HTC Sensation im Kurztest – Hands-On-Fotos & Video

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Gestern hatte ich das Vergnügen, das HTC Sensation, das erste Dual Core-Smartphone des taiwanischen Konzerns, aus der Nähe zu betrachten und ein wenig damit herumzuspielen. Ich muss sagen, es ist äußerst beeindruckend und schick. Hier meine ersten Eindrücke inklusive Fotosession und Hands-On-Video.

Hardware, Verarbeitung und Design

Wie eigentlich nicht anders bei einem High-End-Smartphone zu erwarten, ist das Sensation top verarbeitet, nichts quietscht oder knarzt. Es liegt wertig in der Hand, die Unibody-Rückseite ist oben und unten mit einer Gummierung versehen, die es zu einem Handschmeichler macht. In der Mitte der Rückseite zeigt sich das Metall des Unibody-Gehäuses mit HTC-Logo. Die rückseitige Kamera lugt kaum aus dem Gehäuse heraus, ist also gut geschützt, wie auch der Dual-LED-Blitz.

Das Display ist ringsherum an den Seiten hochgezogen – HTC nennt das “Contoured Display”, so wirkt das Sensation beinahe wie aus einem Guss, fast organisch. Dieser Effekt wird durch die abgerundeten Ecken des Gehäuses und des Metallstreifens der Rückseite unterstützt. Zwar ist der Übergang von Display zum Gehäuse noch etwas (nur ganz leicht) kantig gewesen, dies dürfte bei den marktreifen Geräten nicht mehr der Fall sein. – Bei dem mir vorliegenden Gerät handelte es sich um ein Vorserienmodell.

Im Unterschied zu anderen aktuellen HTC-Modellen gibt es auf der Rückseite kein Schubfach, um  an die Batterie zu gelangen. Das Unibody-Gehäuse umfasst die komplette Rückseite und muss vollständig abgenommen werden, um an Batterie, SIM- oder SD-Karte zu gelangen. Durch diese Bauform erhält das Gerät vermutlich eine höhere Stabilität.

Das Sensation reagiert so schnell und flüssig wie es sich gehört, und das, obwohl noch nicht einmal der Dual-Core-Prozessor vollständig von der Software unterstützt wird – zurzeit läuft es nur auf einem 1,2GHz-Kern. Es waren weder Ruckeln noch Stottern auf dem Screen zu erkennen. Der Wechsel von einem Homescreen zu nächsten, egal wie schnell, lief reibungslos. HD-Filme ließen sich in ebenso guter Qualität ansehen.

Display

Das 4,3 Zoll große qHD-Display mit seiner Auflösung von 960 x 540 Pixeln gibt Farben brillant und kräftig wieder. Auch wenn einige sich ein Super AMOLED Plus-Display gewünscht hätten, hat HTC einen SLCD-Screen verbaut, der nicht zu verachten ist.

Damit das Display nicht so schnell zerkratzen kann, hat HTC dem Sensation Gorilla-Glass spendiert. Die bereits erwähnte gewölbte Oberfläche des Screens gibt dem Display außerdem einen sinnvollen Schutz, falls man es einmal mit der Screen-Seite auf den Tische legen sollte. Was dem Display allerdings fehlt, ist eine oleophobe Beschichtung, die den Screen weniger anfällig für Fettfinger macht. Während der Fotosession musste ich das Display alle naselang wieder abwischen.

Kamera

HTC ist bei anderen Smartphone-Modellen ein wenig nachlässig bei der Auswahl der Kamera umgegangen, beim Sensation wurde es besser gemacht. Denn es wurde zum einen eine offenbar eine bessere Optik eingesetzt, zudem ist der Umfang an Features recht umfangreich. Selbst im Videomodus ließ sich die Zoom-Funktion nutzen, und auch die Tip-to-Zoom-Funktion wurde unterstützt. Zum Zoomen kann zwischen einem Zoomfeld auf dem Touchscreen und der Lautstärkewippe gewählt werden. Die Zoomfunktion auf dem Display stand während des Tests noch etwas mit der Tip-to-Focus-Funktion im Clinch. Wollte man zoomen, wurde zugleich der Fokus aktiv.

Die Kamera schießt knackige Fotos, der Autofokus funktioniert überwiegend zuverlässig und schnell. Im Freien bei optimalem Licht sind die Bilder dennoch wie gewohnt weitaus besser als im Innenbereich mit schwacher Beleuchtung, hier neigt auch die 8MP-Kamera des Sensation zum Rauschen.

Trotz des kleinen Fehlers mit dem Zoom, welcher der unfertigen Software zu verschulden ist, war ich positiv überrascht. Für eine Smartphone-Kamera hinterließ sie bei mir einen positiven Eindruck.

Originalbilder: Foto 1 (Außen), Foto 2 (Innen), Foto 3 (Innen Makro)

HTC Sense 3.0

Das HTC Sensation wird mit der neuen Nutzeroberfläche Sense 3.0 ausgeliefert und bietet den gleichen Funktionsumfang wie auf dem Tablet HTC Flyer. Der Wechsel von einem Homescreen zu nächsten ist in der neuen Sense-Version mit einem 3D-Design aufgepeppt worden, welche bei schnellerem Wischen von Screen zu Screen wie durch Gravitation immer kleiner wird – es erinnert ein wenig an ein Karussell.

Der Lockscreen hat ein paar raffinierte Funktionen erhalten. Denn dieser lässt sich mit sechs beliebigen Funktionen wie Mail, Telefon, Twitter oder Facebook belegen. Zieht man eines der abgelegten Icons in den Lockring (siehe Screenshots), gelangt man ohne großes Herumklicken in die gewählte App. Selbst der Bildschirmhintergrund ist aktiv. Es lassen sich Widgets für Aktienkurse, Tweets, das Wetter und andere Funktionen auswählen. Wird ein interessanter Tweet auf dem Lockscreen angezeigt, den man beantworten oder weiterleiten möchte, zieht man die Kurznachricht zum Öffnen in den Lockring, und schon wird genau diese Nachricht angezeigt.

 

HTC Watch

Der Videodienst HTC Watch war auch auf dem Testgerät vorinstalliert. Das auf dem Homescreen abgelegte Widget funktionierte zwar noch nicht, durch das Starten der App war die Software aber Willens eine kleine Auswahl an Filmen aufzulisten, die sich in einer Art Cover-Flow anzeigen und starten liessen. Mittels DLNA oder HDMI (per MHL-Adapter) sind Filme auch über kompatible Fernsehgeräte abzuspielen, was während des Events nicht getestet werden konnte.

Wenn HTC Watch ab Juni offiziell gestartet wird stehen etwa 500 Filme zur Auswahl, die sich entweder miten oder Kaufenn lassen, Insgesamt stehen drei verschiedene Modelle des Kaufs oder der Miete zur Auswahl.

Erstes Fazit

Das HTC Sensation hinterließ selbst im unfertigen Zustand einen sehr positiven Eindruck. Die Performance des Smartphones war enorm, selbst ohne volle Auslastung des Dual Core-Prozessors. Design und Verarbeitung sind sehr gut, wie auch die Haptik. Das Sensation bietet alles zurzeit Denkbare an technischer Ausstattung. NFC ist zwar nicht dabei, aber es wird auch noch eine Weile dauern, bis es sich in Deutschland durchsetzt (wenn überhaupt).

Auf den ersten Blick hat HTC ein schickes Stück Technik herausgebracht, das mit den anderen Dual Core-Smartphones, die in den nächsten Monaten auf dem Markt kommen, locker mithalten kann.

Das HTC Sensation wird ab Anfang Mai in den Handel kommen und für die ersten 30 Tage exklusiv bei Vodafone erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 599 Euro.

Fotosession mit dem HTC Sensation:

 

Vergleich HTC Sensation vs. HTC Desire HD

Hands-On-Video

[youtube dd6UKGZAYf8]

Screenshots der Nutzeroberfläche des HTC Sensation

(Credits: Hardworkingbee)

 

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HTC Sensation - Test / Erfahrungsberichte / Testberichte [Testbericht]
11 Jahre zuvor

[…] ist noch ein Hands On Test von Stereopoly: https://www.stereopoly.de/htc-sensati…n-fotos-video/ […]

Anonym
11 Jahre zuvor

Interessanter Test, aber das “Die Kamera schießt knackige Fotos” kann nicht wirklich ernst gemeint sein. Verglichen mit der Bildqualität von einem alten Nokia N95 (oder dem aktuellen Nokia N8 – anderer Vergleichsmöglichkeiten habe ich zur Zeit nicht) ist die Kamera schlicht ein Witz, ich habe selten eine Handycam mit derartig viel Rauschen und Artefakten gesehen. Auch die Reduktion des Isowertes bringt da leider nicht viel. Ansonsten ist das Sensation aber sicherlich ein interessantes Smartphone..

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