Firmen prüfen Bewerber im Internet

Partybild Firmen prüfen Bewerber im Internet Web

Es ist sicher nicht neu, dass Firmen sich die Bewerber erst einmal im Internet genauer anschauen. Neu ist jetzt eine Studie, die genau dies herausgefunden hat. Medien warnen vor einer zu freizügigen Präsentation im Internet.

In den Nachrichten wurde es groß breitgetreten: Unternehmen prüfen Bewerber in eingängigen Internetportalen und laden sie gegebenenfalls gar nicht erst zum Vorstellungsgespräch ein. Der Anlass dieser Meldung war das Ergebnis einer Studie, die das Dimap-Institut im Auftrag der Bundesregierung durchgeführt hat. Die hat ergeben, dass immerhin 28% der Unternehmen die Bewerber im Internet prüfen und das letzte Partyfoto auf Studi-VZ zum Verhängnis werden kann. Es wurde eindrücklich darauf hingewiesen, dass Behörden ihre Bewerber nicht über das Internet prüfen. In den Nachrichten wurde auch eine Angestellte einer Zeitarbeitsfirma befragt, ob eine solche Prüfung ein gängiges Verfahren wäre. Sie stritt es für ihr Unternehmen ab, meinte aber, sie hätte von so einer Vorgehensweise gehört.  Dann wurden auch noch angehende Bewerber auf der Straße befragt, die allesamt abstritten, dass sie Bilder oder Kommentare ins Netz stellen. Komisch: Wenn Unternehmen nicht prüfen und Bewerber nicht einstellen, dann frage ich mich, für wen diese Studie war? Es scheint eine Hinter-Verschlossenen-Türen-Taktik zu sein. Wir geben euch trotzdem hier ein paar Ratschläge, was ihr nicht machen solltet.

5 Dinge, die man über Bewerber NICHT finden sollte:

  1. Ein Bild vom letzten Vollrausch
  2. SEHR freizügige Bilder
  3. Ein negativen Kommentar über die Firma, bei der man sich bewirbt
  4. “Ablästern” über vorangegangene Arbeitgeber
  5. Informationen über die derzeitige Jobsituation

Das sind alles mehr Informationen, als ein zukünftiger Arbeitgeber verkraftet. Dagegen gibt es auch Dinge, die ein Arbeitgeber gerne sieht.

5 Dinge, die man gerne über Bewerber im Internet findet:

  1. Soziales und freiwilliges Engagement
  2. Zugehörigkeit zu einem Verein
  3. Sportliche Betätigung
  4. Gepflegtes Xing-Profil
  5. Beruflich gute  Referenzen

Mich verwundert, dass die Bundesregierung für diese Tatsache erst einmal eine Studie braucht, die viel Geld kostet.  Es liegt doch auf der Hand, was passiert, wenn eine Bewerbung für beispielsweise eine gehobene Position bei einem Unternehmen eingeht: Es wird im Internet nach dem Bewerber geschaut. Tja, und der angehende Bewerber sollte wohl überlegt mit seinen Daten umgehen. Mich würde ja mal interessieren, wie ihr mit euren Daten umgeht.

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13 Jahre zuvor

Hatte gestern ein Gespräch mit einem Personaler, der meinte, es soll zZ ein Gesetz auf den Weg gebracht werden, dass die Personaler solche Informationen nicht mehr heranziehen dürfen. Naja, mal abwarten.

13 Jahre zuvor

Na, ja, “dürfen”, sie werden es dennoch tun, und wenn sie etwas finden, gibt’s halt eine Absage alla “Wir haben uns leider für einen anderen Bewerber entschieden…blabla”.

IMHO ist jeder selber schuld, der sich unter realem Namen bei z.B. Facebook anmeldet und dann zu doof ist, einzugrenzen, wer präkere Bilder oder sonstige Informationen die nur Freunden zugänglich sein sollten, sehen darf, und wer nicht. Mit ein bisschen gesundem Menschenverstand… na, ja, eh schon wissen 😉

13 Jahre zuvor

Würde ich empfehlen; vor allem bei Facebook; dadurch, daß Facebook solch Massenmedium geworden ist und sowohl einfach als auch schnell und zudem über unzählige verschiedene Wege Nachrichten, Bilder, Töne und Videos eingestellt werden können, ist hier das “Gefahrenpotential” 😉 am größten.

Außerdem ist m.a. gerade bei Facebook das konfigurieren der privacy-settings besonders kompliziert und setzt fast voraus, daß man sich die Mühe macht, Benutzergruppen anzulegen.

13 Jahre zuvor

Also meine Meinung dazu nochmal: Wenn ich bei einem Unternehmen nicht genommen werde, weil ich auf irgendwelchen Fotos mitm Bier abgebildet bin, dann kann ich dieses Unternehmen getrost in der Pfeife rauchen -> Für die will ich gar nicht arbeiten!

Sofern man nicht in einem super seriös/spießigen Job arbeitet, sollte das doch alles halb so wild sein. Ich hab meine Profile vor Bewerbungen bisher zmd nicht gepimped und werde das wohl in Zukunft so handhaben 🙂

[…] Profile nicht auf privat gestellt werden. Wir haben bereits berichtet, dass nicht nur potentielle Arbeitgeber vermehrt nach Daten im Netz Ausschau […]

[…] kann wird klar, wenn man bedenkt, dass immer mehr Personalabteilungen aktiv nach Inhalten von sozialen Plattformen der Bewerber Ausschau halten. Zudem verpasst es einem ohnehin ein komisches Gefühl, wenn jedermann Zugang […]

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