mit Gowalla, Foursquare, Yelp und Co. bereits mehrere ortsbasierte Dienste. Wie geht Facebook mit dieser Konkurrenz um? Man übernimmt viele Elemente und arbeitet dann einfach mit ihr zusammen. Nutzer können ihre Check-Ins anderer Dienste über Facebook Places mitteilen, wodurch die anderen Dienste mit der Zeit überflüssig werden könnten. Gowalla setzt dennoch auf Zusammenarbeit statt Konkurrenzkampf, wie Mitgründer Scott Raymond gegenüber VentureBeat erläutert:

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=M_wFHPmWLYE[/youtube]

[via: thenextweb und techcrunch; Bilder: techcrunch]

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[…] geht es durch allerlei Blogs (zum Beispiel 1 & 2) und Newsportalen (zum Beispiel 1 & 2) umher. Google… Oh ich meine dies mal natürlich […]

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