Motorola RAZR i mit Android 4.0.4 und Intel Atom im Test (1): der erste Eindruck

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Neben dem RAZR HD, ist das RAZR i derzeit Motorolas einziges Smartphone auf dem deutschen Markt – der Vertrieb des RAZR und RAZR Maxx, sowie der Xoom-Tablets, musste aufgrund von Patentstreitigkeiten eingestellt werden. Das seit Oktober, kurz nach der Präsentation in London, erhältliche RAZR i ist im Grunde die europäische Version des baugleichen RAZR M für Verizon in den USA.

Als solches kommt es mit Android 4.0.4, das als letzte Version von Ice Cream Sandwich im Februar 2012 von Google veröffentlicht wurde. Die erste Version des Nachfolge-OS – Android 4.1 “Jelly Bean” – erblickte im Juli 2012 das Licht der Welt (siehe Liste der Android-Versionen, Wikipedia). Das war tatsächlich zu knapp für ein Gerät, dass viel länger in Planung war und zwei Monate später, kurz vor der Auslieferung stand. Immerhin verspricht Motorola, dass ein Upgrade auf Jelly Bean möglich sei und gibt für den US-Markt derzeit den schwammigen Zeitpunkt “vor 2013” an – Europa wird sich also bis ins Frühjahr 2013 gedulden müssen.

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Intel Inside

Da ist es also, das erste tatsächlich kaufbare Smartphone überhaupt mit Intels Atom-Prozessor “Medfield” – oder genauer: Intel Atom CPU Z2480 mit bis zu 2 GHz. Dabei handelt es sich um eine Single-Core-Architektur, mit variabler Taktfrequenz. Je nach angeforderter Leistung liefert der Atom Taktfrequenzen zwischen 600 MHz und 2 GHz und versucht mit Intels Hyper-Threading-Technologie, seinen Nachteil gegenüber Dual-Core-Prozessoren auszugleichen. Nach dem ersten Rumspielen mit dem Gerät, lässt sich sagen, dass die durch Motorola nicht offensichtlich veränderte ICS-Oberfläche (MotoBlur gibt es nicht mehr) sehr gut auf alle Eingaben reagiert. Die UI ist flüssig und nicht hakelig. Wie es sich mit der Leistung bei Spielen verhält, wird sich noch zeigen. Besonders angetan hat es mir ja das Moto-eigene Uhr-Wetter-Akku-Widget “Circles” (Kreise), das so lustig flippt, wenn man einen Kreis hoch oder runter wischt (Screenshots macht man übrigens durch gleichzeitiges Drücken der “Power”- und “Leiser”-Taste).

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Großes Display, schmales Gehäuse

Was einem beim RAZR i sofort auffällt, ist die allseits beworbene Randlosigkeit des qHD-Super-AMOLED-Displays, das seine 4,3 Zoll zumindest links und rechts sehr nah an den dünnen Rahmen presst. Im Gegensatz zu seinen großen Brüdern liegt das RAZR i genauso gut in der Hand wie beispielsweise das iPhone und schafft unten ausreichend Platz für die drei Android-On-Screen-Buttons. Im Grunde ist das Konzept ganz ähnlich dem des iPhone 5, mehr Bildschirm oben und unten, ohne das Gerät breiter zu machen.

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Vergleiche ich es mit dem ersten Smartphone-RAZR ist die Bildschirmdiagonale und Auflösung (540 x 960) identisch, aber mit seiner Breite fühlte es sich ungleich unhandlicher an als das RAZR i. Das Display des RAZR i besitzt eine gewisse Körnigkeit, die mir so schon am Lumia 800 und RAZR negativ aufgefallen ist und vom Schema der Subpixelmatrix herrührt (Pen Tile). Das muss nicht jeden stören, ich persönlich habe nur gerne “glatte” Ränder, denn dort fällt es besonders auf – an den Rändern und Farbübergängen von und Icons und weißer Schrift. So dass mein GALAXY S WiFi 4.2 mit seiner geringeren Auflösung von 480 x 800 für mich schöner aussieht als das RAZR i.

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Die verbauten Materialien sind die selben wie im Rest der RAZR-Familie. Die Front ist geprägt von einem durchgängigen Stück Gorilla Glas, die Rückseite wird von DuPonts Kevlar geschützt, alles wurde mit einer wasserabweisenden Beschichtung überzogen und im Inneren hält ein Rahmen aus Flugzeugalu alles zusammen.

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Technische Daten Motorola RAZR i

  • Display: 4,3 Zoll Super AMOLED Advanced, qHD-Auflösung (540 x 960)
  • Kameras: 8 Megapixel auf der Rückseite / 0,3 Megapixel auf der Vorderseite
  • Speicher: 4,9 GB von 8 GB nutzbarer interner Speicher, mit microSD-Karte erweiterbar
  • OS: Android 4.0.4 “Ice Cream Sandwich”, Update auf Jelly Bean geplant
  • Prozessor: Intel Atom CPU Z2480 mit bis zu 2 GHz (Single Core)
  • Gewicht: 126 g
  • Funk: WiFi 802.11 a,b,g,n / Bluetooth 2.1+EDR / WCDMA & GSM / NFC mit Android Beam
  • Akku: 2000 mAh Li-Ion
  • Materialien: Aluminiumrahmen, DuPont Kevlar-Fasern, kratzfestes Corning Gorilla-Glas
  • Sensoren: Entfernung, Umgebungslicht, eCompass, Akkutemperatur, Beschleunigungssensor

Im nächsten Teil geht es dann um die Kamera. Wenn ihr Fragen habt werde ich versuchen sie zu beantworten.

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Folgt mir 🙂

Bloggt über Technik und kritisiert andernorts Filme. Versucht das Wesentliche vom Unsinn zu trennen und ist passionierter Burgerfotograf.

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Malte
9 Jahre zuvor

“…Rahmen aus Flugzeugalu…”

Wenn es wirklich Flugzeugaluminium ist, dann ist es schlecht lackiert. Ich habe zwei Taschenlampen aus Flugzeugaluminium, welche mir schon öfters heruntergefallen sind, und das sieht man gar nicht! Das Motorola habe ich ausgepackt und da hatte es schon feine Lackabsplitterungen links neben dem Display! Bzgl. meines ersten Kaufkriteriums (der Beständigkeit) wurde ich enttäuscht, zumal der Support auch zum kotzen ist. Vielleicht beweist sich ja noch der Intel CPU als brauchbar.

rudi
9 Jahre zuvor

Also ich hab genau dieselbe Schüssel….bis auf das Display bin ich damit eigentlich zufrieden! Hatte vorher ein iPhone 4 und das hatte bei aufwändigen Apps schon mächtige Rückler! Bin nach wie vor der Meinung das dass Betriebssystem nicht mit iOS mithalten kann

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