Nokia N8: Nokia will seinen Prototyp vom Blogger zurück!

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Es scheint für die Gerätehersteller mit der Zeit offensichtlich zum Usus zu werden, auf die Hilfe der Staatsgewalt zurückzugreifen, wenn es darum geht, eigene Prototypen die Gadget Blogs zugespielt worden sind, wieder zurück zu bekommen. Nach dem iPhone Fiasko, das in einer Bar in Redwood City seinen Anfang nahm, ist nun Nokia dran.

Der finnische Elektronikhersteller Nokia gab gestern die Information heraus, dass man russische Behörden um Hilfe gebeten habe, um sich den Prototyp des noch unveröffentlichten N8 Smartphones von Eldar Murtasin, dem Chefredakteur der russischen Gadget-Seite Mobile-Review zurückzuholen. Bereits vor ein paar Monaten lieferte er eine detaillierte Übersicht des N8. Nokia reagierte im Gegenzug mit einem Blog-Eintrag der den rührenden Titel „One of our children is missing” trug. Das Unternehmen verlangte dabei, dass das Gerät, dass man selber noch nicht in der Rolle eines Prototyps sehe und zudem mit sehr veralteter Software bestückt gewesen sei, wieder zurückzugeben. Nachdem man darauf lange Zeit keine Antwort erhielt, wurden nun rechtliche Schritten eingeleitet.

Murtasin habe allerdings versucht, Nokia zu kontaktieren, worauf er offenbar keine Antwort erhielt. In einer E-Mail an die Website TechCrunch, gab der russische Blogger zudem an , dass er keine Reaktion auf die wiederholten Mitteilungen an das Public Relations -Team von Nokia erhalten habe.

Dieser Nokia-Fall wird wahrscheinlich nicht solche Ausmaße wie das angesprochene iPhone 4 Fiasko annehmen, wobei die Polizei letztendlich den Rechner von Jason Chen beschlagnahmten. Wobei die russische Polizei ja auch nicht gerade für ihr zimperliches Vorgehen bekannt ist. Die Gerätehersteller haben aus der iPhone 4-Geschichte aber sicher gelernt, dass sie erstens Produkte vor potenziellen Leaks schützen müssen und zweitens keine falsche Scheu zeigen sollten, wenn es darum geht, einen Prototyp von einem Blogger zurückzuholen. Für eine höhere Sensibilisierung seitens der Medien und der potenzielle Kunden sorgen die gestohlenen Geräte dabei aber allemal. Das N8 ist zwar noch nicht lieferbar, im Preisvergleich finden sich allerdings schon erste Auflistungen des Smartphones, die ab 469,90 losgehen  – auf  Amazon von dem Nokia-Flaggschiff noch nichts zu sehen.

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