Ist dein Smartphone- oder Tablet-Akku unter Android zu schnell leer? Dann bezahl für deine Apps!

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Wer kennt das nicht? Man hat das Haus gerade einige Stunden verlassen und der Akku des Smartphones ist schon gefährlich leer, obwohl man noch gar nicht so viel damit gemacht hat. Computerwissenschaftler Abhinav Pathak hat eine mögliche Ursache hierfür in kostenlosen Apps gefunden.

Nicht die Tatsache, dass sie kostenlos sind ist hierbei von Belang, sondern dass die meisten kostenlosen Apps Werbung enthalten. Diese Werbung besteht meist aus Bannern, die in die App integriert sind. Das Problem hierbei ist, dass die Banner per GPS die aktuelle Position des Nutzers abrufen, um ihm passende Werbung anzeigen zu können. Die GPS-Funktion und die Nutzung der Internetverbindung daraufhin können einem Akku schon einmal zu schaffen machen. Befindet sich diese Werbung noch in einem Widget auf dem Homescreen und ist damit möglicherweise dauerhaft aktiv, wird es noch schlimmer.

Pathak hat in seiner Studie die beliebtesten kostenlosen Apps unter die Lupe genommen und dabei herausgefunden, dass nur 10-30 Prozent der verbrauchten Energie überhaupt für die Apps selbst verwendet wurde. Am Beispiel von Angry Birds wird deutlich welche Ausmaße dies annehmen kann. Nur 20 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs der App wird für das Spiel gebraucht. Hierbei ist das Laden der App und Spielen inbegriffen. 45 Prozent braucht die App, um die Location des Users zu finden, die Internetverbindung zu aktivieren und die Werbung herunterzuladen, die dem Nutzer angezeigt wird. Auch wenn die Übertragung abgeschlossen ist, bleibt die Internetverbindung noch für ca. 10 Sekunden aktiv. In diesen 10 Sekunden, in denen nichts passiert, werden noch einmal 28 Prozent der Energie verbraucht.

Benutzt du also viele werbefinanzierte Apps und hast ein Problem mit deiner Akkulaufzeit? Dann bezahl für deine Apps und besorg dir die werbefreie Version. Übrigens ist das nicht nur eine gute Möglichkeit den Akku deines Smartphones zu schonen, sondern auch ein Weg um den Programmierern der Apps zu zeigen, dass ihre Arbeit etwas wert ist.

Auf der EuroSys-Konferenz in Bern nächsten Monat möchte Pathak die Ergebnisse seiner Arbeiten präsentieren.

– Quelle: New Scientist

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