Micropaymentsystem: Google als Robin Hood der Verlage

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Es ist das Thema der Woche: Inhalte im Web und wie man mit der Bezahlung umgeht. Verlage wollen an ihren Inhalten verdienen, Internetnutzer wollen Informationsfreiheit und wieder andere wollen damit verdienen, dass andere Geld verdienen. Die Rede ist von Google und dem Micropaymentsystem

Die große Suchmaschine spielt gerade den Robin Hood der Verlage und schreibt geradezu ein Märchen. Fakt ist, die Verlage machen durch freie Informationen über das Web immer mehr Verluste. Fakt ist auch, dass sie sich Gedanken machen, wie sie diese Einbußen wieder rein bekommen können. Tja, aber Märchen interessieren Fakten nicht so sehr. Google dreht also mal eben das Märchen um, und will einen Bezahldienst für Kleinstbeträge anbieten. Ganz nach dem Motto Kleinvieh macht auch Dreck, werden sich die Beträge sicher auch zu einem hübschen Sümmchen zusammenläppern. Es geht darum, dass Google ein Konzept erarbeitet, mit dem Kleinstbeträge von Nutzern abgerechnet werden. Damit schafft Google die Grundlage dafür, dass Verlage auch für kleinere Angebote Geld verlangen. können Google stellt sich damit auf die Seite der Verlage, die den großen Webdienst immer wieder mal angreifen, weil Google indirekt, über Werbung, an deren Webinhalten verdienen würde, so die Argumentationskette. Google schreibt natürlich keine Konzept, um dann nichts davon zu haben. Nein, ein drittel der Einnahmen will der Riese haben. Google nimmt also von den Nutzern und verteilt an die Verlage. Doch Robin Hood heimst sich selbst eine Ganze Menge dabei in die eigenen Taschen. Das Ganze ist also nicht ganz Robin Hood. Denn wer sind hier eigentlich die Armen und die Reichen? Und von wem wird hier eigentlich genommen? Wir nehmen den Nutzern und geben es den armen  Verlagen. Die sollten sich allerdings auch genau angucken mit welchen Robins sie sich so einlassen und das Konzept mal genau anschauen, rät der Beitrag auf diesem Blog.

Dieses sogenannte Micropaymentsystem kommt auf uns als Nutzer langsam, aber ziemlich sicher, zu. Noch ist es allerdings in einem frühen Planungsstadium. Wenn ein solches Konzept aber erst einmal in einer vernünftigen Form auf dem Tisch liegt, dann gibt es kein zurück mehr. Schon nächstes Jahr könnte es so weit sein. Also,  ich kann mich mit dieser Robin Hood Variante nicht so ganz anfreunden. Vielleicht sollte man doch wieder mal eine Zeitungen kaufen.

Foto: Jeger / Pixelio

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12 Jahre zuvor

ist halt echt ein sehr schwieriges und kontroverses thema.. aber im endeffekt ist google ja noch nie gescheitert.

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