Polar A360 – Fitnessuhr im Test

Fitnesstracker sind populär, oft genutzt und die Vielfalt am Markt bzw. die Auswahl für den potentiellen Käufer ist riesig. Ich durfte euch bereits eine Menge dieser Gadgets vorstellen. Heute kommt ein weiterer Vertreter aus dieser Kategorie dazu – der Polar A360.

Lieferumfang, Design und Verarbeitung

Der Tracker ist in den Farben Pink, Schwarz, Weiß und Blau erhältlich. Polar hat uns ein weißes Exemplar für den Test zur Verfügung gestellt, welches mit einem Micro USB Ladekabel und einer Bedienungsanleitung zu uns kam.

Das Design des Trackers ist wenig außergewöhnlich. Von weitem wird man das Gerät kaum von einem Fitbit Gerät oder anderen Mitbewerbern unterscheiden können. Es handelt sich quasi um einen kleinen Barren, der direkt in das Armband übergeht. Der Tracker kann aber aus dem Armband geclippt werden, was einen schnellen Austausch und verschiedene Bänder möglich macht.

Der Micro USB Ladeport ist unter einer Abdeckung versteckt. Das Silikonarmband macht einen sehr guten Eindruck und trägt sich angenehm auf der Haut. Der 13,5 Millimeter dicke Tracker könnte aber für den ein oder anderen Arm etwas zu klobig wirken. Das sollte jeder mal ausprobieren, wie man sich damit fühlt. Ich persönlich hatte keine Probleme damit und das Tragegefühl lässt sich auch nur positiv erwähnen. Alles in allem macht das Gerät einen angenehmen und wertigen Eindruck.

Die Features

Wie für Fitnesstracker üblich zeichnet auch der Polar A360 die Schritte seines Nutzers auf, aber das ist noch nicht alles. Sie erfasst auch automatisch eure Aktivitäten und unterscheidet dabei zwischen verschiedenen Intensitätsstufen, die sich unterschiedlich auf die Erreichung eures Tageszieles auswirken.

Das optische Herzfrequenzmodul macht eine Pulsmessung möglich, die allerdings nur während der Trainings funktioniert. Eine regelmäßige Messung des Pulses über 24 Stunden ist leider gar nicht möglich. Das macht den Tracker bspw. für mich zu einem nicht brauchbaren Gerät. Ich schätze die Möglichkeit mir die Messungen der Apple Watch über den Tag grafisch anzeigen zu lassen und mir einen Eindruck über meinen Pulsverlauf machen zu können. Das funktionierte auch mit dem Jawbone Up, auch wenn die Messungen da nie besonders genau waren.

Der wasserdichte Polar A360 Tracker besitzt außerdem eine TFT Farbdisplay mit einer Auflösung von 160 x 80. Dieses lässt sich durch Berührungen bedienen und aktiviert sich automatisch beim Anheben das Armes. Das funktionierte in meinem Fall leider ab und an nicht so ganz zuverlässig. Weiterhin ist das Display bei Sonnenlicht mäßig gut ablesbar. Es könnte also noch einen Tick mehr Helligkeit vertragen.

Neben den Tracking-Funktionen hat man bei dem Gadget außerdem die Möglichkeit auf ein paar Smartwatch-Funktionalitäten zurückzugreifen. So kann man sich Nachrichten, Anrufe oder andere Benachrichtigung direkt auf dem Tracker anzeigen lasen.

Einrichtung und Bedienung

Wenn ihr das Gerät erhaltet solltet ihr zuerst den Akku aufladen. Dieser Vorgang ist nach knapp 2 Stunden abgeschlossen. Im nächsten Schritt kann der Polar A360 mit dem Smartphone per Bluetooth gekoppelt werden. Zur Einrichtung benötigt ihr aber noch die Polar Flow App, die im App Store bzw. Play Store verfügbar ist.

Polar Flow - Activity & Sports
Polar Flow - Activity & Sports
Entwickler: Polar Electro
Preis: Kostenlos
  • Polar Flow - Activity & Sports Screenshot
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Wird die App gestartet leitet sie euch durch die Einrichtung, die nach wenigen Minuten erledigt ist. Hat man das Gerät nun ein paar Tage am Arm, gewöhnt man sich relativ schnell an die Bedienung. Der Touchscreen reagiert gut auf die Berührungen und kann bei Trainings auch dauerhaft aktiv geschalten werden. Meiner Meinung nach unnötig, weil ich mich auf das Training und nicht auf den kleinen Bildschirm konzentrieren möchte. Die Menüführung auf der Uhr ist übersichtlich und nicht überladen und mit unnötigen Funktionen gespickt. Der Benutzer hat außerdem die Möglichkeit das Aussehen der Uhr etwas anzupassen. Der Hersteller verspricht dem Käufer, dass man mit einer Ladung über 20 Tage kommt. Das war bei mir nicht mal im Ansatz der Fall. Nach ca. 4-6 Tagen war bei mir Schluss. Das ist gerade einmal ein Viertel der versprochenen Laufzeit. Das sollte der Hersteller unbedingt anpassen, weil man ansonsten Denken könnte, man wolle den Käufer übers Ohr hauen.

Die Genauigkeit der Messungen differierte in meinem Test stark. An den meisten Tagen stimmten die Schritte und die Entfernung ungefähr mit den (GPS) Messungen der Apple Watch überein. Ich hatte aber auch vereinzelt Tage dabei, da zeigte der Polar A360 4000 Schritte zu viel oder auch mal zu wenig an. Auch die Herzfrequenzmessung ist teilweise leider nicht immer zuverlässig.

Neben den Messungen der Aktivität hat man außerdem die Möglichkeit seinen Schlaf zu analysieren. So sieht man dort die üblichen Unterscheidungen zwischen Tiefschlaf, leichtem Schlaf etc. Dieses funktionierte während des Testzeitraums aber zuverlässig.

Die App synchronisiert die gemessenen Werte leider nicht automatisch im Hintergrund. Man muss die Synchronisierung per Hand anstoßen, was meiner Meinung nach nicht gut umgesetzt ist. Außerdem ist die Struktur und die Handhabung des Programmes auch nicht immer optimal. So sind die Menüs und die Grafiken teilweise unverständlich bzw. umständlich und für den Otto-Normalverbraucher nicht wirklich nützlich. Hier hat der Hersteller noch Potential nach oben. Wer Freunde hat, die ebenfalls Polar Tracker besitzen, kann sich mit diesen auch innerhalb der App vergleichen und die Ergebnisse der Anderen sehen.

Fazit zum Polar A360

Der Polar A360 macht optisch und technisch eine ganz gute Figur. Über die Kombination aus Tracker und Smartwatch-Light kann er sich leicht von seinen Mitbewerbern abheben. Die Messungen sind meist genau, können aber auch ab und an daneben liegen. Zumindest war das bei mir der Fall. Außerdem hat der Hersteller vor allem bei der App eine Menge Potential. Hier sind die Konkurrenten Withings, Fitbit und Jawbone schon deutlich weiter. Es nützt die beste Technik nichts, wenn die Software nicht 100prozentig ausgereift ist. Dennoch kann man dem Tracker keine großen Minuspunkte geben. Für einen Preis zwischen aktuell 130 und 150 Euro bietet der Polar A360 in jedem Fall eine Menge. Für einen vergleichbaren Funktionsumfang muss man bei Mitbewerbern mehr investieren.

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Vielen Dank an Polar für die Bereitstellung des Testgerätes!

Olli
Folgt mir ^^

Olli

Ist beruflich im SAP Geschäft tätig, seit 2015 nach langer Pause aber wieder in der Blogosphäre unterwegs. Hat eine attestierte „Technik-Macke“ mit einer Vorliebe für Apple-Produkte.
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