HTC Mozart im Alltagstest (Teil 6) – Schwachstelle Kamera

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Das HTC Mozart hat wie jedes Smartphone, das etwas auf sich hält, eine Kamera. Die im HTC-Phone verbaute, verfügt sogar über satte 8 Megapixel und einen Xenon-Blitz. Die Daten klingen recht ordentlich, doch was sie wirklich bringt, habe ich am Wochenende mal getestet.

Die Kamera des HTC Mozart startet, nach der Aktivierung auf den dedizierten Hardware-Button, wie nicht anders erwartet, schnell. Beim ersten Schnappschuss bin ich überrascht, wie rasch der Autofokus reagiert – Foto Nummer Eins ist schnell geschossen. Bei der Kamera stehen allerhand Einstellungsmöglichkeiten zur Wahl. Im Menüpunkt “Szenen” lässt sich von Auto, Hoch- und Querformat, einigen Programmen wie “Sport” über “Kerzenlicht” bis “Macro” alles einstellen. Ebenso besteht die Option, aus verschiedenen Effekte wie Sepia, Graustufen, etc. zu wählen. Darüber hinaus lässt sich die Auflösung von 8 Megapixeln mit 3264 x 2448 Bildpunkte auf bis zu 640 x 480 herunter skalieren, was durchaus praktisch ist, wenn man ohnehin nur einen kleinen Schnappschuss machen will, der entweder auf Facebook oder Twitter per mobiler Datenverbindung verschickt wird. Im Grunde benötigt man diese Funktion aber gar nicht, denn großformatige Bilder werden zum Versenden ohnehin herunter gerechnet.

Zum Versand von Fotos stehen einem zum einen alle installierten Mail-Konten zur Verfügung, zum anderen aber auch der eigene Microsoft Cloud-Dienst SkyDrive, der quasi als Standard eingestellt ist, denn wenn die Einstellungen aufgerufen werden, so wird neben “Löschen”, “Zu Favoriten hinzufügen” gleich an dritter Stelle “Zu SkyDrive hochladen” angezeigt. Erst darunter befindet sich der Button “Versenden”, über den die Leiste der verfügbaren Mailservices aber auch Facebook und SMS/MMS aufgerufen wird. Twitter ist nicht in diesem Dialog zu finden. Wenn man ein Bild in die Welt Twittern möchte, muss man über die Twitter-App das gewünschte Bild einfügen.

Bei der Synchronisation mit dem Rechner kommt bei Windows-PCs die Zune-Software zum Einsatz. Dort lassen sich unkompliziert die Bilder vom Phone ziehen, um sie in die Cloud senden und mit anderen zu teilen, als auch direkt von der Software per Drag&Drop brennen. Beim Mac sieht das wiederum seht ernüchternd aus. Die Windows Phone 7 Connector-Software lässt es zwar zu, Daten sowie Fotos auf das Phone zu spielen, Microsoft hat allerdings nicht in Betracht gezogen, dass auch Mac-User gerne mal ihre Fotos von ihrem Windows-Phone zum Sichern auf ihren Computer bewegen möchten. Ihnen bleibt nur der Weg, die Bilder per Mail zu senden.

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Während die Kamera rasch arbeitet und bei Standardeinstellungen ohne Zoomfunktion mittelmäßige Fotoergebnisse erzielt, sollte man besser die Finger vom digitalen Zoom lassen. Denn die Bilder werden sehr schnell pixelig. Unter bestimmten Lichtverhältnissen merkt man, dass der Scharfzeichner der Kamera gerne etwas übertreibt. Besser hätte HTC auf einen höherwertigen Sensor gesetzt, als auf die Anzahl der Pixel geachtet. Dies hat Apple beispielsweise bei seinem aktuellen Smartphone richtig gemacht, auch wenn es in anderen Punkten (z.B. der Antenne) kritikwürdig ist.

“Es einfach anders halten”, wie Steve Jobs es beim iPhone 4 empfohlen hat, sollte man auch das Mozart, denn die touchsensitiven Buttons, vor allem die Bing-Suche, ist so positioniert, dass diese bei der Benutzung der Kamera leicht aktiviert werden kann. Doch das ist nur eine Kleinigkeit, im Vergleich zur Videokamera, die HTC, bzw. Microsoft dem Mozart mitgegeben hat. Während im Fotomodus der Zoom über die Softbuttons verwendet werden kann, so werden sie im Videomodus kurzerhand deaktiviert. Hat man allerdings im Fotomodus gezoomt, so bleibt diese Brennweite auch im Videoprogramm bestehen. Die Bildqualität der Videokamera hat mich leider noch weniger überzeugt, als die zu Testzwecken geschossenen Fotos. So durchdacht vieles am Windows Phone auch ist, die Kamera gehört nicht dazu.

Hier ein paar Originalbilder, direkt vom HTC Mozart in voller Auflösung:

Foto 1

Foto 2

Foto 3

Foto 4

Foto 5

Skaliert:

Foto 6

Foto 7

Foto 8

Foto 9

Die bisherigen Berichte:

Wer sich das HTC Mozart zulegen möchte, findet es sowohl im Preisvergleich, bei der Telekom als auch bei Amazon.

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11 Jahre zuvor

Nunja, ich finde, ein Handy oder gar Smartphone sollte auch nicht mit der Kamera einer Digicam oder gar Spiegelreflex verglichen werden. Das geht einfach nicht. Für ein Foto zwischendurch bei Tageslicht reicht’s mit Sicherheit bei solchen Cams, aber nicht für hochwerige Aufnahmen. 😉

[…] […]

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