Motorola Xoom Reviews: Technisch überlegen, Mängel im Detail

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Das Motorola Xoom – die letzten Wochen als iPad-Killer gehandelt – ist nun in den USA auf den Markt gekommen. Leider kann ich das Tablet nicht selbst testen, habe mich aber mal durch die vielen Reviews gearbeitet, die darüber so erschienen sind.

Ein Fazit kann man vorweg nehmen: Das Xoom ist dem iPad technisch überlegen, es gibt aber immer noch genügend Mängel, die für das Apple-Produkt sprechen. Die meisten Rezensenten berichteten übereinstimmend über die hohe Geschwindigkeit des Nvidia-Tegra-2-Chips im Motorola Xoom – fast alles wird auf einem Xoom schnelle rausgeführt als auf einem iPad. Besonders deutlich sei das beim Scrollen von Webseiten zu sehen.

Allerdings berichten ebenso übereinstimmend viele Tester von einem Phänomen, das auch von früheren Android-Versionen bekannt ist: Es wird sehr leicht mal langsam, wenn zu viele Apps gestartet wurden und wird nicht wirklich schneller, wenn man diese App manuell wieder schließt. Offenbar hat Google noch Probleme bei der Speicherverwaltung, die das System unnötig ausbremsen.

Sauber verarbeitete Hardware, okaye Kamera

Besonders positiv hervorgehoben werden eine saubere Verarbeitung und ein hervorragender Touchscreen, der sehr weich auf Eingaben reagiere. Die Auflösung ist höher als beim iPad, dafür ist die Bildqualität des Apple-Display etwas besser. Android-Apps, die nicht für Tablets entwickelt worden sind, sollen oftmals sehr hässlich und pixelig aussehen – was zu erwarten war. Nicht zu erwarten war aber, dass dasselbe mit Bildern der Fall ist, die direkt mit dem Tablet aufgenommen worden sind.

Apropos Bilder: Das Motorola Xoom hat eine ordentliche 5-Megapixel-Kamera, die sich nicht von anderen in Smartphones verbauten Kameras abhebt, und eine zusätzliche Frontkamera für Videochats. Analog zu Apple FaceTime gibt es Googles VideoChat, das aber offenbar nicht ganz so ausgereift ist: Die eingebaute Bildstabilisierung übertreibt gelegentlich gerne.

An der Software haperts. Noch.

Die Software mit Home-Screen und den wichtigsten Apps von E-Mail bis Twitter wird übereinstimmend als gelungen, schön und sehr gut bedienbar beschrieben. Geht man allerdings in die Tiefe, ist man auf alte Android-Apps angewiesen, die für Smartphones entwickelt wurden und daher auf Tablets nicht wirklich schön sein können, was sich wohl mit der Zeit verbessern dürfte.

Noch zum Reizthema Flash: Auch das Xoom sollte eigentlich Flash unterstützen – Adobe ist aber nicht fertig geworden. Käufer der ersten Stunde müssen also noch eine Weile warten, bis sie auch Flash-Inhalte auf ihrem Tablet ansehen können. Apples vorgeschobener Grund, Flash vom iPad zu verbannen, war ja die Akkulaufzeit. Hier überflügelt das Xoom die Konkurrenz – die Reviews sprechen von einer Laufzeit zwischen 14 und 18 Stunden Websurfen und Videoplayback.

Fazit

Damit zeichnet sich ein Bild, wie man es vom Smartphone-Markt her kennt. Noch ist trotz einiger Schwächen (z.B. die fehlende Frontkamera, die mit dem iPad 2 nachgereicht werden wird) das Gesamtpaket aus Hardware und Software von Apple attraktiver, während das Motorola Xoom in Sachen Hardware überlegen ist, die Software aber leider noch nicht alles herausholt, dafür aber Nerds und Tüftler eher ansprechen dürfte.

Wer genauer nachlesen möchte: Hier eine Liste englischsprachiger Reviews:

Zum Schluss noch ein 15minütiges Hands-on-Video von GigaOM:

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Apple-Informatiker
11 Jahre zuvor

die neuen MacBook pro’s sind raus. https://www.apple.com/de

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