Motorola Moto E – the shape of things to come [Review]



Die IFA 2014 in Berlin steht vor der Tür und mit ihr auch die Nachfolgegeräte der mittleren und oberen Preisklasse von Motorolas Smartphones. Ein guter Zeitpunkt auf das Gerät zu schauen, dass die Designsprache für das Moto G2 und Moto X+1 maßgeblich mitbestimmt: Ihren kleinen Bruder und das derzeit aktuellste Smartphone von Motorola – das Moto E.

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Das erste, was man beim Moto E vielleicht machen möchte, ist ein Update. Im Gegensatz zur Masse der Mitbewerber, hat eben auch das günstigste Android-Smartphone von Motorola ein offizielles Update auf die allerneueste Version von Android – 4.4.4 KitKat – erhalten und damit auch Patches für die bekannten Sicherheitsschwächen.

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Tatsächlich kommt es von Hause aus schon mit 4.4.2, was nicht übel ist für ein Gerät mit Hardware, die andernorts noch mit Jelly Bean ab Werk kommt.

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Das Moto E ist knapp dreieinhalb Monate am Markt und damit noch lange nicht alt. Es ist in der Tat der Signalgeber für die Dinge, die in wenigen Tagen auf uns zukommen werden. Die nach vorn gerichteten Lautsprecher und die auch beim jetzigen Moto X und Moto G vorhandenen Rundungen werden – in größeren Abmaßen – auch beim Moto G2 und Moto X+1 zu finden sein.

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Wie auch seine größeren Geschwister, liegt das Moto E sanft in der Hand und ist mit seinem 4,3-Zoll-Bildschirm auch großartig mit einer Hand bedienbar. Im Gegensatz zu anderen Android-Smartphones dieser Preisklasse, fühlt sich das Moto E auch recht wertig an, wenngleich der wechselbare Deckel (Farbvarianten erhältlich) an dem Vorproduktionsgerät etwas Spiel hatte.

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Ansonsten ist das Äußere schön schlicht und die drei dünnen Tasten (An/Aus, Lautstärkewippe) am rechten Rand wackeln kein Stück.

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Unter dem Deckel verbirgt sich der nicht so einfach wechselbare Akku und die beiden Steckplätze für Mikro-SIM und microSD-Karte. In anderen Ländern existiert das Moto E auch als Dual-SIM-Variante, daher die Beschriftung mit “SIM 1”. Der zweite Steckplatz würde sich zwischen SD-Karte und SIM 1 befinden.

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Spezifikationen:

  • OS: Android 4.4.2 KitKat (4.4.4 verfügbar)
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 200 mit 1,2 GHz (Dual-Core-CPU, Cortex A7) und Adreno 302 mit 400 MHz (Single-Core-GPU)
  • Speicher: 1 GB RAM + 4 GB intern (erweiterbar, max. 32 GB microSD)
  • Gewicht: 142 g
  • Bildschirm: 4,3 Zoll mit 540 × 960 qHD und 256 ppi, IPS, 24-bit-Farbtiefe, Anti-Schmutz-Oberfläche und Gorilla Glass 3
  • Akku: 1980 mAh
  • Funk: 3G UMTS, Bluetooth 4.0 LE, WLAN 802.11 b/g/n

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Benchmarks & Sicherheit

Schon beim ersten Benchmark – dem 3DMark – sieht man, dass ein auf dem Papier unterlegenes Gerät (1,2 Dual-Core statt 1,3 Quad-Core) trotzdem obsiegen kann. Das günstigere Moto E schlägt hier das IceFox X2, wodurch es natürlich trotzdem nicht zur go-to-Gaming-Maschine wird 😉 die Mali-GPU im IceFox X2 ist hierbei vermutlich einfach der Adreno-GPU (beide mit 400 MHz) unterlegen. Das Moto E ist gleichauf mit dem Sony Xperia E1.

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Im Quadrant-Benchmark schlägt es auch das HTC One X, bleibt aber hinter dem IceFox X2 zurück. Was auch immer ihr aus den Benchmarks für Informationen ziehen mögt – Motorola hat mit dieser Gerätegeneration eindrucksvoll beweisen, dass man auch mit abgehangener Hardware Geräte bauen kann, die flüssig zu bedienen sind, gutes Design mitbringen und für die meisten Einsatzzwecke taugen. Keines der Motos fischt bisher preislich am oberen Rand, aber alle drei haben in ihrer Preisstufe mit die besten Preis-/Leistungsverhältnisse.

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An der Security-Front ist dank dem Support auch alles rosig – vor Heartbleed und den diversen anderen Exploits, bleibt man beim Moto E verschont.

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Testfotos

Die Fotos, die man mit der 5-Megapixelknipse machen kann (übrigens die selbe, einfach zu bedienende Schnappschuß-Kamera-App von Motorola selbst, wie bei den anderen Motos), sind solche von Szenen in größerer, oder solche in ein paar Schritt (mittlerer) Entfernung. Makroaufnahmen gelingen indes nie – die Linse kann nahe Objekte einfach nicht fokussieren. Da man ja sowieso nie mit Handyblitz fotografieren sollte, macht dessen Fehlen hier auch keinen großen Unterschied. Natürlich fehlt damit auch ein Schlüssellochsuchlicht.

Wie ihr sehen könnt, sind Nahaufnahmen unmöglich scharf zu stellen und auch wenn die Spezifikation vom Fokussieren per Fingertipp spricht, denke ich, dass es sich hier um ein Fixfokusobjektiv handelt (wie beim Lumia 530), das einfach überhaupt nur eine Ebene scharf abbilden kann. Beim “Fokussieren mit dem Finger” wählt man im Grunde den Bildbereich aus, der möglichst optimal belichtet werden soll, eine Schärfeneinstellung findet jedoch nicht statt.

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Ob euch die Schnappschüsse gefallen, müsst ihr für euch selbst entscheiden, ich finde sie nicht superschlecht und teilweise ganz brauchbar, wenn man sie noch durch Instagram und Konsorten jagt. Aber sie bleiben schon eher auf Selfie-Niveau von Smartphones mit Frontkamera. Immerhin sind die Farben ziemlich naturgetreu, bis auf diese eine blaustichige Aufnahme vom Fernsehturm in Berlin aus dem fahrenden Zug heraus, bei der die HDR-Automatik zugeschlagen hat.

Fazit

Das Moto E gehört definitiv zu den besten Smartphones um die 100 € (es ist derzeit für um die 115 € zu haben) und für mich auch die Empfehlung, wenn es ein Android-Gerät sein soll. Schon allein wegen der viel höheren Update-Wahrscheinlichkeit – ein Versprechen dazu hat Motorola bisher tatsächlich immer eingehalten – liegt es Meilen vor Geräten, die – einmal ausgeliefert – nie wieder Beachtung vom Hersteller finden. Ich persönlich würde mich in der Preisklasse vermutlich eher im Windows-Phone-Lager umsehen, obwohl eine Auswahl an farbigen Shells der Lumia-Vielfalt hier in nichts nachsteht.

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Leider wird man die Dual-SIM-Variante hierzulande vergeblich suchen (aber es existiert eine). Der Gorilla-Glass-3-geschützte Bildschirm gehört mit zu den Besseren zu dem Preis und sieht trotz seiner geringeren Auflösung (nur qHD mit 256 ppi) dank IPS-Technologie und 24-bit-Farbtiefe klarer und satter aus als TFT-HD-Displays um die 5 Zoll mit nur 16-bit-Farbtiefe.

Vielleicht sollte man die Installation einer alternativen Tastatur (wie SwiftKey) in Betracht ziehen. Die Standard-Android-Tastatur ist etwas zu klein skaliert für meinen Geschmack und man (ich) vertippt sich recht häufig. Ich mag aber tatsächlich diese Größe, sehr viel lieber als alles über 4,7 Zoll. Dass in so einen Formfaktor auch High-End-Teile passen haben alle iPhone bis jetzt bewiesen. Im Lager der Android-Hersteller scheint sich aber das Mantra durchzusetzen, dass die Größe eines Gerätes auch dessen Featurereichtum festlegt. Geräte wie das Xperia Z1 Compact von Sony sind die Ausnahme und nah dran an meinem Traum-Android-Smartphone. Doch immer fehlt doch irgendwas im Vergleich zu ihren “nicht-kompakten” Geschwistern.

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weiterführender Link: Motorola

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Folgt mir 🙂

Bloggt über Technik und kritisiert andernorts Filme. Versucht das Wesentliche vom Unsinn zu trennen und ist passionierter Burgerfotograf.

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7 Jahre zuvor

[…] nahtlos ein. Wieder landet es im Ranking unter Nexus 4 und über HTC One X, wobei es deutlich über Moto E und IceFox X2 rangiert. Letzteres hat ja tatsächlich eine fast identische Ausstattung (bis auf den […]

[…] gibt es ein schwarzes und ein weißes Modell, die beide eindeutig das Design vom Moto E übernommen haben und mit farbigen Shells individualisiert werden können. Das Feature, mit dem man […]

[…] alten Moto E fehlte ja tatsächlich ein Beschleunigungssensor, die Integration eines Solchen ermöglicht jetzt […]

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