Motorola plant Übernahme von Cloud-Spezialist Zecter – Ausweitung der Infrastruktur [UPDATE]

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Der US-amerikanische Produzent von Kommunikationselektronik Motorola steht kurz davor, die Firma “Zecter” zu übernehmen, einem Spezialisten für Datenspeichersysteme für Clouds, der unter anderem die Streaming-Anwendungen ZumoDrive und ZumoCast entwickelt hat. Der Deal soll noch dieses Jahr über die Bühne gehen – Zecter soll dabei in der neu zu gründenden Motorola Mobility aufgehen.

Zecter ist aus mehreren Gründen für Motorola interessant. Alle Firmen, die derzeit mit Smartphones am Markt vertreten sind, benötigen Speicher- und Streaminglösungen für ihre Geräte, wenn sie sich nicht völlig Google und Android ausliefern wollen. Zecter bietet einfaches Storage in der Cloud, allerdings mit einem netten Feature: ZumoDrive zeigt den Inhalt der Wolke als Laufwerk auf dem Gerät an, ähnlich wie Dropbox das kann, allerdings auf eine Art, dass das Gerät glaubt, es handele sich um lokale Dateien.

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Auf diesem Weg könnte künftig fast das ganze Betriebssystem eines Smartphones von der Cloud geladen werden. Dass so ein Gerät dann ohne Netz weniger Wert ist als ein Ziegelstein, steht auf einem anderen Blatt – aber die Entwickler werden derzeit sicherlich keine solche Extremlösung planen. Vielmehr kann man damit zum Beispiel Playlisten drahtlos auf verschiedenen Rechnern synchronisieren und derlei Anwendungen mehr. Auch eine Anbindung an iTunes ist vorgesehen, und all das, ohne dass man noch irgend etwas manuell synchronisieren müsste. Entsprechende Apps gibt es fürs iPhone, für Android und die WebOS-Geräte von Palm.

Dazu passend bietet Zecter noch das Programm ZumoCast, das den eigenen stationären PC zuhause in einen Cloud-Server verwandelt. Mann muss sich also keinen Speicherplatz à la DropBox mehr mieten oder kaufen, sondern kann die Festplatte von überall her anzapfen, wobei sie sich aber so verhält, wie man es von einem Cloud-Dienst gewöhnt ist. Das könnte zum Königsweg für diejenigen werden, die einerseits liebend gerne cloudbasierte Dienste verwenden würden, andererseits ihre Daten zum Beispiel aus beruflichen Gründen auf dem eigenen Rechner lagern müssen.

Spannend bleibt die Frage, was Motorola draus macht: Premium-Angebote für die eigenen Smartphones? Die Konkurrenten WebOS und iPhone kappen oder versuchen, einen neuen, eigenen Standard mit dem Dienst zu setzen – wobei dann nicht ganz klar ist, wie Motorola damit Geld verdienen will, solange die Zumo-Programme nicht so universell sind wie zum Beispiel DropBox. Aber vielleicht planen sie ja genau das?

UPDATE: Laut Techcrunch ist der Kauf bestätigt. Damit wird Motorola in Zukunft einen umfassenden Clouddienst  anbieten, der aller Voraussicht nach Motorolas Motoblur gehörig aufbohren wird.

Was ist ZumoCast?

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=r45l_jRH7xo[/youtube]

[via TechCrunch]

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