New York Times nun auch unter Hacker-Beschuss

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Unlängst bezeichnete die Wochenzeitschrift ZEIT, die New Tork Times als „angezählten Champion“. Nicht ohne Grund. Schließlich brechen der Zeitung die Erlöse aus dem Anzeigengeschäft dermaßen weg, dass die Existenz des Blatts ernsthaft bedroht ist. Eine schlechte News durfte nun auch die Online Ausgabe der Tageszeitung für sich verbuchen. Hacker konnten am Wochenende den Ad-Server knacken.

Dabei handelte es sich um ein Pop-Up, das dem Surfer mitteilt, er sei soeben von einem Virus befallen. Der Fachbegriff hierzu lautet Scareware-Ads. Aktiviert man schließlich den hinterlegten Link, so wird einem das passende Rezept in Form eines zahlungspflichtigen Antivirenprogramms gleich präsentiert. Die Leute von der NYTimes wiegelten ab und sprechen in einer Erklärung lediglich von einigen Besuchern, die dieses Pop Up zu Gesicht bekommen haben. Die Sicherheitsexperten von TrendMicro konnten dabei feststellen, dass es sich bei den angeblichen Viren um Fantasieprodukte handelt und daher natürlich keine Gefahr von ihnen ausging. Darüber hinaus konnte herausgefunden werden, dass der Pseudo-Virenscanner von der deutschen Internet Hosting Gesellschaft Hetzner beherbergt wird.

Fraglich, ob der Vorfall bei paid content nicht passiert wäre. Die Verlage werden somit vorrangig über Werbung ihre redaktionelle Arbeit finanzierbar machen müssen. Die Abrechnungsverfahren müssen jedoch sicherer gestaltet werden, sonst ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der nächste Ad Server eines renommierten Verlags angegriffen wird.

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