Google Android: Fragmentierung soweit das Auge reicht [Statistik]

Android-Fragmentierung Google Android: Fragmentierung soweit das Auge reicht [Statistik] Technologie
Wenn es um das Thema Android-Fragmentierung geht, dann wird eigentlich nie so richtig klar, wer das Problem hat: Google? Das Betriebssystem selbst? Die Hersteller? Die Kunden? Wie auch immer man sich entscheidet, Letztere sind definitiv die Leidtragenden. Google Android ist ein offenes Betriebssystem und es gibt eine schier nicht enden wollende Auswahl unterschiedlicher Smartphones – angefangen beim Einsteigermodell für unter 100 €, bis hin zu High-End-Smartphones wie dem Samsung Galaxy Note II für runde 600 €. Einerseits ist das toll, denn im Gegensatz zu Apples iOS bietet Googles Android den Kunden eine Art Wahlfreiheit bezüglich der Hardware. Andererseits führt eben genau das zu dem Problem, das vielen unter dem Begriff Fragmentierung bekannt ist.

Wir brauchen uns nichts vormachen: auch wenn inzwischen rund 120 Millionen Android-Smartphones mit Ice Cream Sandwich und Jelly Bean da draußen unterwegs sind, so befinden sich trotzdem noch weitere 360 Millionen Android-Smartphones auf dem Markt, die den Sprung zu Android 4.x nicht geschafft haben und irgendwo zwischen “Cupcake” und “Gingerbread” herumdümpeln.

Auch die Kunden brauchen sich nichts vormachen: die meisten der Smartphones, die bislang noch kein Update auf Ice Cream Sandwich erhalten haben, werden dies auch nicht mehr bekommen. Besonders ärgerlich ist das dann, wenn Smartphones betroffen sind, die noch im Jahr 2011 als High-End-Geräte beworben wurden. Das Argument, dass die Hardware-Anforderungen der neueren Android-Versionen zu hoch geworden sind, ist oftmals nur ein von den Herstellern vorgeschobener Grund, um kein Update mehr liefern zu müssen – ihr wisst ja: Kosten sparen und so. Andere Hersteller machen es sich noch einfacher und geben erst gar keine Gründe an. Ist halt einfach so. Kunden, die in einem Zweijahresvertrag festsitzen, machen ihrem Ärger tagtäglich auf den Facebook-Fanpages der Hersteller Luft. Zu recht und dennoch ohne Aussicht auf Erfolg.

Großspurig wurde noch im vergangenen Jahr eine Update-Alliance angekündigt, die eine Up-to-Date-Garantie in Aussicht stellte. Pustekuchen – auch wenn manch ein verärgerter Android-Nutzer daraus gerne einen rechtlichen Update-Anspruch ablesen möchte. Der Phrase “Google verpflichtet die Hersteller zu Updates” begegnet man häufiger in Diskussionen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

– Quelle: iPhoneBlog

Veröffentlicht von

Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

0 0 votes
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
3 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
twitter_AnanasGrisu(@twitter_ananasgrisu)
9 Jahre zuvor

Das ist für mich auch der größte Nachteil an Android: Bei vielen Smartphones, die mittlerweile nicht viel günstiger sind als das iPhone 16GB, hat man höchstens Aussicht auf ein Android major-Update. Und das ist wirklich ärgerlich, denn obwohl viele Android-Geräte eben wegen ihrer Leistungseigenschaften (Quad-Core-Prozessor etc.) gekauft werden, unter dem Aspekt, auch weit in der Zukunft noch ausreichende Hardware zu haben, wird dieser “vermeintliche” Vorteil dadurch zerstört, dass das 600€-Flaggschiff zwar vom Prozessor her 6 Jahre Marktpräsent sein könnte, allerdings vom Hersteller nur höchstens 1 Jahr lang mit Updates versorgt wird. Und das ist einfach Banal, wenn man sich das recht überlegt, so bringt die neue Hardware nur schrumpfende Akkulaufzeiten und teurere Preise, denn wenn Quad-Core-Prozessoren wirklich erforderlich sein werden, ist die Software auf dem Gerät schon zu alt als dass diese Apps, oder diese neuen Systemfunktionen, die Quad-Core erfordern würden, auf dem Handy laufen würden. Man investiert also sinnloserweise in den Quad-Core-Prozessor (boah das Galaxy S3 is viel besser als das iPhone 5 weil das hat Quad-Core und das iPhone nicht), (ich verwende hier bewusst eine Jugendsprache, weil mir vorwiegend Jugendliche mit dieser Meinung begegnen), ohne da wirklich drüber nachzudenken, was man davon überhaupt hat.

twitter_AnanasGrisu(@twitter_ananasgrisu)
9 Jahre zuvor

Denn vielmehr kostet das iPhone wirklich nicht mehr, dafür hat man dann den Vorteil, dass die Geräte mindestens 4 Jahre lang von Apple versorgt werden, das 3.5-Jahre-alte iPhone 3GS hat zum Beispiel erst vor zwei Wochen das iOS-6-Update erhalten, außerdem verballert das iPhone seine Akkulaufzeit auch nicht mit unnötigen Prozessorkernen, sondern mit effizienteren und nahezu Leistungsgleichen Dual-Core-Prozessoren. Aber bei Android sind Quad-Core-Prozessoren wahrscheinlich noch eher erforderlich, denn schließlich muss zum Beispiel unter Android-OS jede App, die Benachrichtigungen anzeigen will, auch dauerhaft geöffnet sein. Schließe ich zum Beispiel WhatsApp, so erhalte ich unter Android keine Benachrichtigungen mehr – bei iOS habe ich auch dank des einheitlichen Benachrichtigungssystems die Möglichkeit, die App zu schließen (und damit Leistung und Strom zu sparen), aber trotzdem auf dem laufenden zu Bleiben. Klar geht das über Apple’s Server, aber ich will lieber Apple meine Push-Notifications anvertrauen, und daraus echte Vorteile ziehen, als Google sinnlos meine Mails mitlesen zu lassen (zum Beispiel). Klar ist Android ein offeneres System, was ich auch als Vorteil anerkenne, nur reicht das für mich nicht aus, zum Beispiel die Instabilität in Teilen des Systems, oder die unnormal riesige Handygröße (irgendwo muss der Akku für den natürlich 100%ig erforderlichen Quad-Core-Prozessor schließlich hin) in Kauf zu nehmen. Oder dass ich nur per Kreditkarte Apps kaufen kann. Oder oder oder. Und ja, das iPhone 5 ist jetzt auch größer geworden, aber da weiß ich auch nicht recht, was ich davon halten soll, außerdem ist es noch lange nicht so groß wie der Android-Durchschnitt (unter den Flaggschiffen), sodass ich das beim iPhone noch eher billigen kann.

twitter_AnanasGrisu(@twitter_ananasgrisu)
9 Jahre zuvor

Nur was ich eigentlich sagen wollte, ist halt, dass iPhone-Hater, sobald es bei Apple irgendwas zu meckern gibt, immer schnell ihre Problemchen vergessen, Hauptsache man kann meckern, dass das iPhone 5 zum Beispiel viel zu groß wäre zum telefonieren (Android ist größer, aber egal), das iPhone 5 wäre viel zu teuer (naja, 70€ mehr als aktuelle Android-Flaggschiffe) und generell habe das iPhone null Vorteile, alle Leute wären nur verblödet und würden Apple nur wegen der Marke, dem Apfel kaufen, nur um anzugeben. Und das finde ich immer ätzend, Android-Nutzer haten in der Mehrzahl leider gerne iPhones, ohne sich irgendwie mit iOS auszukennen oder generell ihre Kritikpunkte zu begründen. Und das ist einfach nur scheiße, und ich hoffe, irgendwann bleibt sowas mal aus… (Keine Ahnung wie ich jetzt auf dieses Thema gekommen bin, aber egal).

3
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x