Malware im Android Market: Millionen Nutzer könnten betroffen sein

Androdi-Antivirus-market Malware im Android Market: Millionen Nutzer könnten betroffen sein Google Android
Bevor ich gleich etwas ausführlicher auf das Thema eingehen werde, möchte ich zunächst festhalten, dass kein Betriebssystem absolute Sicherheit bietet. Das ist einfach so. Wer sich etwas genauer informieren möchte, sollte diese Infografik studieren. Immer wieder liest man, dass iOS von Apple aufgrund der Tatsache, dass es sich dabei um ein geschlossenes System handelt, sicherer als Android sei. Das ist mit Sicherheit auch richtig. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass auch iOS schwere Sicherheitslücken aufweisen kann.

Aktuell warnt nun Symantec, manchen vielleicht besser bekannt als der Hersteller von Norton Anti-Virus, vor einer ganzen Reihe von Anwendungen im Android Market, die Schadcode enthalten. Die Apps sammeln nicht nur die Daten des Nutzers, sondern führen auch Tasks im Hintergrund aus, ohne dass jemand etwas davon mitbekommt. Die in der Überschrift genannte Zahl von fünf Millionen betroffenen Nutzern stellt dabei einen Schätzwert dar.

Einen großen Bogen sollte man deshalb um folgende Apps machen:

  • Counter Elite Force
  • Counter Strike Ground Force
  • CounterStrike Hit Enemy
  • Heart Live Wallpaper
  • Hit Counter Terrorist
  • Stripper Touch girl
  • Balloon Game
  • Deal & Be Millionaire
  • Wild Man
  • Pretty women lingerie puzzle
  • Sexy Girls Photo Game
  • Sexy Girls Puzzle
  • Sexy Women Puzzle
 Auch ein Nutzer merkt in den Bewertungen eines dieser  Spiele an, dass etwas nicht stimmt:

“The game is decent … but every time you run this game, a ‘search icon gets added randomly to one of your screens,” said one user on Jan. 16 after downloading “Deal & Be Millionaire,” one of the 13. “I keep deleting the icon, but it always reappears. If you tap the icon you get a page that looks suspiciously like the Google search page.”

Nun heißt es erstmal abwarten. Sollte an der Sache etwas dran sein, dürfte Google die kompromittierten Anwendungen sicherlich aus dem Android Market entfernen. Generell kann man Nutzern von Google Android nur raten, Anwendungen, die sie auf ihr Smartphone lassen, mit Bedacht auszuwählen.

– via redmondpie

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Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

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Elv
10 Jahre zuvor

Richtig, jedes OS hat seine Probleme. Mit der Popularität steigt die Gefahr.

Bei Apple mit der Zugangskontrolle und den Einschränkungen im Multitasking ist es allerdings erheblich schwieriger etwas einzuschleusen. Das es nicht unmöglich ist, zeigen APPs die durch die Zulassung gekommen sind, obwohl diese Code interpretieren oder gar beliebig nachladen können (C64 Emulator in Version 1.0, danach nur noch InApp-Kauf) und nachträglich wieder entfernt wurde.

Sicherheitslücken gibt es auch im iOS selbst, aber hier wollen wir nicht jammern, weil es ja die Grundlage des Jailbreak ist solche zu haben und zu finden. Physikalischer Zugriff zu einem Gerät bringt immer mehr Möglichkeiten.

Klaus
10 Jahre zuvor

Brainless Zombies!
Ich versteh’s nicht. Es geht nicht in meinen Kopf. Die Dummheit von einigen Anwendern muss wirklich -frei nach Albert Einstein- unendlich sein.
JEDE APP zeigt vor der Installation seine Rechte an. Jede.
Und JEDER USER muss diese Rechte bestätigen!

Unter Windows ist ja mal schnell auf SETUP.EXE geklickt. Aber bei Android? Da steht doch praktisch wortwörtlich:
DIESE APP IST EIN TROJANER, DER IHRE PERSÖNLICHEN DATEN AUSSPIONIERT UND PER INTERNET WEITERLEITET. WEITERHIN KANN DIESE APP KOSTENPFLICHTIGE WÄHLVERBINDUNGEN ZU PORNO-ABZOCK-RUFNUMMERN AUFBAUEN. WOLLEN SIE TROTZDEM INSTALLIEREN?
Und wer dann auf “JA, WILL ICH” drückt, der hat es einfach nicht anders verdient.
Darwinismus halt.
Leute mit solch einem IQ müssen einfach bluten bzw. massiv abgezockt werden – sie haben es einfach nicht anders verdient.

Basta….

Elv
10 Jahre zuvor

Bei den angeblichen Malware-Apps handele es sich lediglich um Programme, deren Entwickler an einem aggressiven Anzeigennetzwerk teilnehmen, erklärt die Sicherheitsfirma Lookout.

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