Parrot Zik 3 Bluetooth Kopfhörer im Test

Nachdem unser Michael vor ein paar Wochen bereits einen sehr schönen Vergleichstest zu verschiedenen Over-Ear-Kopfhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung geschrieben hat, konnte ich nun ebenfalls Hand an die neuen Parrot Zik 3 Kopfhörer anlegen. 

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Ausgepackt und Gesamteindruck

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Im Paket befinden sich die Kopfhörer selbst, nebst einer Bedienungsanleitung, einem Micro USB Kabel zum Laden, einem Li-lon-Akku mit 830mAh, einem Klinkenkabel und einer Schutztasche aus schwarzem Stoff. Ja aus Stoff! Wir reden hier von Kopfhörern jenseits der 300€ Marke und Parrot legt einen schwarzen Stoffsack bei. Wenn man die Kabel und die Kopfhörer darin transportieren möchte, fliegt das alles in der Gegend rum. Naja…hier hat der Hersteller noch Verbesserungsbedarf. Aber kommen wir zum eigentlichen Kopfhörer.

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Das Design und die Verarbeitung hinterlassen auf den ersten Eindruck nach dem Auspacken ein gemischtes Gefühl. Von den Materialien kann man hier nichts beanstanden. Parrot setzt bei dem Zik 3 auf Metall, Leder und Stoffelemente, die meiner Meinung nach sehr gut verarbeitet sind. Aber das Design… Die Ingenieure von Parrot haben hier mit dem Designer Philippe Starck zusammengearbeitet und dabei einen Kopfhörer geschaffen, der mit einem Krokodilleder-ähnlichen Muster versehen ist. Und das gefällt mir persönlich nicht wirklich gut. Die Geschmäcker sind da eben verschieden. Wie ist eure Meinung dazu?

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Nach dem Auspacken, muss der Akku erstmal in dem Zik 3 untergebracht werden. Dazu ist der Deckel der rechten Ohrmuschel abnehmbar und hält magnetisch an dem Kopfhörer, wenn man ihn wieder anbringt. Der Magnet hält die Klappe aber meiner Meinung nach zu locker. Mir ist es beim Aufsetzen der Kopfhörer zwei Mal passiert, dass die Klappe fast abgegangen wäre.

Akku

Ist der Akku einmal eingelegt kann es prinzipiell direkt losgehen. Der Vorteil des Zik 3 ist das mitgelieferte Klinkenkabel. Darüber habt ihr die Möglichkeit auch bei leerem Akku ganz normal über die traditionelle Art Musik zu hören. Parrot hat hier gut mitgedacht und beschränkt sich somit nicht nur auf die Bluetooth Funktionalität. An dieser Stelle will ich kurz erwähnen, warum hier Parrot mitgedacht haben könnte: Der Grund ist die Akkulaufzeit, mit der ich nicht zufrieden bin. Nach ca. 5,5 Stunden war bei mir mit normaler Nutzung Sense. Der Akku kann übrigens auch per Qi Standard kabellos aufgeladen werden.

Tragen & Bedienung

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Aber kommen wir zum eigentlichen Zweck eines Kopfhörers – dem Musikhören. Die Parrot Zik 3 kommen mit einem verstellbaren Kopfteil, das heißt die Ohrmuscheln könnt ihr in bestimmten Stufen verstellen. Damit ihr euch eure Einstellung merken könnt, hat Parrot Markierungen mit Zahlen angebracht. So brauch man sich nur die Zahl merken und wieder neu einstellen.

Sind die Kopfhörer aufgesetzt und angeschaltet, kann es auch schon losgehen. Einmal per Bluetooth gepairt, könnt ihr die Musik auch direkt am Kopfhörer steuern. Dafür hat der Hersteller ein kapazitives Panel an der rechten Ohrmuschel angebracht. Per Swipe nach oben oder unten könnt ihr die Lautstärke anpassen. Ein Wisch nach vorn springt zum nächsten Titel, ein Wisch nach hinten zum letzten. Per kurzen Tipp an die Ohrmuschel pausiert die Musik. Im Prinzip ist diese Steuerungsmethode ja ganz nett aber manchmal auch etwas umständlich. Besonders wenn man die Kopfhörer mal in der Position anpasst. So wechselt man aus Versehen Titel oder macht leiser/lauter. Unschön aber sehr selten. Die Bedienung funktioniert nach einiger Zeit gut und ist relativ intuitiv!

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Die Parrot Zik 3 muss man leider öfter anfassen und verschieben. Nach etwa einer halben Stunde mit den Kopfhörern fingen mir an die Ohren weh zu tun. Die Kopfhörer drücken! Das erschreckte mich dann doch etwas, wenn man den Preis im Hinterkopf hat. Der Tragekomfort lässt hier leider zumindest bei mir zu wünschen übrig. Das sollte aber jeder für sich mal ausprobieren! Köpfe und Ohren sind ja bekanntlich bei jedem anders geschaffen.

Der Klang

Wo der Kopfhörer von Parrot aber durch und durch überzeugt ist der Klang. Die Mitten und die Höhen sind sauber herausgearbeitet und der Bass kommt auch nicht zu aufdringlich durch. Der Zik 3 produziert hier sauberen, präzisen und glasklaren Sound. Gerade bei klassischer Musik kann man das gut hören. Auch kraftvolle Klänge beherrst der Kopfhörer ohne Probleme und kann euch auch einen drückenden Bass aufs Ohr legen.

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Die Möglichkeit die Umgebungsgeräusche über die aktive Geräuschunterdrückung auszublenden ist hier noch ein Vorteil für den Sound. Der Parrot beherrscht hier übrigens nicht nur An oder Aus, sondern ganze fünf verschiedene Stufen. Hier kann der Kopfhörer entweder 10, 15, 30, 35 oder 40db der Umgebungsgeräusche eliminieren.

Die App

Parrot liefert für seinen Kopfhörer eine sehr umfangreiche App. Im ersten Screen bekommt man den Akkustand präsentiert und hat hier direkt die Möglichkeit die Geräuschkontrolle, den Equalizer oder die Raumeffekte an- oder abzuschalten.

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Mit einem Wisch landet man bei den Einstellungen zur Geräuschunterdrückung. Die App zeigt euch hier die Lautstärke der Umgebung und ihr könnt außerdem die verschiedenen Stufen der Geräuschunterdrückung variieren.

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Der Equalizer findet sich auf dem nächsten Bildschirm. Parrot unterscheidet hier verschiedene Stile wie Punchy, Deep etc. Über das Verschieben des orangenen Punktes könnt ihr eure Vorliebe entsprechend einstellen.

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Der Parrot Concert Hall Bildschirm verändert den Sound quasi je nach Raumgröße, wobei der letzte Screen verschiedene Voreinstellungen für euch bereit hält.

Auch eine Equalizereinstellung von Promis kann man sich in dem „Eingestellt von“ Menü ziehen.

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Um dieses umfangreiche Paket komplett zu machen, hat Parrot auch eine Apple Watch App dafür entwickelt. Somit könnt ihr den Sound an der Apple Watch nach euren Wünschen verändern.

Fazit zum Parrot Zik 3

Die Parrot Zik 3 haben mir während des Tests musikalisch auf jeden Fall Freude bereitet. Dennoch habe ich gemischte Gefühle bei den Kopfhörern. Parrot setzt hier auf eine Mischung aus Leder und Metall, die mit einem meiner Meinung nach sehr eigenwilligen Design daher kommt. Das ist aber mein persönlicher Geschmack und könnte bei euch schon wieder anders aussehen. Die Verarbeitung ist in jeder Hinsicht klasse und der Klang ist spitze. Die Geräuschunterdrückung hat bei mir sehr gut funktioniert und sorgt dafür, dass ihr euch nur auf die Musik konzentrieren könnt.

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Was meinen Eindruck etwas trübt, ist die Tatsache, dass die Parrot Zik 3 bei mir nach einer halben Stunde arg auf die Ohrmuschel gedrückt haben. Das hat auch nichts mit meiner Brille zu tun, denn die hat die Kopfhörer überraschender Weise gar nicht gestört. Ich weiß nicht ob es an meiner Kopfform oder an meinen Ohren liegt. Bevor ihr euch für einen definitiven Kauf entscheidet, solltet ihr das auf jeden Fall austesten, denn Kopfhörer sollte man angenehm tragen können.

Ansonsten bekommt man aktuell für 349€ ein sehr gutes Gesamtpaket mit einer sehr guten und umfangreichen App. Ob die Kopfhörer euch das Geld wert sind, wisst ihr am besten!
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Vielen Dank an Parrot für die Bereitstellung des Gerätes!

Folgt mir ^^

Olli

Ist beruflich im SAP Geschäft tätig, seit 2015 nach langer Pause aber wieder in der Blogosphäre unterwegs. Hat eine attestierte „Technik-Macke“ mit einer Vorliebe für Apple-Produkte.
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Ist beruflich im SAP Geschäft tätig, seit 2015 nach langer Pause aber wieder in der Blogosphäre unterwegs. Hat eine attestierte „Technik-Macke“ mit einer Vorliebe für Apple-Produkte.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. ich persönlich verstehe deine meinung was das design angeht. Es gefällt mir bei der 3.0 Version auch nicht.
    Ich habe die Version 2.0 und bin begeistert. Von den Formen unterscheiden sie sich nicht- Bei mir drückt nichts. Ich nutze die Kopfhörer seit über einem Jahr täglich 8 Stunden im Büro. Der Akku hält hierbei den kompletten Arbeitstag. Also definitiv länger als 5,5 Stunden und das bei über einem Jahr täglicher Nutzung. Die Touchfunktion ist Gewöhnungssache und funktioniert bei mir einwandfrei.
    Was mich im Vergleich mit Bose noisecancelling beeindruckt hat ist der Klang (Kopfhörer Beatz von Dr. Dre sind hier bewusst weggelassen- die sind nämlich die absolute Grotte zu den Parrots). Parrots Klang ist wirklich der Hammer! Einfach mal zu Media Markt und ausprobieren. Echt geil!

  2. Ich habe die Dinger geliebt. Vom Klang und den Features her unschlagbar – da sind B&O und Bose im Hintertreffen. Leider habe ich dreimal das gleiche Problem gehabt. Die Naht bzw. Klebstelle innen an der Ohrmuschel hat sich gelöst und es ist der Schaumstoff im Innern zum Vorschein gekommen.
    Was auch noch zu Wünschen wäre, ist eine Möglichkeit das Touchpanel auszuschalten. Wenn ich beim Arbeiten mit der Schulter, oder beim Liegen mit dem Kopfkissen das Panel berührte, schaltete das Panel dauernd ungewollt auf „Stop“.

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