Kleines Fazit nach einem Monat Google Buzz

GoogleBuzz Kleines Fazit nach einem Monat Google Buzz Technologie

Also vor ein paar Wochen Google mit dem neuen Social-Web-Dienst Buzz an den Start ging, war die Aufregung groß. Vom Twitter- oder Facebook-Killer war die Rede. Buzz ist keines von beidem, aber eine sinnvolle Ergänzung, wenn man es nicht wie Twitter oder Facebook nutzt.

1. Buzz ist nicht Twitter

Auf virale Verbreitung via Buzz zu hoffen, ist trügerisch: Es gibt keine „Rebuzz“-Funktion. Auch fehlt Buzz die Knackigkeit der auf 140 Zeichen begrenzten Tweets. Derartige Kurzstatements und Wortspielereien, wie sie auf Twitter üblich sind, wirken bei Buzz seltsam fremd. Ich rate auch ab, Buzz direkt an Twitter zu koppeln. Die Tweets werden nicht in Echtzeit durchgereicht sondern, von Google alle paar Stunden bei Twitter abgeholt und rudelweise gebuzzt, was die Leser nervt.

2. Buzz ist nicht Facebook

Google-Profil hin, Picasa-Anbindung her: Buzz funktioniert bisher nicht, um Statusmeldungen des Freundeskreises zu verfolgen und in deren Profilen und Bildern zu stöbern. Was wohl auch daran liegt, dass Buzz nicht die integrierte Oberfläche von Facebook liefert. Wichtige Facebook-Funktionen wie Fanpages, Gruppen aber vor allem auch der Kalender, um gemeinsame Veranstaltungen zu planen, fehlen Buzz ganz oder müssen mühsam über andere Google-Dienste zusammengesteckt und -geklickt werden.

3. Buzz ist Buzz

Was auf Buzz hervorragend funktioniert, sind Diskussionen. Schreibt jemand einen kontroversen Beitrag, kann er sich der Aufmerksamkeit seiner Leser sicher sein, welche immer neue Kommentare unter den Buzz setzen. Alle Diskussionsteilnehmer bekommen den Buzz mit jedem neuen Kommentar wieder vorgesetzt. Buzzes mit viel Diskussionsstoff schwimmen also permanent oben. Das nervt nur so lange, wie man Buzz eben nicht als Reader, Facebook oder Twitter vergleicht, wo vergangenes eben nach unten verschwindet.

Mein Lieblingsfeature bei Buzz ist die enge Verzahnung mit dem Google Reader. Empfehle ich dort Artikel, werden diese automatisch gebuzzt. Lese ich bei neuen Leuten mit, bekomme ich auch deren Empfehlungen angezeigt, ohne nach Buzz wechseln zu müssen. Auf diese Weise habe ich eine wirklich ergiebige Ecke in meinem Reader aufgebaut, die viele interessante News und Blogposts enthält. Sie rauschen nicht in Echtzeit an mir vorbei, sondern dann, wenn ich Zeit habe, sie zu lesen. Und ich bekomme viele Perlen mit, ohne gleich zehnmal so viele Blogs abonnieren zu müssen.

Kleines Fazit

Der Hype ist vorbei, die Leserzahlen stagnieren. Buzz hat zumindest bisher weder Twitter noch Facebook Konkurrenz gemacht, wirkt aber für meinen Google Reader wie ein vorgeschalteter Turbo. Auch wenn ich meist wenig Zeit habe, bei Buzz mitzulesen, werde ich dort weiterhin nach interessanten Leuten mit interessanten Buzzes stöbern, um diesen Nachrichtenfilter zu verfeinern. Selber nutze ich Buzz weiterhin, interessante Fundstücke weiterzugeben und hier und da an Diskussionen teilzunehmen. Also soziales Netzwerk funktioniert Buzz für mich eher nicht. Aber vielleicht liegt das auch nur daran, wie ich es nutze.

Übrigens: Unser Gewinnspiel läuft noch. Wir verlosen noch bis Sonntag Nacht unter unseren Mitlesern bei Buzz einen vergesteuerten Helikopter.

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Paul
11 Jahre zuvor

Mich konnte Buzz auch nicht sonderlich überzeugen.
Momentan denke ich das Google den Dienst in einiger Zeit einstellen wird.

11 Jahre zuvor

Also an sicvh ist mir egal was buzz ‚ist‘. Aber es führt dazu, dass ich qualitativ hochwertige KOPmmentare ind Zusatzinfos zu meinem Blogposts kriege.

Und Buzz geht jetzt nach Twitter und von Da zu Facebook und wenn ich es entspr. tagge auch zu XING un Linkedin 😉

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