MMI Navigation plus und Audi connect im Audi A6 Allroad Quattro – ein Erfahrungsbericht

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Im Mai habe ich euch die MMI Navigation plus sowie Audi Connect bereits ausführlich vorgestellt, nachdem ich auf Mallorca die Möglichkeit hatte, den neuen Audi A3 Probe zu fahren. Während dieser Bericht eher die theoretischen Grundlagen beinhaltete (auf Mallorca fehlte einfach die Zeit für einen ausführlichen Praxistest), folgt nun der dazugehörige Erfahrungsbericht. Die entsprechenden praktischen Erfahrungen konnte ich im neuen Audi A6 Allroad Quattro sammeln, den mir Audi freundlicherweise für eine Woche zur Verfügung gestellt hat. Für diejenigen unter euch, die sich nicht nur für das Thema Infotainment, sondern auch für das Auto selbst interessieren, habe ich auf m4gic.net einen ausführlichen Fahrbericht veröffentlicht: Fahrbericht: Audi A6 Allroad Quattro – der Offroad-Kombi für alle Fälle.

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Was ihr hier seht, ist die MMI Navigation plus, die uns zunächst einen Überblick über die einzelnen Funktionen bietet. Unter „Car“ findet ihr alle Einstellungen, die das Auto und dessen Assistenzsysteme betreffen. Dort könnt ihr zum Beispiel auswählen, ob ihr lieber dynamisch oder spritsparend fahren wollt. „Telefon“ bedarf wohl keiner Erklärung. Unter „Info“ findet ihr Dinge wie Audi Connect, auf das wir später noch zu sprechen kommen. Zunächst widmen wir uns aber der Navigation.

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Wie ihr unschwer erkennen könnt, ist hier nicht die übliche Kartenansicht zu sehen, wie man sie von herkömmlichen Navigationssystemen kennt, sondern Google Earth – die klassische Ansicht kann selbstverständlich auch ausgewählt werden. In den sieben Tagen, in denen ich das Auto testen konnte, habe ich über 1.500 km zurückgelegt und dabei stets auf die Navigation via Google Earth zurückgegriffen. Warum? Weil ich es einfach toll finde, wenn man nicht immer die öden Karten vor Augen hat, sondern auch einzelne Gebäude und andere Details sehen kann.

Die Sache hat allerdings einen Haken: da die MMI Navigation plus auf die Daten von Google Earth zugreifen muss, benötigt man eine konstante Internetverbindung. Wenn man nicht gerade eine 5 GB Datenflatrate besitzt, kann es schon einmal passieren, dass das Datenvolumen plötzlich aufgebraucht ist. Aus diesem Grund wird man auch vor jeder Verwendung des Dienstes gefragt, ob man die Verbindung mit dem Internet zulassen möchte.

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Audi connect macht das Auto zur interaktiven Kommunikationszentrale. Die Entwicklung in diesem Bereich steht allerdings noch ganz am Anfang und so sind derzeit auch nur die Dienste „Wetter“, „Reiseinformationen“ und „Nachrichten“ verfügbar. Alles lässt sich bequem über das Click-Wheel steuern. Das ist deutlich komfortabler als die Benutzung eines Smartphones während der Fahrt – was ja ohnehin verboten ist. Die Ladezeiten sind verglichen mit dem, was man von Smartphones und Tablets kennt recht lang, die Anzeige reduziert. Für letzteres hat man sich ganz bewusst entschieden, da der Fahrer eben nur die wichtigsten Infos bekommen und nicht wie am heimischen PC im Internet surfen soll. Im kommenden Audi A3 sind neben diesen Diensten dann auch noch Facebook und Twitter integriert.

Prinzipiell bleibt festzuhalten, dass die Ansätze von Audi auf diesem Gebiet genau die richtigen sind, auch wenn der Funktionsumfang von Audi connect derzeit noch recht beschränkt ist. Das Hauptproblem liegt in meinen Augen darin, dass für fast alle Dienste eine konstante und vor allem schnelle Internetverbindung notwendig ist. Das mag in Großstädten kein Problem darstellen, sobald man aber auf Landstraßen oder auf der Autobahn unterwegs ist, wird aus dem 3G recht schnell 2G oder der Empfang geht komplett verloren. Dann funktioniert weder die Navigation mit Google Earth noch die Abfrage des Wetters oder der aktuellen Nachrichten. Wer sich mit der Thematik nicht auskennt, sucht den Fehler dann bei Audi  und nicht bei den Netzbetreibern – und wenn ihr mal eine Landesgrenze überschreitet ist selbstverständlich auch Daten-Roaming angesagt, auch wenn dies standardmäßig deaktiviert ist. Alles nicht so einfach in der schönen neuen Welt des Internets.

Ich bin mir sicher, dass das Thema Infotainment bei Autos immer wichtiger werden wird. Ein zügiger Ausbau des LTE-Netzes in Deutschland würde die Entwicklung mit Sicherheit deutlich beschleunigen. Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringt – vielleicht einen App Store fürs Auto 😉

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Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

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