HP: TouchPad für Juni angekündigt – umfangreiche Cloud-Dienste & App Store in der Mache

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Im Zuge eines Pressevents auf der HP Summit stand CEO Leo Apotheker Rede und Antwort. Er präsentierte einen aggressiven Plan für das im letzten Jahr gekaufte mobile Betriebssystem webOS. Außerdem nannte er den Zeitraum der Verfügbarkeit für die vor einem Monat präsentierten Geräte Touchpad, Veer und Pre 3 sowie einige weitere interessante Pläne.

HP Touchpad, Pre3 & Veer ab Sommer

Die ersten mobilen Geräte auf Basis von webOS nach dem Kauf von Palm im Mai letzten Jahres wurden von HP Anfang Februar dieses Jahres präsentiert. Zu diesen gehören zwei Smartphones – das Pre3 und Veer, allerdings auch ein Tablet, das TouchPad. Bislang wurden Verkaufsstarts für das Tablet zwischen April und Sommer gemutmaßt. Seit der Aussage von Leo Apotheker ist sicher, dass wir nicht vor Sommer mit der Auslieferung neuer webOS-Geräte rechnen können.

The TouchPad will come out in June and from that date onwards there will be wave after wave of technology coming out to support the webOS platform.

WebOS auf PCs ab Ende 2011 – weitere Geräte in Planung

Laut Apotheker können wir uns darauf gefasst machen, dass innerhalb der nächsten Monate eine Welle von Produkten mit webOS auf den Markt kommen wird. Dabei ist nicht nur die Rede von Tablets und Smartphones, sondern auch auf Windows-PCs soll es Verbreitung finden. Die Integration des zweiten Betriebssystems soll per Web-Browser vonstatten gehen. Eine erste Beta von webOs für PCs wird gegen Ende diese Jahres bereitgestellt, die finale Version soll 2012 kommen.

Überdies erwähnte der HP-Chef, dass auch Drucker, eines der Kernprodukte von HP, mit dem mobilen Betriebssystem ausgerüstet werden. Damit könnte man in Zukunft für die Bedienung von Druckern vermutlich komplett auf PCs verzichten. Der Plan ist es über kurz oder lang bis zu bis zu 100 Millionen HP-Produkte mit webOS an Bord zu verkaufen. Einen genauen Zeitplan für dieses Ziel nannte er jedoch nicht.

There will be a beta version for webOS running on a browser on PCs available at the end of the year and you’ll see us putting webOS on that technology on PCs, on Windows PCs I should add, starting from that point onwards and we hope to read 100 million devices a year. We’ll put the same technology on our printers, we’ll put them on PCs, we’ll put them on TouchPads, we’ll put them on smartphones, so you’ll see this become a very massive, very broad platform.

Die Zukunft in der Cloud

HP hat große Pläne mit webOS – das Stichwort Cloud-Computing kommt dabei in Spiel. Die Geräte mit dem mobilen OS sollen nicht allein für sich isoliert stehen, sondern sie werden umfangreich miteinander vernetzt, Daten sollen in der Cloud abgelegt werden.

Um dies zu bewerkstelligen will HP eine eigenen Cloud-Plattform aufbauen, die in Konkurrenz mit Amazon Web-Diensten, Microsofts Azure und Rackspace stehen soll. Einiges wird hausintern entwickelt, es wird auch auf bestehende Technologien von engen Partnern wie Microsoft gesetzt. Daher könnte Teile der HP-Cloud auf dem Konkurrenzprodukt Azure basieren.

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App Store

HP beabsichtigt sich auf dem mobilen Markt groß aufzustellen und den Marktriesen Apple sowie Google die Stirn zu bieten. Um dies zu schaffen, ist sich auch Apotheker bewusst, dass es nicht ausreicht ein Smartphone oder Tablet mit einem tollen Betriebssystem bereitzustellen. – Es muss ein komplettes Ökosystem her. Als ein Bestandteil dessen dienen die erwähnten Cloud-Computing-Dienste – um eine reiche ‘Userexperience’ zu bieten muss eine Vielzahl an Apps her – und auch ein eigener App Store, der sich in der besagten Cloud befinden wird.

HP wird aus diesem Grund einen eigenen App Store gestalten, der sowohl für Privatanwender als auch für den Businessbereich ansprechende Software bieten soll.  Der Großteil der Anwendungen wird von Partnerunternehmen entwickelt, allerdings will HP die Bestandteile Sicherheit, Datenanalyse und Mamangement Inhouse programmieren lassen.

“We just announced our new devices, the TouchPad and the [Pre] smartphones,” Apotheker says. “Going forward, we don’t intend to play in the [minor] league in this business.”

Es ist absolut zu verstehen dass HP in die vorderen Ränge der mobilen Welt vordringen will. Denn in Zukunft werden Desktoprechner, eines der großen Felder die HP beackert, zum alten Eisen gehören. Als Steve Jobs das iPad 2 vorstellte, bezeichnete er es als  “Post-PC-Device”. Genau in diesem Sektor liegt die Zukunft. Kleine mobile Geräte in Zusammenarbeit mit Cloud-Computing Diensten werden die Geräte sein, mit denen wir bald überwiegend hantieren werden. Ein gutes Beispiel stellt auch das Motorola Atrix dar: Dieses lässt sich einerseits als Smartphone verwenden, schließt man es allerdings an die sogenannte “Lapdock”-Dockingstation an, wird daraus ein Netbook – die Rechenleistung und Daten kommen vollständig vom Smartphone.

Damit HP in den oberen mobilen Reihen mitspielen kann, sollten sie allerdings noch ein wenig bezüglich der Hardware anstrengen. Das Touchpad hat eine nicht uninteressante Ausstattung, die Smartphones Pre 3 und Veer entsprechen allerdings der Technik des letzten Jahres. Als ernsthafte Konkurrenz zu Android-Geräten und dem iPhone bzw. iPad sehe ich die Produkte noch nicht.

Zum Weiterlesen:

[via PreCentral und BusinessInsider]
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