Motorola Atrix Dual Core-Android-Smartphone im Hands-On & erste Eindrücke [Cebit]

motorola_atrix_cover Motorola Atrix Dual Core-Android-Smartphone im Hands-On & erste Eindrücke [Cebit] Motorola Smartphones Technologie

Über das Motorola Atrix, des ersten Dual Core-Smartphones des US-amerikanischen Herstellers, und sein viel versprechendes Konzept hatte ich mich bereits vor einigen Wochen ausgelassen. Nun hatte ich auf der Cebit eine erste Begegnung mit dem Gerät und den verschiedenen Docking-Stationen, welche aus dem Smartphone sein großes Potenzial herauskitzeln – entweder als Netbook oder als Multimedia-Station am Fernsehgerät.

Motorola Atrix

Zur Hardware des Atrix: Es verfügt über einen Dual Core-Prozessor mit 1 GHz Rechenleistung und 1 GB RAM sowie 16GB Speicher. Eine 5 Megapixel Kamera ist auf der Rückseite zu finden, an der Front ist eine VGA-Kamera für Videotelefonie verbaut. Das 4- Zoll-Display verfügt über qHD-Auflösung, was 960 x 540 Bildpunkten entspricht. Ein interessantes, und mir bei Smartphones bislang unbekanntes Feature ist der verbaute Fingerabdrucksenor auf der Oberseite des Gehäuses. Mit diesem lässt sich das Atrix entsperren, ohne sich ein umständliches Entsperrmuster merken zu müssen.

Als Betriebssystem wird beim Atrix auf Android 2.2 gesetzt, ein Update auf 2.3 Gingerbread soll aber noch in diesem Jahr kommen, wobei sich die Ankündigung auf den US-Markt bezog. Es ist zu hoffen, dass Motorola auch für den europäischen Markt ein Update in petto hat.

Neben dem hochauflösenden Display und dem Dual Core-Prozessor besitzt das Atrix eine weitere Besonderheit. Diese hat Motorola Webtop, genannt. Denn das Atrix verfügt nicht nur über Googles Android-Betriebssystem, sondern ein zweites OS, welches auf Linux basiert. Dieses wird automatisch aktiviert, sobald das High-End-Smartphone in eine der Dockingstationen gesteckt wird.

Das Look & Feel des Atrix ist etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man ansonsten nur die Milestones kennt. Denn im Unterschied zu den Slidern ist etwas mehr Kunstststoff verbaut. Dennoch macht es einen soliden und wertigen Eindruck. Wie bei allen Motorola Android-Phones ist die Nutzeroberfläche Motoblur Android übergestülpt worden. Andere Hersteller wie Samsung oder HTC verwenden ähnliche Anpassungen und ist grundsätzlich eine Frage des Geschmacks.

 

Motorola HD-Multimedia-Dock

Mithilfe des HD-Multimedia-Docks lässt sich das Atrix in Kombination mit einem entsprechenden Fernseher in eine Multimedia-Station umwandeln. Über den Fernsehschirm lassen sich alle Programme, die auf dem Smartphone laufen, starten und nutzen. Die Bedienung ist unheimlich einfach, es ist sogar theoretisch möglich, über die Frontkamera des Atrix Videotelefonie vom Sofa aus über das große Display zu nutzen. Auch das Surfen durchs Web ist kein Problem, da eine Vollversion des Firefox-Browsers in Version 3.6 inklusive Adobe Flash-Player installiert ist.

In der Motorola-Lounge, die wie eine gemütliche Wohnung inklusive Küche, Wohn- und Arbeitsszimmer eingerichtet wurde, war das Atrix an einen 50-Zoll-LED-Fernseher angeschlossen. Per Bluetooth-Keyboard und Maus liess sich das Ganze bequem vom Sofa aus steuern. Zwar haben wir bemerkt, dass die Software noch nicht ganz ausgegoren ist – beim Versuch Angry Birds im Vollmodus zu spielen, lief das Bild nur mit stottern. Doch wer spielt auch Angry -Birds auf einem 50-Zoll-Display? Da es sich noch nicht um die finale Software handelt und Motorola noch bis zum Verkaufsstart im dritten Quartal dieses Jahres Zeit hat, wird sicherlich noch eifrig daran gearbeitet, um alles noch flüssiger laufen zu lassen.

Motorola Lapdock

Der Clou des ganzen Zubehörs für das Atrix ist das Lapdock. Es sieht aus wie ein Netbook, ist allerdings noch schlanker und leichter, da es nur aus Tastatur, 11,6 Zoll-Display und Trackpad besteht. Der eigentliche Rechner und Speicher ist das Atrix. Wird das Smartphone an der Rückseite des Lapdocks eingeklinkt, startet, wie auch bereits bei der HD-Station die Linux-Oberläche. Die Verarbeitung des Lapdocks ist hochwertig, die Tastatur hat einen guten Druckpunkt und auch mit dem Trackpad lässt sich gut arbeiten. Laut Motorola soll das Lapdock bis zu acht Stunden mit einer Akkuladung laufen können. Dies kann ich nicht bestätigen, da ich zu wenig Zeit hatte, mich damit zu beschäftigen. Für mich hinterlässt die Kombination aus Atrix und dem Lapdock ein schlüssiges Konzept, das ich gerne für längere Zeit testen möchte.

Wer sich das Motorola Atrix aus der Nähe ansehen möchte, hat noch bis Ende der Woche Zeit. Denn auf der Cebit in Hannover wird das Smartphone in Messepavillon 32 ausgestellt.

P.S.: Sorry für die zum Teil weniger tolle Bildqualität, es war recht funzelig in der Büroecke der Motorola-Lounge, aber sehr gemütlich. 😉

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=b7Ymrs7YMMA[/youtube]

 

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