Ökostrom und Green IT: Web.de macht mit Ökostrom das Postfach grün

green-it-gruener-strom-bei-webde Ökostrom und Green IT: Web.de macht mit Ökostrom das Postfach grün Technologie Web.de ist ein deutsches Internetportal, das vor allem auf Grund seines kostenlosen E-Mail-Dienstes FreeMail bzw. der kostenpflichtigen Variante mit erweitertem Funktionsumfang: ClubMail. Bei den vielen Kunden, die das Unternehmen hat, benötigt Web.de derzeit nach eigner Aussage über 40.000 Server. Diese verbrauchen jährlich etwa 50 bis 60 gWh (Gigawattstunden), das sind 50-60 Millionen kWh (zum Vergleich: ein durchschnittlicher Zweipersonenhaushalt in Deutschland verbraucht etwa 2500 kWh). Durch das Umsatteln von Web.de auf Ökostrom Ende 2007 wurde so ein tatsächlicher Umweltnutzen geschaffen.

Der Strom bei Web.de stammt ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen. Dieser stammt vornehmlich aus Wasser- und Windkraft sowie aus Solarenergie und wird über die Stadtwerke Karlsruhe bezogen, deren zwei Stromtarife natuR und natuR plus u.a. vom TÜV zertifiziert wurden. Laut Selbstauskunft des Unternehmens verwendet man bei Web.de darüber hinaus effiziente Netzteile mit weniger als 20% Wärmeverlust, sparsame Serveranlagen sowie ein intelligentes Kühlungssystem in den Serverräumen. Für die eigenen Kunden hält Web.de außerdem ein kleines Freeware-Tool zum Download bereit (switch2eco), das den Rechner bei Nichtbenutzung automatisch in einen Stromsparmodus fährt.

Green IT war nicht nur auf der CeBit 2009 ein großes Thema, auch die halbstaatliche Deutsche Energieagentur (dena) verleiht seit einiger Zeit jedes Jahr den Energy Efficiency Award an Unternehmen, die in innovative und beispielhafte Maßnahmen zur Energieeffizienz investieren. Schirmherr des Preises ist das Bundeswirtschaftsministerium. Als eine der häufigsten Maßnahmen einer umweltverträglichen Energienutzung von Unternehmen sehen die dena und das Bundesumweltministerium (BMU) in erster Linie den Wechsel zu Ökostrom, so wie Web.de beispielsweise Ökostrom in Karlsruhe bezieht. An zweiter Stelle zur Steigerung des Umweltnutzens stehen gezielte Investitionen in Green IT, d.h. besonders energieeffiziente und umweltschonende Büroausstattung, die auf dem Energieeffizienzlabel eine Klasse von A++ ausweisen, den blauen Engel haben oder die US-amerikanische Energy Star-Kennzeichnung aufweisen. Schon in mittelständischen Unternehmen, so die Energieexperten weiter, ließen sich auf diesem Weg jährlich mehrere Tausend Euro einsparen.

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13 Jahre zuvor

naja… Momentan meinen alle durch Öko sich hervorheben zu müssen..

dimido
13 Jahre zuvor

Öko-Marketing-Welle. Und? Fühlt man sich dann besser, dass der Server mit Ökostrom läuft? Ohne die Computer der Seitenbesucher wäre ein Ökö-Server nichts wert, weil keiner Ihn bräuchte. Dumm dann, dass die meisten Besucher ihren Computer nicht mit Ökostrom betreiben, sondern Kohle und Atom

Warum nicht gleich ein Duzend Hamster im Rad laufen lassen? *scherz*

Robi
13 Jahre zuvor

Kein schlechter Ansatz, aber leider nur wieder verblendender Etikettenschwindel mit diesen RECS-Zertifikaten. Und die Masse freut sich, was getan zu haben, nur nicht für die Umwelt, sondern für die 4 Großen Stromkonzerne.

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