Opera drängt aufs iPhone

Der Browser Opera Mini für iPhone soll auf dem Mobile World Congress 2010 in Barcelona gezeigt werden. Bisher erlaubt Apple keine alternativen Browser im Appstore, es sei denn, sie setzen auf das Webkit des iPhone auf.

Wer Opera Mini für andere Systeme wie Symbian, Windows Mobile oder Blackberry kennt, weiß wie schnell der Browser ist und wie gut man sich damit auf kleinen Displays  im Web bewegen kann. Der Browser spart Zeit und Bandbreite, indem Webseiten und Bilder über einen Proxy geleitet werden, der sie verkleinert. Außerdem bringt der Browser Funktionen der Desktop-Browser wie Speed Dial, Tabbed Browsing und Synchronisierung aufs Handy. Für die Gestensteuerung auf Geräten mit Touch-Screen hat das norwegische Softwarehaus seinen Browser ebenfalls schon optimiert. Um auf dem iPhone laufen zu können, fehlt eigentlich nur noch der Segen von Apple.

Damit sieht es allerdings schlecht aus. Opera Mini ist eigentlich schon seit über einem Jahr fertig, wurde aber nicht für den Appstore zugelassen. Auch wenn Apple alternative Browser nicht mehr verbietet, so wird immer noch verlangt, dass sie auf die Webkit-Engine aufsetzen wie der Apple Browser selbst auch. Nach diesen Kriterien dürfte also Opera nicht im Appstore gelangen. Trotzdem will Opera den Browser noch diese Woche dort anmelden. Dann ist es an Apple zu entscheiden, ob er freigegeben wird oder nicht.

Sollte sich der iPhone-Hersteller querstellen, dürften sich noch mehr Anwender als bisher fragen, ob sie ein Gerät haben möchten, auf dem sie nicht selbst entscheiden können, welche Software sie laufen lassen möchten und welche nicht. Egal wie Apples Entscheidung ausfällt: Die Norweger können sich der Aufmerksamkeit der Medien sicher sein.

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