Patentstreit: Motorola möchte ein Stück vom iPhone-Kuchen abhaben

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Am Ende der vergangenen Woche passierte etwas, mit dem nur wenige gerechnet hatten: einige Produkte von Apple verschwanden für kurze Zeit aus dem Apple Online Store – unter anderem sämtliche iPads mit UMTS. Der Grund dafür war der Patentstreit zwischen Apple und Motorola, der vor dem Landgericht Mannheim in die nächste Runde gegangen war. Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass Motorola über ein Patent verfügt und „refuses to license this patent to Apple on reasonable terms.” Aha! Unabhängig von der Tatsache, dass ein Richter bereits kurze Zeit später die Verfügung aufhob und alle iOS-Devices wieder im Store aufzufinden waren, stellt sich die Frage, was denn diese „reasonable terms“ waren.

Seit gestern wissen wir mehr. Motorola wollte eine Lizenzgebühr in Höhe von 2,25 Prozent der iPhone-Verkäufe. Das entspricht allein im Jahr 2011 einer Summe von über einer Milliarde Dollar. Damit sollte klar sein, dass es Motorola selbst nie um eine wirkliche Einigung ging. Vielmehr war bei dieser hohen Forderung bereits von Anfang an klar, dass Apple nicht darauf eingehen wird und Motorola dementsprechend mit einstweiligen Verfügungen antworten kann.

Man darf gespannt sein, wie die Sache ausgeht. Als Gewinner wird wohl niemand hervorgehen.

– via 9to5mac

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Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

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