Google wills wissen

chrom-iexplorer Google wills wissen Technologie Web Microsoft kassiert zum wiederholten Male eine Ohrfeige von Google. Dieses Mal dürfte sie allerdings noch ein wenig länger schmerzen. Google hat nun eine Erweiterung für den Internet Explorer vorgestellt, die das Herz von Google Chrome auch im Microsoft Browser schlagen lässt. Der Name: Google Chrome Frame.

In vielen Unternehmen ist der Internet Explorer 6 noch, oder besser gesagt nur, anzutreffen. Die Firmenpolitik lässt häufig keinen anderen Browser zu, da Webanwendungen genutzt werden, die nur in diesem einen Browser laufen. Dies ist der ehemaligen Dominanz von Microsoft auf dem Browsermarkt zu verdanken. Lange Zeit hat Microsoft sich nicht um Web-Standards geschert und sowieso ist der IE6 von 2001 und damit nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Aber genau auf solche Rechner mit altem Browser zielt das neue Google-Plugin ab. Nach der Installation der Software steht die Rendering Engine von Chrome auch im Internet Explorer zur Verfügung. In einer Videopräsentation erklärt ein Google Mitarbeiter, wie genau die ganze Geschichte funktionieren soll. Interessant ist aus meiner Sicht die Tatsache, dass Webseiten-Entwickler genau angeben können, wann die Chrome Engine zum Zuge kommen soll. Diese geschieht über einen Meta-Tag. Browser, die diese Angabe nicht interpretieren können, werden in ihrer Arbeit nicht beeinflusst. Aber seht selbst:

Introducing Google Chrome Frame

Die Frage, die man sich stellen muss, ist folgende: Welchen Vorteil verspricht Google sich davon, den Internet Explorer zu erweitern? Es dürfte sich hierbei um eine Strategie handeln, bei der man Google Wave fördern möchte. Die Anwendung kann nur erfolgreich sein, wenn sie auf möglichst vielen Browsern läuft. Diese sollten HTML5 unterstützen und eine schnelle JavaScript Engine bieten. Googles Browser Chrome hat sich trotz anfänglichem Hype nicht durchgesetzt. Mit Google Chrome Frame wird der Internet Explorer alle Anforderungen erfüllen, die Wave an einen Browser stellt. Microsoft dürfte nicht begeistert sein, dass ausgerechnet der ärgste Internetkonkurrent die eigenen Produkte auf Vordermann bringt.

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