Heimnetzwerk für den Neubau: Warum wir uns für UniFi entschieden haben

Wer auf der Suche nach einer zuverlässigen Heimnetzwerk-Lösung ist, kommt an den Produkten von UniFi nicht vorbei. Vor allem bei einem Neubau sollte man sich bereits in der Planungsphase über die unterschiedlichen Netzwerkkomponenten sowie die daraus resultierende WLAN-Abdeckung Gedanken machen. Ein Erfahrungsbericht.

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Eine schnelle Internetverbindung und ein leistungsfähiges Heimnetzwerk sind heutzutage ebenso wichtig, wie eine Heizung und fließendes Wasser. Für den ein oder anderen mag das jetzt etwas übertrieben klingen, aber wir leben nun mal im Zeitalter der Digitalisierung. Schon in ein paar Jahren wird so gut wie alles in unseren Häusern und Wohnungen vernetzt sein. Die Datenmengen werden von Jahr zu Jahr größer – weshalb beispielsweise auch das immer wieder postulierte Mantra „Jeder Haushalte wird bald mindestens 50 Mbit/s haben“ ein schlechter Witz ist.

Aber das ist ein anderes Thema. Dank Unitymedia haben wir auf unserem Grundstück einen Anschluss, der bis zu 400 Mbit/s im Downstream und bis zu 40 Mbit/s im Upstream liefert. Das reicht fürs Erste. Nun stellte sich allerdings recht schnell die Frage, wie wir bei unserem Neubau sicherstellen, dass die Geschwindigkeit auch überall ankommt.

Dazu muss man wissen, dass ich in dieser Hinsicht ein gebranntes Kind bin. Wir hatten in unserem alten Reihenhaus drei Etagen. Aufgrund der Bauweise gelang es mir dort allerdings nicht, mehr als 50 Mbit/s in die oberen Stockwerke zu bekommen – egal, ob mit WLAN, Repeater oder Powerline. Zeitweise hatte ich drei AirPort Extreme im Einsatz. Erfolglos. Aus diesem Grund war es mir umso wichtiger, unser neues Haus in dieser Hinsicht zukunftssicher zu gestalten.

Und da kam UniFi ins Spiel.

UniFi-2 Heimnetzwerk für den Neubau: Warum wir uns für UniFi entschieden haben Featured Software Technology

UniFi: Access Points mit PoE machen den Unterschied

Grundsätzlich gilt: Nichts ersetzt eine „echte“ Netzwerkverkabelung. Das sollte jeder berücksichtigen, der (s)ein neues Haus plant. Die Betonung liegt hier ganz klar auf Neubau, denn nur hier hat man die Chance, vergleichsweise kostengünstig Netzwerkkabel in jeden Raum zu ziehen und dadurch eine lückenlose Versorgung im ganzen Gebäude sicherzustellen.

Mit handelsüblichen WLAN-Routern kommt man hier nicht weit. Während der Bauphase hatten wir im Erdgeschoss eine Connect Box stehen, die mit 400/40 angebunden war. Zwei Räume weiter, in meinem Arbeitszimmer, kamen schon nur noch 150/30 an. Im Obergeschoss war das Signal durch die Betondecke so schlecht, dass die Verbindung teilweise gar nicht hergestellt werden konnte.

Genau deshalb haben wir uns bereits bei der Planung des Hauses überlegt, wie das Heimnetzwerk später aussehen soll. Schon früh stand fest, dass jeder Raum zumindest eine Netzwerkdose bekommen soll. Bedeutet: In allen Wohn- und Schlafzimmern liegen Netzwerkkabel, die zentral in einem Switch im Haustechnikraum zusammenlaufen. Im Schlafzimmer ist beispielsweise der Fernseher via Ethernet-Kabel mit dem Netzwerk verbunden, im Arbeitszimmer mein iMac. Dort kommen somit immer die vollen 400/40 an.

Nun werden heutzutage allerdings die meisten Endgeräte per WLAN ins Heimnetzwerk eingebunden. Wie wir bereits gelernt haben, reicht ein einfacher WLAN-Router allerdings bei weitem nicht für eine lückenlose Abdeckung aus. Auch Repeater sind in erster Linie eine Bastellösung zum Nachrüsten. Aus diesem Grund haben wir uns für die Access Points von UniFi entschieden, genauer gesagt die neuen UniFi UAP NanoHD:

Abmessungen: 160 x 160 x 32.65 mm
Gewicht: 300 g
Antennen: 4×4 MiMo 5GHz
2×2 MiMo 2,4GHz
Datendurchsatz 2,4GHz: max. 300Mbps
Datendurchsatz 5GHz: max. 1733Mpbs
Max TX Power 2,4 GHz: 23 dBm
Max TX Power 5 GHz: 26 dBm
Gleichzeitige Clients: 200+
Wifi-Standard: 802.11a/b/g/n/ac/ac-wave2
Netzwerk: 1x 10/100/1000 Ethernet Ports

UniFi-1 Heimnetzwerk für den Neubau: Warum wir uns für UniFi entschieden haben Featured Software Technology

Bei der professionellen WLAN-Controller-Lösung von UniFi ist jeder AP (Access Point) via Ethernet-Kabel direkt mit dem Switch verbunden. Mehr noch: Über ein spezielles PoE-fähiges Switch (Power over Ethernet) wird der Access Point auch gleich noch mit Strom versorgt. Das hat den Charme, dass man an der Wand nur den unauffälligen AP hat – und dennoch in jedem Stockwerk den maximal möglichen Datendurchsatz.

UniFi-3 Heimnetzwerk für den Neubau: Warum wir uns für UniFi entschieden haben Featured Software Technology

UniFi: High-End-Heimnetzwerk mit professionellen Features

Wie ihr auf dem Bild oben sehen könnt, besteht unser UniFi-Setup aus insgesamt fünf APs, einem normalen Switch, einem Switch mit PoE und einem Security Gateway. Ergänzt wird das Ganze noch durch zwei Netzwerkkameras (UniFi G3 Pro) und einen Cloud Key Gen2 Plus.

Wozu man das alles braucht? Darauf werde ich in den nächsten Artikeln noch ausführlich eingehen. Ein besonderes Highlight der UniFi-Lösung ist sicherlich die mächtige Software, mit der sich völlig neue Möglichkeiten im Heimnetzwerk-Bereich ergeben.

UniFi-Network Heimnetzwerk für den Neubau: Warum wir uns für UniFi entschieden haben Featured Software Technology

Insgesamt lässt sich aber schon jetzt sagen, dass die Netzwerk-Lösung von UniFi jeden Cent wert ist. Wir haben auf zwei Stockwerken trotz zum Teil massiver Wände in jedem Raum erstklassiges WLAN. Bewegt man sich mit dem iPhone oder iPad durchs Haus, verläuft der Wechsel zwischen den einzelnen APs reibungslos. Genau so habe ich mir immer das perfekte Heimnetzwerk vorgestellt.

Packt eure Fragen gerne in die Kommentare! 🙂

Veröffentlicht von

Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

13 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Bin von den Produkten auch begeistert und baue mein Heimnetz auch noch weiter aus damit. Eine kleine Anmerkung, die APs gehören an die Decke, nicht an die Wand. 😉

    • „Eine kleine Anmerkung, die APs gehören an die Decke, nicht an die Wand. 😉“ – gerade, wenn man pro Etage nur einen AP hat, macht es Sinn, diesen in der Mitte an der Decke zu platzieren, um eine bestmögliche Abdeckung sicherzustellen. Das stimmt. Es ist aber auch problemlos möglich, die APs an der Wand zu platzieren, das ist alles nur eine Sache der Planung 🙂

  2. Ich empfehle immer die accesspoints bzw netzwerkdosen in nicht sichtbaren Räumen zu verbauen , Speicher, Abstellraum, Technikraum, kleiner Stauraum unter der Treppe, in der Küche unter der Spüle usw . Lieber einen mehr.. Ist natürlich völlig klar, dass dann der Empfang in manchen Räumen nicht 100% ist aber dafür sind die accesspoints Unsichtbar. An der Decke hängt ja oft schon genug (Lampen, Rauchmelder, Präzenzmelder)
    Freue mich schon auf die vorsetzung deines Artikels.. Weiter so

  3. Ich bin auch begeisterter Netzwerker und setze bei mir auch das Ubiquiti Unifi System ein.
    In Betrieb 6 x AC AP Pro vom Dach bis in den Keller. Einen US24-250 einen US8-60 sowie einen US24 und einen US16 Switch plus USG-4 aber zum Internet eine Fortinet FG61E zur Fritz ox 6590 nur als Modem (konfig selber angepasst) und auch Unitymedia mit 450 MBit Down und 40 MBit up. Die Jungs von Ubiquiti machen Ihre Sache echt gut.
    Hab jetzt auch ein Cloudkey 2 Plus im Einsatz als Controller (vorher ein Raspi) Kameras kommen noch
    Gruß Uwe

  4. Zu Beginn muss ich sagen, dass der Artikel sehr hilfreich ist und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.
    Ich selber stehe kurz vor der Errichtung meines Heimnetzwerkes in unserem Neubau. Ich habe das auch so geplant, dass man in jedem Raum mindestens eine Netzwerkdose hat. Diese jedoch dann in der duplex Ausführung. Die Entscheidung welchen Switch ich nehme, fällt mir sehr schwer. Es gibt einfach zu viele! Am Anfang hatte ich mit einem PoE-fähigen Switch von Netgear geplant. Dieser ist in der Anschaffung nicht so teuer, wie der von Unifi. Würdet ihr mir dennoch den 24-Port Switch von Unifi empfehlen, aufgrund der Zuverlässigkeit? Sollte ich lieber alles von einer Marke holen (Unifi)?
    Die Accesspoints von Unifi waren sowieso geplant, jedoch in der Light Version. Sollte es dann doch der NANOHD sein? Sind die Kameras von Unifi empfehlenswert?
    Gruß Chris

    • Kameras kann ich empfehlen 🙂 Den Switch auch, das ist ja eine Sache, die man nicht täglich kauft, da lohnt sich die Investition ;:)

  5. Das schaut mir nach einer sehr hilfreichen Sache aus. Ich denke, ich muss mich da nochmal genauer einlesen. Danke für den Artikel

  6. Hallo danke für deinen Artikel.

    Welches Gerät hast du als Kabelmodem im Einsatz? Welches Gerat ist bei dir der DHCP Server?

    • Hi Fabian,

      wir haben eine FritzBox von Unitymedia, die allerdings auf „Durchzug“ geschaltet ist. Der leitet einfach alles direkt ins UniFi Security Gateway Pro, das quasi als „Zentrale“ dient.

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