Google kauft Facebook Spiele-Hersteller Slide

Slide Google kauft Facebook Spiele-Hersteller Slide Google Web

Google hat die Facebook App-Schmiede Slide gekauft. Laut Information von Businesss Insider, die sich auf interne Quellen berufen, hat der Suchmaschinenriese 228 Millionen US-Dollar für diesen Deal berappen müssen. Zudem soll Google Mitbegründer Sergey Brin offenbar mitgeholfen haben, den Kauf über die Bühne zu bringen.

Google will die Slide Apps zu einem großen Teil in sein Google Games integrieren. Dieser neue Google Service soll noch noch in diesem Jahr starten. Der Suchmaschinenriesen hat kürzlich einige Millionen in die Spiele-Schmiede Zynga investiert, um offenbar auch Fuß auf dem boomenden Markt der virtuellen Güter in from von Games zu fassen.

Der Verkaufspreis von Slide stellt dabei für den Gründer und ehemaligen PayPal- CEO Max Levchin möglicherweise eine Enttäuschung dar. Levchin hatte nämlich in der Vergangenheit öffentlich den Plan geäußert Slide teuerer als PayPal verkaufen zu wollen. Der Bezahldienst ging für 1,5 Milliarden US-Dollar über den Ladentisch. Der Verkaufspreis liegt zudem deutlich unter den 550 Millionen US-Dollar mit denen Slide zuletzt von Investoren bewertet wurde. An Risikokapital konnte das Unternehmen insgesamt 78 Millionen Dollar akquirieren.

Von einer anderen Perspektive kann der gestrige Slide-Verkauf aber auch als willkommene Rettung der Slide-Investoren betrachtet werden, da Slide schon etwa fünf Geschäftsmodelle durchlebte. 2005 begann das Unternehmen als eine auf Fotos basierende Shopping-Suchmaschine. Angeblich entwickelte sie Levchin für seine Frau, damit diese ihre Schuhe schneller bestellen konnte. Der Plan war hier E-Commerce-Seiten Traffic zu verschaffen und damit Geld zu verdienen. Später verstand sich Slide unter anderem als Foto-Sharing-Dienst für MySpace und Facebook-Profile, bis Levchin 2010 das Geschäftsmodell erneut umkrempelte. Seither verdient das Unternehmen vor allem mit dem Verkauf von virtuellen Gütern sein Geld. Im vorangegangen Jahr entfielen hierauf 75 Prozent des Slide Umsatzes, in diesem Jahr soll der Anteil gar auf 90 Prozent erhöht werden. Welche Rolle (und ob überhaupt) Levchin zukünftig bei Slide einnehmen wird, ist nicht bekannt geworden.

[Foto: Slide]

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