Google Earth erwacht zum Leben

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Einsame Straßen, verlassene Parks und menschenleere Plätze gehören bei Google Earth vielleicht bald der Vergangenheit an. Denn jetzt sollen Bilder von Überwachungskameras mit eingebunden werden und schon kommt in Google Earth ein bisschen mehr Bewegung als mit den 3D-Gebäuden

Das Georgia Institute of Technology in Atlanta arbeitet daran, Bilder von Überwachungskameras in Google Earth mit einzupflegen. Es gibt mehr Bilder von uns, als uns lieb ist. Denn Überwachungskameras sind an vielen Ecken, ohne das wir sie wahrnehmen. Diese Bilder übernimmt Google Earth allerdings nicht eins zu eins. Um die Identität der Menschen zu wahren, werden diese verfälscht, indem man sie eingraut. Dies ist im Video unten gut zu sehen. Damit erfasst Google Earth hauptsächlich die Bewegung. Was Datenschützer dazu sagen, weiß ich aber dennoch nicht.

Doch es kommt noch mehr. In Gegenden, wo es keine Kamera gibt, können Bilder simuliert werden. Beispielsweise bindet man die Bewegung von ähnlichen Straßen einfach in einen Straßenabschnitt mit ein, an dem es keine Kamera gibt. Und dann besteht die Möglichkeit Fernsehbilder mit einzuflechten, sodass ein Fußballspiel auf Google Earth gesehen werden kann. Und noch ein Tüpfelchen: Auch das Wetter von Wetterstationen wollen die Wissenschaftler in Google Earth zeigen, um es authentischer zu gestalten. Damit entsteht immer mehr eine Kopie der realen Welt, also quasi das Klon-Earth. Dass diese Ideen wirklich innovativ ist, lässt sich kaum abstreiten. Doch im Sinne des Datenschutzes – ich weiß wirklich nicht…  Würdet ihr gerne als grauer Klon auf Google Earth erscheinen?

Einen Eindruck von Klon-Earth liefert dieses Video:


Anders ist das mit Gebäuden, die bestehen weniger auf ihren Datenschutz. Gerade große Städte, wie beispielsweise Berlin, sind in Google Earth vielfach schon in 3D abgebildet. Um das ein wenig voranzutreiben und nicht die ganze Arbeit alleine zu machen, kann jeder 3D-Gebäude gestalten. Allerdings vorerst nur an ausgesuchten Stellen. Dafür lädt man sich ein Plug-In von der Software Google SketchUp (buildingmaker) runter. Nachdem das installiert ist, gestaltet man an einem von Google Earth vorgeschlagenen Ort ein Gebäude. Das Gebäude speichert man und es wird geprüft. Wenn es den Richtlinien von Google Earth entspricht, dann wird dieses Gebäude in Google Earth angezeigt. Ein Bericht auf MacNews beschreibt anschaulich die Vorgehensweise.

Ich hab mich mal daran probiert, fand es aber nicht so leicht. Es gibt allerdings eine einfache übersichtliche Schalttafel, mit der jeder zurecht kommt und einfach mal ausprobieren kann. Macht auch ohne ein spezielles Gebäude kreieren zu wollen einfach Spaß.

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12 Jahre zuvor

Das ganze wird sicherlich in den kommenden Jahren noch realer werden, sofern Google die Grafiken und die Darstellung verbessert. Vielleicht brauchen wir eines Tages auch garnicht mehr in Urlaub zu fahren, sondern schauen uns einfach die Strände und Sehenswürdigkeiten via Internet an. Bis dahin wird allerdings noch einiges in Sachen Rendering sowie im Bereich der Bandbreite von Internetzugängen gemacht werden, denn ich kann mir gut vorstellen, das hierbei ne Menge Daten fließen.

Paul
12 Jahre zuvor

Wenn das so weitergeht, haben wir schon bald eine Spiegelung unserer realen Welt. Sozusagen ein Backup der Welt falls mal etwas schief geht.=)

Malte Landwehr
12 Jahre zuvor

Am besten sie bieten direkt eine API an, so dass jeder noch seine private Webcam live reinstreamen kann.

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