HUAWEI MediaPad M5 – Ein Phablet im Test

Ich war enthusiastisch, als HUAWEI mir anbot, ihr aktuelles, kleines Android-Tablet, das HUAWEI MediaPad M5, auszuprobieren. Ich hatte schon seit längerem kein Tablet mehr in echter Benutzung, da die möglichen Einsatzzwecke für mich immer vom Smartphone und/oder Rechner abgedeckt sind. An dieser Auffassung konnte auch das MediaPad nichts ändern.

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Zunächst einmal bedient das HUAWEI MediaPad M5 alle Wünsche hinsichtlich Haptik und Verarbeitungsqualität. Inzwischen ist man das von HUAWEI gewohnt und das Tablet macht keine Ausnahme. Das Metallgehäuse ist auf den Mikrometer gefräst, die von harman/kardon getunten Stereolautsprecher bewegen ordentlich Luft und die Ränder um das Gorilla Glass auf dem 8,4-Zoll-Bildschirm sind modern schmal. Es bekam bisher aktuelle Sicherheitsupdates (Stand Mai 2018) und läuft mit Android 8.0 und EMUI 8.0.

Allgemeines

Man braucht definitiv zwei normalgroße Hände, um das Gerät sicher zu halten und leider hat man neben Spielen und Medienkonsum nichts von den „oben“ und „unten“ verbauten Lautsprechern. Die meisten anderen Apps sind eben auf den Portraitmodus ausgelegt und natürlich hat man für die mehr Platz als auf einem Smartphone, aber meistens wird der nicht sinnvoll genutzt.

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Bei der vorliegenden LTE-Variante des Phablets kann man tatsächlich mit dem Gerät telefonieren. Dabei gibt es natürlich keine dedizierte Hörmuschel, sondern nur Freisprechen, oder eben mit gekoppeltem Headset. Ausprobiert – funktioniert – ist genauso albern, wie beim ASUS fonepad 2013.

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Über Kopf will man das HUAWEI MediaPad M5 dann trotzdem nicht lange halten. Die 316 Gramm machen sich doch recht schnell in den Armen bemerkbar und Ich finde, dass diese eigentlich erstmal nett aussehende Größe dazu beiträgt, dass ich mit dem Gerät unzufrieden bin. 8,4 Zoll sind am Ende nämlich nichts Halbes und nichts Ganzes. Man hat keinen Vorteil durch den kleineren Bildschirm/Formfaktor gegenüber einem größeren Tablet (z.B. dem HUAWEI MediaPad M5 mit 10,8″) und auch keinen Vorteil gegenüber einem Smartphone bis 6″, da die Oberfläche aussieht wie auf einem Smartphone nur eben aufgeblasen.

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Sicher, die Pixeldichte des 2K-Displays ist bei 8,4 Zoll höher (359 ppi), als bei einem Gerät mit selber Auflösung bei 10,8 Zoll (280 ppi). Aber das war es dann auch schon. Der Bildschirm ist dadurch wirklich sehr nett anzusehen, hilft schlussendlich aber nicht über die Smartphone-UI und das Gewicht hinweg. Bei still stehenden Bildern, wie den Splash-Screens von „Pokemon Go“ merkt man deutlich, wie die Smartphone-App einfach nur aufgeblasen wird und bei dem Pixelbrei hilft dann auch der tolle 2K-Bildschirm nicht.

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Nutzen

Am Ende gibt es für mich oftmals keinen Grund das Tablet zu nehmen, wenn mein Smartphone eh immer da ist und das was zu erledigen ist, schneller erledigt, weil es handlicher ist. Ich musste mich teilweise selbst überreden das MediaPad wieder in die Hand zu nehmen. Den selben Effekt haben aber auch alle anderen Tablets über die Zeit bei mir ausgelöst. Am Anfang wirkt so ein großer Touchscreen immer noch wie die Zukunft und man fühlt sich irgendwie modern damit. Nach sehr kurzer Zeit falle ich aber immer wieder auf Geräte zurück, die die Aufgaben für mich einfach besser erledigen können. Das Tablet – und gerade eines ohne Tablet-UI – stößt schnell an seine Grenzen.

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Leistung

Leistungstechnisch ist das HUAWEI MediaPad M5 (8,4″) – dank HiSilicon Kirin 960 (Octa-Core; 4 × A73 (2,4 GHz) + 4 × A53 (1,8 GHz)) – auf dem Stand vom Anfang letzten Jahres und ihr werdet bei wenigen Spielen Probleme haben. Der SoC steckte auch in der Mate-9-Familie, dem Honor 9 und der P10-Familie. 4 GB RAM unterstützen die Prozessoren. Es kommt mit 32 GB Speicherplatz und ich finde das für ein Tablet recht wenig.

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Natürlich sind die meisten Dienste heutzutage auf Streaming ausgelegt – sei es nun Netflix, Prime Video, Spotify oder Amazon Music – aber auf so einem Gerät will man ja evtl. dann doch seine eigene Musiksammlung unterbringen, oder Filme/Serien für eine Fahrt/einen Flug zwischenspeichern. Man kann den Speicher natürlich erweitern, aber von Hause aus ist bei 32 GB Schluss.

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Audio

Audiotechnisch hat man sich bei HUAWEI auch bei den Tablets mit harman/kardon zusammengetan, um dem Soundsystem einen Feinschliff zu geben. Das Tablet ist für Hi-Res Audio zertifiziert und ein 384kHz/32bit-DAC von Asahi Kasei dient als Kopfhörerverstärker. Das HUAWEI MediaPad M5 unterstützt auch Qualcomms aptX-Codec für besseres Audio über Bluetooth 4.2.

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Leider ist hier noch kein Bluetooth 5.0 und aptX HD am Start. Außerdem kommt es auch ohne Standardkopfhöreranschluss und man muss einen Adapter von USB Typ-C auf 3,5 mm Klinke verwenden, um Kabelkopfhörer mit dem HUAWEI MediaPad M5 zu verwenden. Der Adapter liegt bei.

Kameras

Wer unbedingt Fotos mit dem Tablet machen möchte, oder es für Videochats verwenden will, dem helfen die beiden Kameras. 13 Megapixel mit Autofokus sind es auf der Rückseite und 8 Megapixel mit Fixfokus sind es auf der Vorderseite – jeweils mit Blende f/2.2. Nichts Bahnbrechendes.

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Wirklich sinnvoll wäre die Hauptkamera natürlich für AR-Spiele, wie „Knightfall AR“, oder auch Simpleres wie „Brickscape“, die aber nur mit ARCore funktionieren, das das Tablet allerdings nicht unterstützt. Es steht sowohl für Fotos als auch für Videos ein Pro-Modus zur Verfügung, bei dem sich alle Kameraeinstellungen selbst vornehmen lassen.

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Selfies kommen mit optionalem Bokeh-Effekt und/oder Verschönerung und sehen gar nicht verkehrt aus. Mit dem Modus „Gesamtfokus“ lassen sich Motive mit verschiedenen Fokuspunkten aufnehmen, wobei dieser dann auch im Nachhinein beliebig setzbar ist (siehe die letzten beiden Fotos).

Fazit

Das HUAWEI MediaPad M5 (8.4″) macht einmal ehr deutlich, dass mir Tablets dieser Größe eigentlich nur zum Surfen, Spielen und Filme schauen taugen. Medienkonsum ist also seine Stärke, wobei ich ihn als eReader nicht nutzen wollen würde. Kindle & Co mit eInk sind da – logischerweise –  leichter. All diese Dinge kann ich außerdem mit dem Smartphone machen, das nicht so unhandlich ist. Für mich wurde diese Produktkategorie einfach nicht geschaffen. Fotos gelingen je nach Beleuchtung mehr oder weniger gut. Selfies sind ganz ordentlich. Besonders Grün sieht aber ausgewaschen aus.

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Gegen Ende des Tests kam es dann auch noch zu einem seltsamen Fehlverhalten des Tablets, das zwar keine Auswirkungen auf die Nutzung hatte, ich aber so auch noch nicht gesehen habe. In der Statusleiste wird ja u.a. angezeigt, ob sich das Gerät gerade in einem WLAN befindet, oder nicht. Um welches WLAN es sich handelt (SSID), sieht man i.d.R., wenn man das Menu mit den Schnelleinstellungen durch Herunterziehen vom oberen Rand öffnet.

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Nun war es so, dass das WLAN gewechselt hatte, die angezeigte SSID sich aber nicht dementsprechend änderte. Beim Deaktivieren vom WLAN änderte sich auch nichts (s.o.) und die Anzeige verharrte bei aktivem WLAN und in einem WLAN, aus dessen Einzugsbereich das Tablet längst entfernt wurde. Tatsächlich war die ganze Statusleiste abgestürzt oder eingefroren, denn wie ihr am nächsten Screenshot sehen könnt, war die Ladung schon lange nicht mehr bei 100%. Am Ende half natürlich ein Neustart.

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Wie alle modernen Geräte von HUAWEI lädt auch das HUAWEI MediaPad M5 mit Quick Charge und zwar mit 18 Watt (9V/2A) um genau zu sein. Ein entsprechendes Netzteil und das „USB Typ-C“-Strom- und Datenkabel liegen bei, um den 5.100-mAh-Akku flott wieder aufzuladen.

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Preise

Das HUAWEI MediaPad M5 (8.4″) gibt es in Space Gray mit 32 GB internem Speicher und auch als nur-WiFi-Variante. Das Tablet mit WiFi kostet derzeit 325 Euro (EVP 349 Euro) & das Tablet mit LTE kostet derzeit 365 Euro (EVP 399 Euro).

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weiterführender Link: HUAWEI-Produktseite

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Folgt mir 🙂

Michael S.

Bloggt über Technik und kritisiert andernorts Filme. Versucht das Wesentliche vom Unsinn zu trennen und ist passionierter Burgerfotograf.
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