HP-Chef Hurd: webOS-Smartphones werden weiter leben

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Gestern ging durch die Technikwelt eine Welle der Bestürzung. HP Chef Hurd äußerte, dass man Palm nicht wegen seiner Expertise auf dem Smartphone-Sektor gekauft habe, sondern allein wegen des Betriebssystems webOS. Gleich kam die Frage auf: Ist die Ära der Palm-Smartphones nun vorbei?

All dieser Aufruhr über das Ende der Palm-Ära bezieht sich auf die Aussage Mark Hurds während der Bank-of-America-Merrill-Lynch-Technology-Conference. Dort sagte Hurd, dass HP Palm nicht gekauft hätte, weil man verstärkt in den Smartphone Markt einsteigen wolle. Interessant an Palm sei das Betriebssystem webOS, das in Zukunft in kompakten Geräten mit Internetzugang, wie Tablets und Drucker zum  Einsatz kommen soll.

HP CEO Mark Hurd:

“We didn’t buy Palm to be in the smartphone business. And I tell people that, but it doesn’t seem to resonate well. We bought it for the IP. The WebOS is one of the two ground-up pieces of software that is built as a web operating environment,” Hurd said. “We have tens of millions of HP small form factor web-connected devices… Now imagine that being a web-connected environment where now you can get a common look and feel and a common set of services laid against that environment. That is a very value proposition.”

Aufgrund dieser Aussage haben viele das des Ende der Palm Près, Pixies und zukünftiger Palm-Smartphones als besiegelt betrachtet. Doch damit liegen wir zum Glück falsch. Während eines Interviews zwischen Mark Hurd und Richard Waters von der Financial Times wurde eines klar: Es wird weiterhin Smartphones mit webOS geben. Jedoch sind Smartphones für HP lediglich ein weiteres “Interconnected Device”, wie Tablets und Drucker. Daher wird man nicht Milliarden in die Entwicklung investieren, um an vorderster Front des Smartphone-Marktes mit zu spielen. Dennoch hält Hurd den Sektor der mobilen Geräte für sehr wichtig. Der Grund für HP, den kalifornischen Handheld-Pionier zu überneehmen, ist aber das geistige Eigentum Palms, das es dem weltgrößten Computerkonzern ermöglicht, in alle erdenklichen Geräte ein Betriebssystem zu stopfen.

“When we look at the market, we see an array of interconnected devices, including tablets, printers, and of course, smartphones,” HP said. “We believe webOS can become the backbone for many of HP’s small form factor devices, and we expect to expand webOS’s footprint beyond just the smartphone market, all while leveraging our financial strength, scale, and global reach to grow in smartphones.”

Nun können die Palm-Fans erst einmal etwas aufatmen. Aller Voraussicht nach wird das nächste veröffentlichte Gerät, das mit webOS betrieben wird, allerdings kein Smartphone, sondern das HP Hurricane Tablet sein. Dieses soll in Herbst 2010 sein Debüt geben.

[via PreCentral und TheNextWeb]

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[…] können aufatmen! Trotz der kürzlich getätigten Aussage von HP-Chef Hurd, dass es bei dem Kauf von Palm in erster Linie um das Know-How und die Patente ging, wird weiterhin […]

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