Motorola Moto G: der Stern in seiner Preiskategorie [Testbericht]


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Nach meinem Unboxing folgt nun der etwas ausführlichere Bericht um das Moto G. Motorolas Einstieg in die unter-200-€-Klasse, hat für ordentlich Wirbel gesorgt und erschlägt die Konkurrenz mit hervorragender Verarbeitung und dem besten Bildschirm in dieser Klasse.

Mich hat das Moto G direkt nach dem Auspacken gepackt. Es gehört zu den Geräten, die man in die Hand nimmt und das Gefühl einfach stimmt. Es hat genau die richtigen Dimensionen für meine Klumphände und bleibt – dem Designer sei Dank – unter 5 Zoll. Aber ich weiß – Bildschirmgröße ist eine sehr private Angelegenheit 😉

Das Nächste was einem im wahrsten Sinne des Wortes entgegenscheint, ist der großartige Bidlschirm. Unter 200 € wird man wohl keinen Besseren finden. Die Farben sind kräftig, die Pixel schön dicht und der Touchsensor reagiert lagfrei.

Hardware

Das Moto G besteht aus einem Hauptkörper – mit Bildschirm und Innerein – und einer Hartschale als Rückseite. Diese ist – wie schon im Unboxing bemerkt – unter großen Kraftanstregungen wechswelbar und Motorola bietet eine Auswahl an Shells und Flip-Shells, in der wohl jeder etwas findet. Andernorts findet man dort zwei SIM-Einschübe (microSIM-Format), hierzulande nur Einen und den Akkukörper, der zwar als solcher zu erkennen, aber nicht einfach herauszunehmen ist.

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Leider fehlt ein Erweiterungsslot für eine microSD-Karte, allerdings kommt das Moto G auch mit doppelt so viel Speicherplatz in der Basisvariante als bsp.weise das LG L7 II. Verzichten muss man auch auf Technologie-Features, die zumindest was NFC und Qi angeht, sowieso meist nur zur Spielerei gereichen und LTE findet man in Verträgen der Netz-Reseller (Base & Co.) sowieso nicht. Denn ich vermute stark, dass dieses günstige Smartphone, von der breiten Masse eher vertragsfrei gekauft und mit einem Basteltarif verwendet wird, anstatt mit einem Rundumvertrag über 24 Monate.

Kurz: diese drei Topfeatures sind in keinster Weise essentiell zur problemlosen Verwendung eines Smartphones. NFC hat kaum Anwendungen und Bluetooth-Geräte kann man auch ohne pairen, wenn man das überhaupt macht. LTE ist zwar schön, aber auch noch teuer und weit weniger verfügbar als UMTS und Qi ist eine Spielerei, wenn auch Eine, an die man sich schnell gewöhnt (ich bin beim Lumia 925 ganz angetan davon).

Zur Kamera schreibe ich im Fazit (dort auch mit Testbildern im Google+ Album) etwas. Kurz: sie geht schon. Manchmal. Leider nicht immer. Könnte besser sein.

Dafür:

  • hochwertige Verarbeitung
  • Individualisierungsmöglichkeiten
  • HD-Display (720p auf 4,5″ mit 329 ppi)
  • Quad-Core-Prozessor
  • flüssiges, ruckelfreies Erlebnis
  • Preis

Dagegen:

  • vergleichsweise schlechte Kamera
  • kein selbst wechselbarer Akku
  • keine Speichererweiterung mgl.
  • kein NFC
  • kein LTE
  • kein Qi

Software

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Motorola selbst war sehr sparsam, was das Mitliefern eigener Software betrifft, um hier dem Anspruch, ein pures Google-Android-Erlebnis zu präsentieren (G steht für Google), gerecht zu werden.

Die Assist-App konzentriert sich auf drei Aktivitäten: Autofahren, Besprechungen und die Nachtruhe. Anhand der vom Beschleunigungssensor aufgenommenen Geschwindigkeit, versucht das Gerät einem mitzuteilen, wenn man zu flott unterwegs ist. Anhand der im Kalender eingetragenen Termine, versucht die App herauszufinden, wann Besprechungen sind und stellt während des Zeitraumes Notifications aus. Zur Nachtruhe wird es lautlos gestellt.

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Moto Care verbindet einen Hilfesuchenden direkt mit einem Supportmitarbeiter via Chat oder Anruf. Die meisten Themen sind aber in der durchsuchbaren FAQ auffindbar.

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Motorola Migrate erleichtert den Umstieg vom alten Smartphone auf das Moto G. Dazu muss man sich die selbe App auf das alte Gerät laden und mittels QR-Code-Gescanne wird der Transfer eingeleitet.

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Sehr löblich ist die Radio-App, die ich gerade auf den doppelt so teuren Geräten (oder mehr) immer vermisse.

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Von den Kern-Funktionalitäten hat man einzig die Kamera-App selbst neu gestaltet und extrem vereinfacht. Es gibt keinen Hardware-Auslöser und keinen Software-Button. Zum Knipsen wird einfach irgendwo auf den Bildschirm getappt und in die kreisförmigen Einstellungen gelangt man durch ein Wischen von Links.

Spiele laufen annehmbar schnell, weder mit dem aktuellen Hunger-Games-Spiel noch mit Asphalt 7 bin ich in Ruckelprobleme gerannt. Der Quad-Core mit seiner Adreno-GPU hat ausreichend Dampf. Einzig die 1 GB Arbeitspeicher könnten u.U. mal zu wenig sein. Hier das Catching-Fire-Temple-Run und Asphalt 7 im Kurzvideo:

Fazit

Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich an dieser Stelle ein anderes Smartphone in genau der selben Preiskategorie. Das LG L7 II. Im Vergleich zu dem auf 4.1.2 festhängenden Gerät, mit unterirdischem Display und vergleichsweise billig wirkender Verarbeitung – das einzig Auffallende war hier der Notification-Ring um den physischen Homebutton – ist das Moto G eine Offenbarung und das viel stimmigere Gesamtpaket.

Das einzige wirkliche Manko – obwohl Motorola sich mit der eigenen Kamera-App in Hinsicht auf einfache Benutzung einen Kopf gemacht hat – ist der Sensor der Hauptkamera. Im Grunde sind 5 MP auch heute noch völlig ausreichend für Schnappschüsse, aber wie ihr auf den Testbildern selbst sehen könnt, ist das Ergebnis selbst bei Bildern am hellichten Tage meist nur zufriedenstellend. Einzig die wirklich guten Makro-Aufnahmen, stehen dem eher negativen Gesamteindruck entgegen (meine Mütze im Fokus ist deutlicher als der verrasuchte Mülleimer am Bahnsteig im Fokus). Auf den Abendbildern, am Potsdamer Platz in Berlin, merkt man deutlich, dass die Kamera für solche Begebenheiten nicht zu gebrauchen ist und ohne OIS verwackelt man fast ständig. Die App hat zwar eine HDR-Funktion, die wohl wie beim iPhone funktionieren soll, aber die funktioniert auch nur sporadisch gut. Aber seht selbst:

Spezifikationen:

  • Modellnummer: XT1032 “Falcon”
  • OS: Android 4.3 Jelly Bean mit Upgrade-Garantie auf 4.4 KitKat
  • Prozessor: Qualcomm MSM8x26 Quad-Core A7 1,2 GHz (Adreno 305 450MHz GPU)
  • Speicher: 8 oder 16 GB + 1 GB RAM (nicht erweiterbar)
  • Kameras: 5 MP (hinten) + 1,3 MP (vorn)
  • Funk: Wi-Fi b/g/n, BT 4.0, 3G UMTS
  • Akku: 2070 mAh
  • Gewicht: 143 g
  • 170 € (8 GB) oder 199 € (16 GB)

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weiterführender Link: Moto G bei Motorola.de

P.S. Das Moto G mit Android 4.3 JB besteht übrigens den Bluebox-Sicherheitstest und ist für die bekannten Master Key Exploits nicht anfällig:

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Folgt mir 🙂

Bloggt über Technik und kritisiert andernorts Filme. Versucht das Wesentliche vom Unsinn zu trennen und ist passionierter Burgerfotograf.

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