MySpace ist wieder am Start und schaut besser aus denn je

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MySpace war mal eine Institution. Als alle anderen Netzwerke noch Ideenfunken in den Hirnen ihrer Erschaffer waren, hatte MySpace einen großen Stellenwert im Internet. MySpace begründete das Web 2.0 und zeigte den Menschen den Nutzen und auch die Gefahren des Vernetzens.

MySpace verlor langsam an Bedeutung, als in Deutschland die VZ-Netzwerke aufkamen und später Facebook die Nutzer sämtlicher Netzwerke schluckte. Abgestellt wurde MySpace zwar nicht, aber man dümpelte ohne jeglichen Support durch die Internetwelt. Da ich damals, als MySpace noch eine große Nummer war, Eventmanagement im Bereich Musik gemacht habe, kam ich um MySpace nicht herum. Im Gegenteil – Kontakt mit Bands entstand meist über das Netzwerk und auch die Promotion diverser Events fand auf MySpace statt und damals reichte das. Eine eigene MySpace-Seite für ein Event zu erstellen, führte bei uns zu ausverkauften Konzerthallen. Es ist aber viel Zeit vergangen. Meine Veranstalterkarriere habe ich an den Nagel gehangen und MySpace den Rücken gekehrt. Veranstaltungen werden heutzutage über Facebook beworben und MySpace war etwas für Nostalgiker.

Bis jetzt! Wir hatten euch vor einiger Zeit ja bereits darüber informiert, dass MySpace einen Relaunch plant. Die Bilder und das Video sahen vielversprechend aus und seit ungefähr einer Woche habe ich MySpace dank eines Beta-Zugangs nutzen können. Ab sofort sind die Tore für alle User auf und heute habe ich schon eine Schwemme an neuen/alten Kontakten gehabt.

Auf MySpace vernetzen sich momentan vor allem die, die sich schon von anderen Netzwerken kennen. Trotzdem kann man neue Kontakte knüpfen. Mittelpunkt des Netzwerkes ist und bleibt die Musik. Anhand von Bands und Künstlern lassen sich neue Leute finden. Bemerkenswert ist, dass MySpace ähnlich wie Twitter und Google Plus auf die asynchrone Vernetzung setzt. Man befreundet sich also nicht einvernehmlich und ist dann ein Kontakt, sondern kann sich mit Nutzern verbinden ohne dass diese zustimmen müssen. Diese Vernetzung auf Abo-Basis nimmt dem Nutzer den Druck, sich mit jemandem virtuell befreunden zu müssen und das kommt an.

Optisch ist MySpace ein Highlight. große bildschirmfüllende Grafiken, ein präsenter Musikplayer, der bereits ein großes Musikrepertoire hat und die horizontale Scrollrichtung machen MySpace einzigartig.

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Doch reicht das? Optik ist nicht alles, aber schon einmal ein guter Anfang. MySpace muss jetzt mit einem größeren Funktionsumfang zeigen, dass sie sich ihren Platz im Netz verdient haben. Der Name bringt Vorschusslorbeeren, aber die reichen nicht, um sich durchzusetzen. Bei aller Nostalgie – auch mir reicht der Funktionsumfang nicht. Meine Begeisterung ob der ansprechenden Gestaltung endet beim Nutzen. Wir brauchen Anbindung an Last.fm und die bekanntesten Musikstreamingdienste. Anbindung an YouTube könnte ebenfalls interessant sein. All das ist noch nicht vorhanden. Aber, und das muss noch einmal betont werden, gut sieht es aus. Das ist die halbe Miete und um den Rest kann man sich jetzt kümmern.

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