Google präsentiert Notizdienst Google Keep und möchte Evernote Konkurrenz machen

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Google Keep ist ein Google Dienst, von dem wir schon häufiger Gerüchte mitbekommen haben, dessen Existenz allerdings nie bestätigt wurde – bis gestern Abend. Gestern Abend stellte Google mit Google Keep den sagenumwobenen Notizdienst endlich vor. 

Um Google Keep nutzen zu dürfen, braucht man, wie bei allen anderen Google-Diensten, einen Google-Account. Dieser ist kostenlos und ermöglicht unter anderem auch den Zugang zu allen anderen Google-Diensten wie Drive, Gmail und Google Plus. Offiziell ist Google Keep ein Tel von Google Drive. Öffnet man Google Keep das allererste Mal, könnte man ein wenig enttäuscht sein, denn die Präsentation der Startseite ist eher spartanisch. Lediglich ein Eingabefenster lächelt einen an und wartet darauf mit Ideen befüllt zu werden.

Es gibt zwei Darstellungsmöglichkeiten der Notizen: einmal die Listenform, in der alle Ideen untereinander dargestellt werden und einmal die Kachelform, bei der die Notizen wie in Pinterest als Raster dargestellt werden. Welche Darstellung man wählt, bleibt einem selbst überlassen. Beide Darstellungen bieten die gleichen Funktionen. Hat man eine Idee verworfen oder umgesetzt, lassen sich die Notizen entweder löschen oder archivieren. Wurden sie archiviert dann werden sie getrennt von den aktuellen Notizen ausgeblendet. Über einen Klick auf “Archivierte Notizen” kann man diese aber jederzeit wieder aufrufen.

Google selbst sieht Google Keep als Inspirations-Tool. Mit Notizen zusammen lassen sich auch Grafiken und Fotos speichern und auf allen Endgeräten anzeigen. So kann man Google Keep nicht nur am Desktop PC nutzen, sondern auch auf dem Smartphone oder Tablet.

Obwohl Dienste wie Google Keep bei kreativen Menschen, und davon gibt es einige im Internet, sehr beliebt sind, ist die Skepsis momentan größer. Nachdem Google den beliebten Google Reader abgeschoben hat, fragen sich viele Nutzer zurecht, warum sie sich auf einen neuen Dienst einlassen sollten, wenn die Gefahr besteht, dass dieser in naher Zukunft auch wieder eingestellt werden könnte.

Eine passende Antwort kann wohl niemand geben, denn ob Dienste eingestellt werden, entscheidet Google alleine. Wird ein Dienst nicht genutzt, fliegt er. Im Falle des Google Readers ist dies besonders bitter, auch wenn die Nutzerschaft des Readers eher unter den Nerds zu finden ist und keinerlei Bedeutung für den Mainstream-Nutzer hatte. Die selektive Wahrnehmung eines Bloggers oder blogaffinen Menschens ist da sicher anders.

Ich werde Google Keep in jedem Fall eine Chance geben. Nicht nur weil ich die Google Dienste mittlerweile fest in meinen Arbeitsalltag eingebunden habe, sondern weil mir ein Programm wie dieses bislang fehlte. Ich wollte eigentlich in naher Zukunft schauen, was Evernote zu bieten hat, aber das ist mit Google Keep nun nicht mehr nötig. Hoffen wir Google gibt Keep eine Chance.

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9 Jahre zuvor

Hui, diese App gefällt mir 🙂 Werd ich mir gleich mal ansehen

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