Intel: High-Speed Chip soll bald Übertragungs- raten von 50 GBit/s schaffen

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Der Chip-Hersteller Intel hat gestern verkündet, dass man Daten zukünftig über optische Fasern übertragen wolle. Zur Markteinführung in 2-3 Jahren seien so Transferraten von bis zu 50 GBit pro Sekunde machbar.

Damit aber nicht genug. Nach Angaben der Intel-Forscher sei damit die Grenze des Machbaren lange noch nicht erreicht. Der Leiter des Forschungslabors, Mario Paniccia, hält mit dieser Technologie nämlich auch Übertragungsraten im Terabyte-Bereich für möglich.

Die optische Datenübertragung wird dabei durch eine Kombination aus Siliziumarchitektur und Lasertechnik erreicht. Mithilfe der deutlich schnelleren Transferraten soll der „50G Silicon Photonics Link“ nicht nur das Herunterladen von Daten beschleunigen, sondern auch für eine verbessere Darstellung von Videodateien wie Quad-HD (2160p) sorgen. Gleichzeitig sollen damit Übertragungsraten von 47,78 GBit/s gewährleistet sein. Eine Menge, wenn man hierzu Full-HD mit 1080p und Datenraten von bis zu 11,94 GBit/s vergleicht. Nach Angaben des Forschungsleiters könne man einen HD-KinoFilm oder 100 Stunden Musik so in weniger als einer Sekunde herunterladen .

Laut Intel könne man bei diesen hohen Transferraten zufolge vor allem im Consumer-Bereich nur noch auf eine Schnittstelle bauen. Diese würden dann Ton, Bild, sowie Netzwerk und Steuersignale von Eingabegeräten verarbeiten können. Die günstige Fertigungstechnik soll dabei gewährleisten, dass sich auch Endanwender die neue Technik leisten können. Die Sende- und Empfangschips wären dann Massenware, die sich aus einem Wafer schneiden ließen und mit herkömmlichen PCBs verbunden werden können. Dabei soll dank der neuen Intel-Technolgie nicht nur der Bereich der Endverbraucher profitieren, sondern mithilfe einer einfacheren Verkabelung auch platzsparende und weniger stromverbrauchende Rechenzentren ermöglicht werden.

Über die Robustheit des „50G Silicon Photonics Link“ schwieg sich Intel allerdings aus . Umfangreichere Testreihen müssten erst noch gestartet werden und würden wohl ein halbes Jahr dauern. Geräte, die erstmals auf die neue Technik zurückgreifen, sind laut Intel nicht vor drei Jahren zu erwarten. Ein großes Feld, an dem noch eifrig gearbeitet werden muss, sei die noch extrem teure optische Technik. Nach Paniccia wolle man zur Markteinführung nämlich hohe Bandbreiten zu geringen Preisen anbieten können.

Das Ganze klingt doch sehr nach dem Projekt Light Peak, an dem Intel und Apple bereits seit Jahren arbeiten, bisher aber ‘nur ‘auf eine Datenrate von 10GB pro Sekunde kommen konnten. Angeblich sollte diese Technologie bereits in 2011 ein Ersatz für USB 3.0 sein. Ob Light Peak nun durch diese neue, schnellere Technologie eretzt wird?

Das eingefügte Video zeigt einen Einblick in Intels Forschungslabor und den neuen High-Speed Chip:

[Fotos: Intel]

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