Neues Datenleck bei Facebook: 400 Millionen E-Mail-Adressen kurzfristig einsehbar!

Facebook Neues Datenleck bei Facebook: 400 Millionen E-Mail-Adressen kurzfristig einsehbar! Web

Nachdem die Stiftung Warentest in seiner April-Ausgabe bei den sozialen Netzwerken auf  häufige Mängel beim Datenschutz und der Datensicherheit hingewiesen hat, nun die neue Schreckensnachricht: Gestern unterlief Facebook ein Disaster, indem 400 Millionen E-Mail-Adressen zeitweise öffentlich sichtbar waren.

Die gestrige Facebook-Panne hat dabei offenbar bewirkt, dass die E-Mail-Adressen von sämtlichen 400 Millionen Mitgliedern kurzfristig auf den einzelnen Profilseiten für die Öffentlichkeit einsehbar waren. Zur gleichen Zeit konnten für etwa eine halbe Stunde keine Privacy-Einstellungen mehr vorgenommen werden, um das zu ändern. Der laxe Umgang von Facebook mit den Daten seiner User lässt die Verschwörungstheoretiker Böses vermuten. Stehen E-Mail-Adressen über die Facebook-Schnittstellen jedem, der dafür zahlt, zur Verfügung? Wird Facebook womöglich bald mit Adressen handeln? Ein bedauerlicher Vorfall, der die Skepsis gegenüber sozialen Netzwerken sicher vergrößern wird. Insbesondere unter der Berücksichtigung vom Stiftung Warentest Urteil zum Social Networking Thema.

Kürzlich wurden hier nämlich bei acht von zehn sozialen Plattformen „deutliche“ oder gar „erhebliche“ Mängel diagnostiziert. Als Ergebnis konnte dabei festgehalten werden, dass die us-amerikanischen Seiten offensichtlich wenig Wert auf Datenschutz legen. Sowohl Facebook als auch Linkedin und Myspace schränken die Rechte ihrer Mitglieder ein. Damit nicht genug! Die Social Networking Portale räumen sich selbst weitreichende Rechte ein, insbesondere bei der Weitergabe von privaten Daten an Dritte. Die weltweit beliebteste Plattform Facebook lässt sich beispielsweise eine internationale Lizenz für die Nutzung sämtlicher IP-Inhalte geben. Unter IP-Inhalte ist der von Usern generierte Content wie Texte und Bilder zu verstehen. Als besonderes Negativbeispiel ist hier Myspace zu nennen, die auf über zwanzig unwirksame Klauseln zurückgreifen. Positives gibt es Mal vom studiVZ und schülerVZ Netwerk zu berichten. Hier werden den Nutzern noch Einflussmöglichkeiten auf die Verwendung der eigenen Daten geboten. Eine Weiterleitung an Dritte Parteien findet dahingegen kaum statt.

Beim Thema Datensicherheit sieht es auch nicht besser aus. Innerhalb weniger Tage wurden die Stiftung-Warentest Angestellten mit einfachen Mitteln auf einigen soziale Netzwerken Herr über jedes Nutzerkonto und die gespeicherten Daten konnten ausspioniert werden .

Selbst bei Wertschätzung der Privatsphäre kann man schnell ungewollt Daten von sich preis geben. Im Dezember vergangenen Jahres wurden nämlich die Datenschutzeinstellungen von Facebook so modifiziert, dass einige persönliche Daten wie zum Beispiel der Name und Bilder, die bis dahin nur für Freunde reserviert waren, auf öffentlich gestellt wurden. Falls dies nicht gewünscht ist, kann man sich seine Daten zurückholen, indem er unserem Facebook HowTo folgt.

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Casi
12 Jahre zuvor

In der Sache habt ihr natürlich recht, aber bei der Stiftung-Warentest-Geschichte waren es meines Wissens nach keine Angestellten der Stiftung, die mit “einfachen Mitteln” auf die Nutzerkonten zugreifen konnten, sondern extra dafür engagierte Hacker, die erstmals zu einem solchen Test zugelassen wurden.
LG,

Casi

[…] Sachen Sicherheit nicht gerade das Vertrauen der Internetbenutzer genießt, ist nicht erst seit der letzten Datenpanne bekannt. Nun hat Mark Zuckerberg, mit Hilfe des hauseigenen Sicherheitsausschusses, den neuen […]

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