Logitech Harmony Elite – Der Allesbediener?

Wer kennt das nicht? Man hat einen Fernseher, einen Receiver, eine Anlage, einen Apple TV, einen Fire TV und was auch immer noch für Geräte, die eine Fernbedienung verlangen. Da kann man schon mal den Überblick verlieren oder aber man weiß nicht mehr wo hin mit den Dingern. Logitech bietet dazu seit mehreren Jahren eine Lösung an – die Harmony Universalfernbedienungen. Ich habe für euch die Premiumversion davon unter die Lupe genommen – die Logitech Harmony Elite.

Lieferumfang und Design

Logitech steckt in die teuerste seiner Fernbedienungen eine Menge Inhalt in den Pappkarton. So findet man beim Öffnen des Päckchens natürlich die Harmony Elite Fernbedienung mit Akku, das Harmony Hub, zwei Mini Infrarotsender, eine Ladestation, ein USB Kabel, zwei Netzteile und natürlich auch etwas Papierkram, damit ihr euch durch die Installation und Bedienung navigieren könnt.

Das Design ist ansprechend. Die Fernbedienung sieht eben aus, wie eine Fernbedienung aussieht, ist aber noch etwas ergonomischer geformt. Am Rücken der Remote findet man außerdem eine Gummierung, die das Rutschen in der Hand gut unterbindet. Am oberen Teil der Fernbedienung hat Logitech einen Touchscreen platziert, der verschiedene Aktionen auslösen kann. Aber dazu später mehr. Unter dem Display sind eine Menge Tasten, wie auf einer Fernbedienung auch üblich. Am Boden der Remote hat der Hersteller außerdem zwei Ladekontakte platziert, damit das Gerät in der Ladeschale aufgeladen werden kann.

Das Hub sieht ein bisschen aus, wie ein Ufo und kommt in einem ebenfalls schwarzen leicht transparenten Look daher. Doch warum brauch man das Ding überhaupt?

Harmony Hub zentralisiert die Steuerung Ihrer Geräte mithilfe drahtloser Infrarot-, WLAN- oder Bluetooth®-Signale. Sie können Kabel und Empfänger verstauen und alle Geräte hinter geschlossenen Schranktüren steuern.

Das Hub ist quasi zentrale Anlaufstelle für die verschiedenen Signale (Infrarot, WLAN und Bluetooth), die die Fernbedienung beherrscht. Ihr könnt die zwei Mini-Infrarotsender dort anschließen und in euren Schränken verstecken. Das einzige, was dann noch verbleibt ist das geschmeidig wirkende Hub. Dieses ist außerdem die Übersetzungszentrale, damit ihr auch die Smartphone und Tablet App zur Bedienung benutzen könnt. Aber dazu kommen wir gleich.

Installation und Bedienung

Einrichtungsmöglichkeiten gibt es bei der Harmony viele. Das funktioniert entweder über den Rechner oder aber über die App. Ich habe mich für den einfachen und unkomplizierten Weg der App entschieden.

Harmony® Control
Harmony® Control
Entwickler: Logitech Inc.
Preis: Kostenlos
  • Harmony® Control Screenshot
  • Harmony® Control Screenshot
  • Harmony® Control Screenshot
  • Harmony® Control Screenshot
  • Harmony® Control Screenshot
  • Harmony® Control Screenshot
Harmony®
Harmony®
Preis: Kostenlos
  • Harmony® Screenshot
  • Harmony® Screenshot
  • Harmony® Screenshot
  • Harmony® Screenshot
  • Harmony® Screenshot
  • Harmony® Screenshot
  • Harmony® Screenshot
  • Harmony® Screenshot
  • Harmony® Screenshot
  • Harmony® Screenshot
  • Harmony® Screenshot
  • Harmony® Screenshot

Ist die App einmal installiert führt sie euch durch den kompletten Set-up-Prozess. Dort führt ihr das Pairing mit dem Hub und dem WLAN und die Account Erstellung durch. Danach scannt das Hub das WLAN nach bekannten Geräten. Da waren bei mir schon der Sonos Play:1, der Playbar, der Fernseher, der Fire TV und der Apple TV dabei. Also alles, was ich bei mir zu diesem Zeitpunkt herumstehen hatte. Die Harmony unterstützt übrigens über 270.000 Geräte (darunter Philips Hue, Sonos, Apple, Amazon Fire, Qivicon, BOSE und und und) und die Liste wird ständig erweitert. Ihr könnt hier checken, ob euer Gerät dabei ist: [https://support.myharmony.com/de-de/compatibility]

Hier ist der Setup Prozess nochmal im Video:

Ab diesem Zeitpunkt könnt ihr die Geräte schon einzeln anwählen und 95 Prozent der zur Verfügung stehenden Funktionen verwenden. Bei meinem Medion Fernseher musste ich noch ein paar spezielle Funktionen nachpflegen. Dazu geht ihr einfach in die App und sagt dieser, dass das Gerät eine neue Funktion unterstützt und wählt eine Taste dafür auf der Harmony Elite aus. Ist das geschehen, möchte das Hub den Infrarot Code der Originalbedienung haben. Dazu geht ihr mit der originalen Fernbedienung an das Hub und drückt die entsprechende Taste. Danach ist das erledigt und die Harmony Elite versteht sich vollkommen mit dem Gerät. Einfach toll. Das wäre es dann auch schon, wenn man den Anspruch hat nur die Geräte zu bedienen.

Doch die Harmony Elite geht noch einen Schritt weiter. Ihr könnt nämlich auch sogenannte Aktivitäten festlegen. Darüber lassen sich mehrere Geräte und Schritte automatisch verknüpfen.

Wollt ihr beispielsweise Apple TV schauen, hakt ihr den Fernseher, den Apple TV und den Sonos Playbar (in meinem Fall) für den Sound an. Danach wird der HDMI Input für den Apple TV gewählt. Habt ihr das erledigt reicht ab diesem Zeitpunkt ein Druck auf die Aktivität und automatisch wird der Fernseher auf dem entsprechenden Anschluss, der Apple TV und die Anlage eingestellt. Das ganze kann man soweit treiben, dass die Philips Hue Lampen gedimmt werden, die Jalousien nach unten gefahren werden etc. Es wird also auf Knopfdruck die entsprechende Atmosphäre geschaffen. Hier sind zwei Beispiele für das Zubettgehen und eine Date Night:

In den Aktivitäten kann man außerdem die Fernbedienung auch weiter customizen. So kann man die Lautstärketasten beispielsweise so umstellen, dass der Playbar bedient wird, die Kanalwahltasten für den Receiver schalten usw. Insgesamt 15 Geräte gleichzeitig. Eine nette Sache!

Insgesamt ist die Bedienung mit der Harmony Elite wirklich sehr komfortabel und intuitiv. Leider gibt es doch aber einen elementaren Nachteil, wenn man zum Beispiel Fire oder Apple TV bedienen möchte. Die Harmony Elite hat kein eingebautes Mikrofon. Das sorgt dafür, dass Siri und die Sprachsuche auf dem Fire TV nicht funktionieren. Die benutze ich jedoch andauern um nach Dingen zu suchen. Ich hoffe, dass Logitech im Nachfolger der Elite diese Funktionen nachrüstet, weil ich im Moment so weiterhin auf die beiden kleinen Fernbedienungen der Set-Top-Boxen angewiesen bin.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist die App, die in einigen Punkten noch etwas unfertig wirkt. Man muss teilweise zu viele Screens durchwischen, um an oft benötigte Funktionen zu kommen. Das ist aber auch das einzige, was es noch zu kritisieren gäbe.

Mein Fazit zur Logitech Harmony Elite

Die Harmony Elite ist eine gute und wahrscheinlich aktuell die beste Lösung, um den Wust aus diversen Geräten in den Griff zu bekommen. Das Design ist elegant, ansprechend und an der Verarbeitung kann man auch nichts kritisieren. Die erste Einrichtung ist je nachdem wie viele Geräte vorhanden sind in kurzer Zeit erledigt und ab da ist die Steuerung der Hausgeräte wirklich einfach. Man hat nie das Gefühl, dass man etwas nicht im Griff hat. Ein weiterer großer Vorteil ist die stetige Erweiterung der Kompatibilitätsliste, die jetzt schon verdammt lang ist. Vor allem die Verfügbarkeit von neuen Smart Home Geräten dürfte dem ein oder anderen Zusagen. Dazu gehören Glühbirnen, Thermostate, steuerbare Steckdosen etc. Es gibt also eigentlich fast nur Vorteile. Einen sehr großen Haken hat dieser Komfort allerdings. Man muss ihn teuer bezahlen. 215 Euro muss man für die Harmony Elite – also die Premiumbedienung – hinblättern. Das kann sich lohnen, wenn man über eine Menge Geräte verfügt. Hat man jedoch nur drei oder vier Geräte rumstehen, sollte man sich eher bei den anderen Harmony Varianten umsehen, die natürlich um einiges günstiger sind.

Preis.de Preisvergleich powered by Amazon

Vielen Dank an Logitech für die Bereitstellung des Testgerätes!

Olli
Folgt mir ^^

Olli

Ist beruflich im SAP Geschäft tätig, seit 2015 nach langer Pause aber wieder in der Blogosphäre unterwegs. Hat eine attestierte „Technik-Macke“ mit einer Vorliebe für Apple-Produkte.
Olli
Folgt mir ^^

Veröffentlicht von

https://www.stereopoly.de

Ist beruflich im SAP Geschäft tätig, seit 2015 nach langer Pause aber wieder in der Blogosphäre unterwegs. Hat eine attestierte „Technik-Macke“ mit einer Vorliebe für Apple-Produkte.

Schreibe einen Kommentar