Google steigt groß in das Geschäft der Flug-Suche ein!

Flugzeug Google steigt groß in das Geschäft der Flug-Suche ein! Web

Bereits im April traten erste Gerüchte auf, dass Google Interesse an der ITA Software hege. Daran war auch offensichtlich etwas dran. Schließlich hat der Suchmaschinenriese den amerikanischen Software-Anbieter ITA jetzt gekauft. Mithilfe der neuen Software möchte Google seine Dienste erweitern und zukünftig auch in das Geschäft der Flug-Suche einsteigen.

Für den Einkauf musste Google stattliche 700 Mio. Dollar in bar bezahlen. Die bisherigen Eigentümer von ITA sollen dabei zunächst eine Milliarde Dollar verlangt haben. Der Kaufpreis wurden nun auch vom Internet-Unternehmen offiziell bestätigt. Der gemeinsame Übernahmeversuch von ITA durch die Online-Reiseanbieter Expedia und deren Wettbewerber Travelport, Kayak und Amadeus hat sich damit ebenfalls zerschlagen.

Die Bereitschaft Googles einen derart hohen Kaufpreis aufzuwenden zeigt, dass Google mit hohen Einnahmemöglichkeiten in diesem Bereich rechnet. Laut Google-Managerin Marissa Mayer werde bereits heute ungefähr jedes zweite Flugticket online gekauft. Google werde nach Goolge-Chef Eric Schmidt mit dem Zukauf wahrscheinlich etwas neues anbieten im Vergleich zu dem was bereits heutzutage verfügbar sei.

Google möchte für Wettbewerb auf dem Markt der Flug-Suche sorgen. Die ITA Software organisiert dabei Flüge, indem sie Flüge sucht und bucht und versucht im dem Dickicht der komplizierten Preissysteme der verschiedenen Airlines den günstigsten Flug ausfindig zu machen. Mit der Software namens QTX kann das Software-Unternehmen die wahrscheinlich erfolgreichste Ticket-Suche über das Netz anbieten . Kritiker haben daher kartellrechtliche Bedenken bei der Verbindung der weltweit erfolgreichsten Websuchmaschine und einer Seite, die bei der Suche nach Fluginformationen eine marktbeherrschende Rolle einnimmt.

Interessanterweise gehört auch der konkurrierende Suchmaschinendienst Bing zu den ITA-Kunden . Laut Google wolle man aber alle bisherigen Verträge erfüllen. Dieses Abhängigkeitsverhältnis von Google wird Bing dabei wohl eher weniger gefallen. Auch die verschiedenen Reise-Anbieter müssen sich jetzt wohl große Sorgen machen, wenn Google mit Vehemenz auf den Markt eintritt.

[Foto: Flickr/ H.-D.N]

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